Zeitschrift für jüdische Wohlfahrtspflege
- Journal
- Zeitschrift für jüdische Wohlfahrtspflege
- Volume
- 1 (1929)
- Issue
- 4 (Juli-August 1929)
- Date
- 1929-07-01
- Page
- Seite 207 (sequence 29)
- Language
- German
- Belongs to
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2. Vermittlung von Aufnahmen in: a) Krankenhäuser (Aufnahmen, Verlegungen, ambul. Behandlung) 22, b) Säuglingsheime 8, c) Mütterheime 9, d) Genesungsheime 20, c) Sanatorien 33, f) Lungenheilstätten 21, g) Heil- und Pflegeanstalten 11, h) Siechenhäuser 12, i) Asyle (Dauerunterbringung) 2, j) Zufluehtsheime (vorübergehende Unterbringung) 5, k) Unterbringung in Privatpflege 4, 1) Unterbringung bei Angehörigen 1, zusammen 143. 3. Überwiesen a'n: a) öffentl. Fürsorgestellen (Tuberkulose-, Schul-, Krüppelfürsorge) 27, b) Wohlfahrtsamt d. Jücl. Gemeinde Berlin 50, zusammen 77. Außerdem wurden sämtliche Wöchnerinnen (709) besucht, die in Frage kommenden (Stillgeldberechtigte, Minderbemittelte) den städtischen Säuglingsfürsorgestellen überwiesen. Sie sind in der vorstehenden Statistik nicht mit aufgeführt. 4. Beschaffung von: a) orthopädischen Apparaten 12, Zahnersatz, Brillen, Bandagen 11, b) Hauspflege (Krankenpflege, Wirtschaftsführung i. Familie) 35, c) Ernährungsbeihilfen, Kleidung 45, davon aus städt. Mitteln 3, aus privaten Mitteln 42, d) Geldunterstützungen insges. 102, aus Mitteln der S. K. F. 93, aus privaten Mitteln 9. Die ausgezahlten Gelder wurden verwandt: für Lebensmittelzulage 21, Kleidung 3, Obdach 6, Reisespesen, Rückfahrt nach der Heimat 24, Taschengeld während der Kur 12, Taschengeld während der Krankenhausbehandlung ö, Kurkosten 2, Sonstiges 23. 5. Sonstiges: a) Allgemeine Rechtsangelegenheiten geregelt 5, b) Räumungsklage rückgängig gemacht 1, c) Rentenansprüche geltend gemacht 4, d) Stundung, Erlaß d. Steuern, Aufhebung der Pfändung vermittelt 14, e) Zahlungsstundung, Niederschlagung der Schulden veranlaßt 5, f) Aufhebung eines Haftbefehls, einer Haftstrafe erwirkt 2, g) Straferlaß für Jugendliche erwirkt 1, h) Ermäßigung von Kur- Taxen und -Mitteln veranlaßt 4, i) Freitisch vermittelt 2, j) Stipendium vermittelt 1, k) Paßangclegenlieiten geregelt 43, davon gebührenfrei (18), zu ermäßigten Gebühren (2), 1) Fürsorgeangelegenhciten für Hausgenossen 3, zusammen 85. Elisabeth Ottenberg. Mensae aeademicae judaicae in Berlin, Bonn und Heidelberg. Anschriften: Berlin, Rosenstraße 2—4; Bonn, Rnbb. Dr. Levy, Kapuzinerstraße 10; Heidelberg, Dr. med. Hirsch, Anlage 19. Allgemeine Sozialarbeit Richtlinien über Gesundheitsfürsorge in der versicherten Bevölkerung. Erlassen von der Reichsregierung am 27. 2. 29 — RGBl. I, 69 - Die Talsache, daß beim Heilverfahren abgesehen von dem Anspruch des Versicherten auf Krankenhilfe gegen die Krankenkasse — und bei den allgemeinen gesundheitlichen Maßnahmen der Grundsatz des freien Ermessens herrscht, und daß die Zuständigkeiten der Kranken-, Invaliden- und Angesiclltenversicherung sich gerade auf diesen Gebieten vielfach überschneiden, beeinträchtigt zum Nachteil des Versicherten und seiner Angehörigen den von der Sozialversicherung verfolgten gesundheitsfürsorgerischen Zweck, rechtzeitig ausreichende und nachhaltig wirkende Vorbeugungs- und Behandlungsmaßnahmen zu treffen. Der natürliche Zusammenhang von Sozialversicherung und Fürsorge erfordert weiterhin zum Nutzen des Versicherten und seiner Angehörigen ein engeres Zusammenwirken auch der Versicherungs- und Fürsorgeträger. Um diesem Ziele gerecht zu werden, 207