Kokhve Yitsḥaḳ
- Journal
- Kokhve Yitsḥaḳ
- Volume
- 19 (1865)
- Issue
- 31 (1865)
- Date
- 1865-01-01
- Page
- Seite 144 (sequence 145)
- Language
- Hebrew, German
- Belongs to
- journal issue
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144 Da9 Hohe»Lied. Nach einer neuen Eintheilung des Textes metrisch übersetzt von S. Horowitz. (Wien, bei Gerold'S Sohn, 1863.) ' Der Herr Uebersetzer dürfte dem Lesekreise dieser Blätter aus früher,« Heften dieses Werkes, als fleißiger und tüchtiger Mitarbeiter,; bereits vortheilhaf: bekannt sein.. Auch er zählt zu denjenigen, die ihr erstes Debüt im Gebiete der Oeffentlichkeit, in unsrem Institute antraten und die spcher, wie Rubin, Bacher, Boß,!Winkler, Rabener, Mondschein,, Weiß-! M a n n, F i s ch e r u. m., mit mehrcm oder minderm Erfolge!als s e l b st st ä n d i g c Schrifstellcr auftraten, und die seitvWi! als genannte und bekannte Bannerträger der cbräischen Literatur!ihren Posten aussüllen.^Mit einem freundlichen ״Glückauf!" be-!grüßen wir auch ihn, als solchen, in inniger Theilnahme, indem wir seinem literarischen ErstlinZsProducte ein herzliches Willkom- | Men zurufen. Ferne davon, unserer Kompetenz eine Entscheidung zuzutrauen, ob und daß unter den vielfachen und vielseitigen erotischeu, symbolischen und mysteriösen Deutungen, denen das Hohelied bereits anheinigefallen, die Idee, eine dramatische Idylle daraus zu formen, eben die glücklichste sei, können wir Hrn. Horowitz!denn doch das Berdienst, eines von so manchem gelungenen!exegetischen Griffe begleiteten, auf ernstes Studium hindcutendcn und erfolgbegünstigten Schaffens nicht absprechen. Es ist das Hohelied eine in den Schachten des Orientes Vorgefundene Lieder- Mosaik, ein Kranz morgenländischer Sangesperlen. Wenn nun der Nagezahn der Zeit im Laufe von Jahrtausenden schonungslos i» der Symmetrie der Schnüre Lücken gebrochen, so bleibt die! kritischbegründende Constattirung oder Nachweisung einer Absenz!derselben doch immerhin ein l o b e ns- und d ank enswe hrt es!Verdienst. In diesem Sinne reichen wir auch Hrn. Horowitz ׳gerne die Palme der Anerkennung, so wie für manch Treffliches, das er in den Noten uns geboten und indem wir nur noch beiläufig erwähnen, daß wir dieses Werkche» bei seinem gegenwärtigen Austritte in die Oeffentlichkeit, ganz so wie im I. 1860, wo es zur Durchsicht uns vorlag, fanden, und wir ermunternd zu deffen Herausgabe uns aussprachen, — scheiden!י»« von dem bescheidenen Verf. mit dem Wunsche, ihn noch oft Ms diesem Felde als rüstigen Arbeiter zn begegnen!