Mannheim
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Zeitschrift für jüdische Wohlfahrtspflege · 1929-05-01 · 3 (Mai-Juni 1929) · p. Seite 163

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Journal
Zeitschrift für jüdische Wohlfahrtspflege
Volume
1 (1929)
Issue
3 (Mai-Juni 1929)
Date
1929-05-01
Page
Seite 163 (sequence 41)
Language
German
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der Uebergang 7.11 voller Selbständigkeit nach der Entlassung wird dadurch erleichtert. Ein Teil der Zöglinge unseres Mädchenheims besucht ebenfalls eine auswärtige Lehre, die übrigen werden in dem kleinen Wirtschaftsbetrieb des Mädchenheims und in den einzelnen Abteilungen des Kinderheims in die häuslichen Künste eingeführt. Das Leben im Mädchenheim spielt sich in sehr gemütlichem Rahmen ab, so daß auch die entlassenen Zöglinge ihre Freizeit sowie ihre Feiertage mit besonderem Vergnügen dort verbringen. Durch häufige Besuche und Briefwechsel sind wir stets über das Wohlergehen unserer früheren Zöglinge unterrichtet und die Jungen und Mädchen haben wirklich das Gefühl, hier ihren Lcbensmittelpunkt zu haben, wo sie in frohen und schweren Lebenslagen Mitgefühl und Hilfe erwarten dürfen. Martha Königshofen Mannheim Das Wohlfahrts- und Jugendamt der israelitischen Gemeinde Mannheim veranstaltete im November und Dezember 1928 eine öffentliche Vortragsreihe über spezifische Probleme der jüdischen Wohlfahrtspflege. Die Vortragsreihe hatte den Zweck, die im Mittelpunkt unserer gegenwärtigen Not und unserer gegenwärtigen fürsorgerischen Aufgaben stehenden Fragen herauszuarbeiten. So stellte sie an den Beginn die Referate über „Gebiet und Grenzen freier Wohlfahrtspflege" von Frau Mia Netcr und „Das deutsche Ausländerrecht" von Rechtsanwalt Dr. Simon, um daran anschließend die jugendfürsorgerischen Probleme in den Referaten von Frl. Dr. Strauß über „Die spezifischen Probleme jüdischer Jugendwohlfahrtspflege'' und über „Erziehungs- und fürsorgerische Maßnahmen im Klcinkindesalter" von Frau Direktor Grünbaum zur Sprache zu bringen. Die abschließenden Erörterungen galten der „Anstaltsfürsorge für körperlich und geistig Gebrechliche", Referat von Dr. Moses, und dem Problem „Beruf und Ehrenamt in der sozialen Fürsorge", Referat von Dr. Eppstein. Die einzelnen Vorträge versuchten, entsprechend dem Ausschnitt aus dem Gesamtkomplex fürsorgerischer Fragen, dem spezifischen Wesen unserer jüdischen Not und den Maßnahmen zu ihrer Abhilfe gerecht zu werden. Den Abschluß der Vorträge bildete eine Veranstaltung des Mannheimer jüdischen Sprechchors in Form einer Kundgebung, die die theoretisch aufgezeigten Probleme der Not einer ergriffenen Zuhörerschar in künstlerischer Gestaltung vor Augen führte. Umschau Jüdische Sozialarbeit Ergebnis einer Rundfrage über ärztliche Versorgung in jüdischen Anstalten Die Z. W. St. hat eine Umfrage veranstaltet, um festzustellen, in welcher Form und in welchem Ausmaß unsere jüdischen Wohlfahrtsanstalten ärztlich betreut werden. Das Ergebnis dieser Umfrage, welches sich auf Alters- und Siechenhäuser, Waisen- und Erziehungsanstalten, Mädchenheime, Erholungsheime für Erwachsene und Kinder sowie die Einrichtungen der halboffenen Fürsorge (Krippen, Kindergärten und Horte) erstreckt, ergab folgendes: I. Alters - und Siechenhäuser. Von 31 Anstalten, die die Fragebogen beantworteten, stehen 24 unter 163

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