Zeitschrift für jüdische Wohlfahrtspflege
- Journal
- Zeitschrift für jüdische Wohlfahrtspflege
- Volume
- 1 (1929)
- Issue
- 6 (November-Dezember 1929)
- Date
- 1929-11-01
- Page
- Seite 333 (sequence 51)
- Language
- German
- Belongs to
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sowie auch für Unterstützung kinderreicher Familien, Zuschüsse an hilfsbedürftige Jugendliche zur Teilnahme an Wanderungen und Tagungen usw. zu beschaffen. Es ist jedoch auch gestattet, die Erträgnisse für Chanukahbescherungen, Unterstützungen an Alte und Erwerbsunfähige, Speisungen usw. zu verwenden. Die örtlichen Vertriebsstellen können 80 °/o des Reinertrages der von ihnen verkauften Marken für ihre Zwecke einbehalten. Das benötigte Propagandamaterial sowie die Wohlfahrtsbriefmarken selbst, die Markenheftchen, Bildpostkarten sind entweder beim örtlichen städtischen Wohlfahrtsamt (bzw. Gemeindeverwaltung) oder auch durch unsere jüdischen Landes- und Provinzialverbändeanzufordern:. Die Briefmarken und Bildpostkarten werden auch zum kommissionsweisen Verkauf überlassen, d. h. ohne Bezahlung bis zur Schlußabrechnung. Es besteht eine große — gerade auch von den jüdischen Stellen bisher empfundene und bewiesene ■— Verpflichtung und ein starkes Interesse, die Wohlfahrtsbriefniarken volkstümlich zu machen und weite Kreise für sie zu gewinnen. Die Wanderausstellung des Deutschen Archivs für Jugcndwohlfahrt, Berlin Nach der Auflösung der Wanderausstellung „Das junge Deutschland", die in den beiden vergangenen Jahren von den im Reichsausschuß der deutschen Jugendverbände zusammengeschlossenen Jugendbünden mit großem Erfolg gezeigt wurde, hat das Deutsche Archiv für Jugendwohlfahrt, Berlin, den Grundstock der Ausstellung erworben. Die Ausstellungsgegenstände sind inzwischen sämtlich überarbeitet worden. Der größte Teil des Materials über die Arbeits- und Lebensverhältnisse der erwerbstätigen Jugend wurde unter Verwertung der auf den bisherigen Ausstellungen gemachten Erfahrungen gänzlich neu hergestellt. Im ersten Teil der Ausstellung werden die bevölkerungspolitische Lage, Berufs- und Arbeitsverhältnisse, Wohnungs- und Gesundheitszustand der erwerbstätigen Jugend, Jugendverwahrlosung und Jugendfürsorge dargestellt. Der zweite Teil behandelt die Freizeit- und Kulturbewegung der Jugend, Organisation und Arbeit der deutschen Jugendverbände, Jugendheime und Jugendwandern und die Stellung der Jugend zur Gesellschaft. Das Archiv besitzt außerdem in kleinerem Umfange und in einfacher Ausführung Ausstellungsmaterial auf dem Gebiete der Organisation der Jugendwbhlfahrtspflege, der Jugendfürsorge und der Kleinkinder- und Schulkinderpflege. Das Ausstellungsmaterial wird in vier nach der Größe abgestuften, in sich abgeschlossenen Ausstellungen verliehen. Auf Wunsch können auch einzelne Ausstellungsgegenstände zur Ergänzung oder als Grundstock für lokale Ausstellungen entliehen werden. Verzeichnisse des Ausstellungsmaterials und Leihbedingungen erhalten Interessenten durch die Geschäftsstelle, Berlin NW 40, Moltkestraße 5. Internationale und außerdeutsche Sozialarbeit Das jüdische Settleraent in London Es kann hier nicht beabsichtigt sein, einen überblick über die Settlementsarbeit im allgemeinen zu geben, vielmehr kommt es darauf an, die Ziele und die Arbeit des Bernhard Baron St. George's Jewish Settlement (B. B. S. G. J. S.) darzustellen. Eine ausführliche Erklärung des Begriffes „Settlement" wird wohl nicht nötig sein, da diejenigen, die sich für soziale Arbeit interessieren, wissen, daß darunter eine, einen bestimmten Bezirk umfassende Zentralstelle zu verstehen ist, von der 333