Zeitschrift für jüdische Wohlfahrtspflege
- Journal
- Zeitschrift für jüdische Wohlfahrtspflege
- Volume
- 1 (1929)
- Issue
- 1 (Januar-Februar 1929)
- Date
- 1929-01-01
- Page
- Seite 29 (sequence 31)
- Language
- German
- Belongs to
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<ltii Ihh IhI Iii («>, Nun Ii« im . I (Iii imi luvt l'Vi it'iilii'im NtHili(tum>i , i^h l)erg. 7. Erziehungsanstalten. Taubstummenanstalt-Berlin, Ahawah-Berlin. 8. Organisationen fOr außerdeutsches Hilfswerk. Hilfsvercin der deutschen Juden. — Ort. In der nächsten Zeit wird der W.A. der Begründung von Jugendheimen in einzelnen Gemeinden seine besondere Aufmerksamkeit zuzuwenden haben. Dieser Aufgabe soll die geplante Sammelanleihe, die anfänglich nur für den Bau und die Erneuerung von Synagogen, für die Anlage oder Wiederherstellung von Friedhöfen gedacht war, zugutekommen. Außer den Subventionen für Organisationen und Anstalten hat der W.A. einen Fonds für Beihilfen zur sozialen Ausbildung gegründet. Das Ziel, das ihm vorschwebte, war, für die jüdisch-soziale Arbeit einen gut geschulten Nachwuchs heranzubilden. Die Loslösung der Frauen und Mädchen von den rein geistigen oder kaufmännischen Berufen und ihre Heranführung an eine dem weiblichen Geschlecht besonders angepaßte mütterliche und fürsorgliche Tätigkeit erschien als eine Forderung, deren Erfüllung dem Landesverbände um deswillen obliegt, weil die Berufsumschichtung unstreitig zu seinen Pflichten gehört. Ein solcher Fonds bestand schon bei der Zentralwohlfahrtsstelle, aber der W.A. mußte eine andere Methode der Verteilung befolgen. Während die Zentralwohll'ahrlsstelle im Jahre 1926 an 45 Frauen und Mädchen ergänzend Zuschüsse vergeben und dafür 4400,— RM aufgewendet hatte, so daß auf jede Stipendiatin ein Durchschnitt von nur etwa 100,— RM entfielen, hat der W.A. die Zahl derjenigen, die Stipendien empfangen haben, stark verringert, aber die Beiträge erheblich erhöht. Eine Stipendien-Kommission wurde eingesetzt, der solche Persönlichkeiten angehören, die die Ausbildung der Mädchen und Frauen teils selbst leiten, teils in persönlicher Fühlungnahme mit ihnen stehen. Aus dem Fonds werden selbstverständlich auch solche Mädchen bedacht, die außerhalb Berlins ihren Unterricht erhalten. Im ganzen sind bisher 12 500,— RM vergeben worden. Es soll nicht verkannt werden, daß die Gewährung von Stipendien eine gewisse Gefahr in sich schließt. Gerade der Beruf der Sozialbeamtin, der eine vergleichsweise kurze 29