Kokhve Yitsḥaḳ
- Journal
- Kokhve Yitsḥaḳ
- Volume
- 23 (1869)
- Issue
- 36 (1869)
- Date
- 1869-01-01
- Page
- Seite 95 (sequence 98)
- Language
- Hebrew, German
- Belongs to
- journal issue
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Eichel, Krochmal, Rappaport. Bloch, Kohn, Frankl u. m., und jede dieser gewandt eingeflochtenen Skizzen bildet einen neuen Farbenschmuck siir das Gcsammtbnd. Der Rundblick in dem Prospectus eine« an Entwickelung, Entfaltung und bildender Umwälzung siir das Judenthum bedeutungsreichen Zeitraumes von länger als einem halben Jahrhundert wird hiedurch uns erweitert und verleiht dem Werke einen unschätzbaren literar- und kulturgeschichtlichen Werth. Wir haben vorläufig kaum das halbe Leben des geschätzten Verfassers erhalten, sehen mit gespannter Erwartung dem Folgenden entgegen, wünschen ihm aber herzlichst, daß zu dessen Abschlüsse ihm noch eine lange Frist gegönnt sein möge. — 4. Pesikta, die älteste Hagada, redigirt zu Palästina von Rab. Kahana. Heransgegeben nach einer in Zefatt vvrgesundenen Handschrist durch den Verein ״Mekize Nirdamim", mit kritischen Bemerkungen, Verbesserungen und Vergleichungen der Lesarten anderer drei Handschrifren in Oxford, Parma und Fez und einer ausführlichen Einleitung von Salomo n Buber in Lemberg. (Lhck, 1668. Selbst- Verlag des Vereins ״Mekize Nirdamim" L. Silbermann.) Dem mit manch schönen Erfolgen gekrönten kritischen Talente so wie dem seltenen Fleiße des Hrn. Buber verdankt die jüdische Literatur schon manche werthvolle gediegene Spende, und ist er dem Lesekreise jüdischeu Schriftthums längst vortheilhaft bekannt. In rüstiger unermüdeter Thätigkeil bietet er diesmal die ans dem Dunkel des Vergessen« hervorgeholte handschriftliche Midrasch-Antiquität, die er mit den wenigen vorhandelten und mit mühevollem jelbstaufopserndem Kostenauswaude aus weiter Ferne Herbeigebollen Manuskripten verglich, um die vollkommen kritische Herstellung eines correcten Textes bestmöglichst zu erwirken. Diese Varianten bilden als Randglossen die schöne Fassung zu dieser schätzbaren literarischen Gabe, so wie die, eine eminente Forschergabe beurkundende Einleitung, über Alter, Ursprung, Verwendung und Antentiziiät der Pesikta, das prachtvolle Portal zu derselben bildet. Wer den zu einer derartigen Arbeit erforderlichen mikrologisch-kritischen Scharfblick und emsigen Bienenfleiß nur einigermaßen kennt und zu wllrdigen weiß, wird Hrn. Buber gerne eine Blume der Anerkennung in den Kranz seine« Verdienstes flechten. So wie wir ihm, der als Chef eines bedeutenden Geschäftes, seine Mußestunden in solch edler gemeinnütziger Weise verwendet und sie auf den Altar der Forschung opfert, für seine gediegene Leistung den Dank und Preis sämmtlicher Freunde der Literatur des antiken Schristthnmes, in ausrichtiger Würdigung freudig votiren. 5. ״Philosophisches aus dem zehnten Jahrhundert. Ein Beitrag zur Literaturgeschichte der Mohamedaner und Juden. Von Leopold Dukes. (Rakel 1868, L. A. Kallmann.) Wir erhalten dieses neue Merkchen de« ob seiner zahlreichen schönen Beiträge zur Geschichte der jüdischen Literatur sehr verdienten rühmlich bekannten Dukes eben vor der Thorsperre, iä 8st, nach Absendung des letzten Manuskriptes zum Abschlüsse gegenwärtigen Hestes in die Presse, so daß uns kaum ein Moment zu oberflächlichem Einblicke in die treffliche neueste Leistung unseres geschätzten Jugendfreunde« gestattet ist. Doch wenn uns auch vorläufig zur Besprechung des Buches, das eigenlich Seitens