Kokhve Yitsḥaḳ
- Journal
- Kokhve Yitsḥaḳ
- Volume
- 19 (1865)
- Issue
- 31 (1865)
- Date
- 1865-01-01
- Page
- Seite 143 (sequence 144)
- Language
- Hebrew, German
- Belongs to
- journal issue
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— 143 — i aber — mit dem Kranze des s ch ö n sten Erfolges gekrönten Wagniffes. — Wollten wir aber schließlich noch diesen von Abuj ab bloß mit dem Namen einer Errungenschaft oder Bereicherung der ebräischen Literatur bezeichnen, so würden wir jedenfalls mit diese«! Epitheton eine Schmälerung in Bezug auf den totalen Werth dieses Werkes uns zu schulden kommen lassen. Es hat de! Dichter hier nicht blos einen Cyclus kunstgeformter glänzendschönel Verse, wie wir dies seit je an ihm gewohnt und das an und für sich schon eine Bereicherung und Errungenschaft wäre, zu literarische«!: Schmause uns geboten, sondern hat er mit diesem Len Abujah weit Bedeutenderes und Höheres geleistet. Er hat mit dieser ' Ueberdichtung des Göthe'schen Faust, zu dessen ebenbürtigem Dop' j pelgänger er mit glücklichem Griffe den Ken Abujah stempelte, die Macht der Tragweite des leider so kargbcdachten ebräisches Sprachschatzes erweitert und dessen weithin sich erstreckend: viel' , seitige Verwendbarkeit auf das löblichste und dankenswchrteste manifestirt. Er hat durch das von ihm mittelst Meistergrifsel cntworfene und ausgeführte Kunstbild es praktisch dargethan, daß, so wortarm auch die ebräische Sprache ist, sie doch — um mit Heine zu Sprechen — auch Göttliches oder Göthe'sches zu schaffen reich genug sei — wenn auch deren Priester und Bannerträger zumeist der Armuth verfallen. In diesem Sinnt dürfte ihm auch ein Dankesvotum für die W ah l seines Stoffes gezollt werden. — Und so scheiden wir denn von ihm mit dem aufrichtiges Wunsche, daß der Reichthum der Sprache, welchen er mit de^ Zauberruthe seines schönen Talentes in diesem Werke zu Tag^! gefördert, auch ih m durch dasselbe — Reichthum bringen möge׳!