Kokhve Yitsḥaḳ
- Journal
- Kokhve Yitsḥaḳ
- Volume
- 2 (1846)
- Issue
- 6 (1846)
- Date
- 1846-01-01
- Page
- Seite 105 (sequence 91)
- Language
- Hebrew, German
- Belongs to
- journal issue
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105 ten Weisung aber nur יס אומריס gesagt wird, da deutet es darauf hin, daß der Minhag nicht allenthalben und überall ungetheilte Aufnahme gefunden. So z. B. in Krakau, wo der R. M. JsserlS selbst gelebt und gewirkt, wird dennoch für immer die Trauung in der Synagoge vollzogen. 3. Finden wir im n״)c יןרה דעה םי׳ ausdrücklich, daß die Trauung im Tempel geschehen kann. So heißt es: .אנל ינול ל3רך 3רכת אירוסין ונשואין תחת.המושה שננ״הננם 1,1׳ Auch im!א״הע 3ירז שמואל ל heißt es: גיטין וקידושין רגיליןלעשות ננ״הננס 4. finden wir im Traktate Soferim: כל מנהג שאין לי סמן דארדייתא הוא כטועה 3שקול הדעת ינו׳, Jeglicher Minhag, welcher nicht einen Stützpunkt in der heiligen Schrift hat, ist als Unsinn zu betrachten. Es muß demnach jeder Gebrauch seine, begründete Potenz in biblischen Daten finden. Wo finden wir aber nur die allerfernste Andeutung und Anspielung darauf in der heiligen Schrift, daß die Trauung im Freien geschehen muß? Ja, es leuchtet sonnenklar gerade das Gegentheil daraus hervor. Es heißt: מל,>ני,׳ נשוס דמעה את מז3ת ד' 3ני ואנקה ואמרתם על מה על ני העיד ד' נינו ו3ון אשת נעוריל- אשר 3גדת 3ה ונו׳. Netzet mit Thränen des Weinens und des Jammers den Altar des Herrn, Ihr werdet sprechen! weßhalb? weil hier vor dem Altäre Gott Zeuge deines Bundes gewesen u. s. w. Aus dieser Stelle ist klar zu ersehen, daß die Trauung so wie jeder andere Bund vor dem Altäre geschlossen zu werden pflegte. Sollten aber die Rabbinen blos aüs dem Grunde מוז(זור sein wollen, die Trauung absolut unter freiem Himmel vollziehen zu müssen, שיהיה :רעס ננינני השנדס f» will ich sie auf dieStelle im;"ט"! יורה דעה קי verweisen שאין נח ניד מכתים להחמיר אלא 3מקו0 שאין 13 לא איסור ולא היתר מפורש נקרא א3ל נתקוס שהיתר משורש אין נח נידם להחמיר welches höchst rationell ist. Auch im תום׳ סונה כ״ח heißt es, daß darum nur zuweilen die T^uung.im Freien vollzogen zu werden pflegte, weil oftmals der innere Raum des Tempels zu enge waralle Anwesenden auszunehmen. Lauter apodictische Beweise, daß die Trauung im Freien keine absolute Norm für die Form dieses Aktes ist, sondern eine pure Erdichtung anspiellustiger Rabbinen; die aber nach der Sitte und dem Geschmacks unserer Zeit inetamorphvsirt zu werden verdient. Und wenn schon so manche andere talmudische Witzbolde eine ganz andere Ursache, daß die Trauung nicht im Tempel geschehe, anzugebcn bemüht sind und solche im מוס' קדושין דף wo e& heißt: ״וני אש ה נעזרה להתקדש תנין הרי אין וגילוח שתכנס לשס בדי להתקדש שהוי;,יון הוא ונו," gefunden zu haben glauben; so antworte ich hierauf, daß ,ene nicht wisset,, daß unter להתקדש 3ק,רס die עזרת נהנים gemeint sei! Natürlich ist cs unschicklich in dieser ״;עזיה