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Zeitschrift für jüdische Wohlfahrtspflege · 1929-01-01 · 1 (Januar-Februar 1929) · p. Seite 30

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Journal
Zeitschrift für jüdische Wohlfahrtspflege
Volume
1 (1929)
Issue
1 (Januar-Februar 1929)
Date
1929-01-01
Page
Seite 30 (sequence 32)
Language
German
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Ausbildungszeit erfordert, kann leicht eine Ueberfüllung zur Folge haben, die für jüdische Bewerber zu besonders großen Schwierigkeiten führen kann. Man wird den Arbeitsmarkt genau beachten müssen, um im geeigneten Zeitpunkt die Entschließungen den Verhältnissen anzupassen. Die bisherigen 19 Stipendiatinnen widmeten sich folgenden Berufen: 8 Wohlfahrtspflegerinnen davon 2 Jugendfürsorgerinnen 2 Gesundheitsfürsorgerinnen 1 Haushaltungsschullehrerin 1 Jugendleiterin 1 Jugendheimpflegerin 1 Säuglingspflegerin 3 Kindergärtnerinnen 1 Hortnerin 2 Heilpädagoginnen Ihrer Herkunft nach verteilen sich die Stipendiatinnen auf: Berlin, Breslau, Duisburg, Elberfeld, Kattowitz, Lüdenscheid, München, Danzig, Wien, Zolynia bei Landshut, Kaiisch (Polen), Pinsk, Suchowola (Rußland). Auf dem Wege, jungen Menschen Hilfe für ihre Berufsausbildung zu gewähren, wird der W.A. fortschreiten müssen, nachdem die reichen Stiftungen in Preußen, die für diese Aufgabe, namentlich für die Unterstützung von Studierenden, bestimmt waren, dem Kriege zum Opfer gefallen sind, und manche Vereine, die sich das gleiche Ziel gestellt hatten, sich aufgelöst haben. Ob die Zahl der jüdischen Studierenden gegenüber der Vorkriegszeit prozentual zu- oder abgenommen hat, läßt sich bei dem Mangel an einer konfessionellen Reichshochschulstatistik nicht entscheiden. Es scheint, als ob die Zahl der männlichen Studierenden prozentual abgenommen hat, sicher ist, daß die Zahl der studierenden Frauen stark gestiegen ist. Darüber wird Einigkeit bestehen, daß der Besuch einer Hochschule nicht das Vorrecht der Begüterten werden darf. Gerade aus den ärmeren Familien sind oft genug die geistigen Führer des Judentums hervorgegangen. Die starke Inanspruchnahme der 30

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