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Kokhve Yitsḥaḳ · 1856-01-01 · 21 (1856) · p. Seite 84

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Kokhve Yitsḥaḳ
Volume
11 (1856)
Issue
21 (1856)
Date
1856-01-01
Page
Seite 84 (sequence 85)
Language
Hebrew, German
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sprechend, unser anerkennendes Urthetl beigegeben, können es un« aber demungeachtet nicht versagen, demselben 'im CycluS der Novitäten den Kranz der wohlverdienten Würdigung zu reichen. Hr. M. Boß ist ein wahrhaft tüchtiger und achtenswerther Forscher und Arbeiter im Gebiete unserer heiligen Literatur; und ein stolzes erhebendes Selbstbewußtsein sagt un« auch hier, daß wir nicht wenig zur Aneiserung »nd Förderung »eines gedeihlichen Sterbens mit göttlicher Hilfe beigctragen. Wir kennen ihn seit der Begründung unseres heiligen Institute«; mit herzinniger Lheilnahine und Hingebung schloß er sich »och kindlich un« an, und mit der Sorgfalt eine« Baterauge« beobachtete» »vir sein »listiges, unermüdliches AnfwärtSschreiten und Ginporkommen, und freudig begrüßen wir da« Grstlingsprodukt seines selbstständigen öffentlichen Auftretens. Der cbräische Styl des Hrn. Boß ist von vorzüglicher Gediegenheit, und ist seine Prosa seiner Poesie weit vorzuziehen. Eine besondere Force aber hat er im Epigramme, einem bisher in unserer Literatur noch so karg bebauten Felde — von der er in den Kochb« Iizchak bereits so viele und wahrhaft schöne Proben abgelegt. In diesem Werke bringt er zweihundert neue vor das Forum der Oeffentlichkeit; und wahrlich diese geistreich ergötzenden Kinder seiner schönen Muse können ihrem Vater nur Ehre bringen! Mögen sie hicniit allerbeste»- empfohlen sein, und ihn» Vortheile bringen, daß er rüstig sortwirken könne und »vir ihn bald wieder begegnen! (Das Werk ist auch beim Red acteur um 3V kr. CM. zu beziehen.) 6. „Inschriften" dealten jüdischen Friedhöfe« in Wien. Beitrag zur AlterthuniSkunde Oesterreichs. Von De. Ludwig August Frankl. (Wien bei della Torre 1855.) Unser innigst verehrter Freund, der rühmlichst bekannte Frankl, hat mit dieser schätzenSwürdigen Spende dem Dichterkranze, der längst sei» Haupt umwindet, nun noch'den Kranz des Verdienste« uin die vaterländische AlterthuniSkunde im Allgemeinen und die des Judenthnm« insbesondere hinzugcfügt, und nebstdem hiemit ein schönes und bleibendes Opfer auf den Altar gemüthlich religiöser Pietät Niedergelegt. Wir haben im Vorläufer »ns'reS gegenwärtigen Institute«, im Bikur« Ha«ittim 1844 schon 11 der bedeutendsten und ältesten dieser Epitaph« abgedruekt. Wir sagten in dem denselben vorangehenden Ausrnse Nntcr Andern» Folgendes: „Es war und wird uns in neuerer Zeit oft der ..Vorwurf gemacht, daß wir keine Geschichte, ja keinen Geschichtssinn hätten; nun laßt »in« denn da« Versäumte möglichst nachholen! Laßt «ns ..mit den Deiikniälern der Dahingeschiedenen beginnen! Laßt un« die zer- ..Morschtcn Hieroglyphen unserer Friedhöfe deschifrircn! Laßt un« au« den ..Gottesäckern Saaten historischer Urkunden hervorholen, und au« den Gräbern die Auferstehung der Geschichte herbeiführ«»!" u. s. s. — Dem geschätzten Dichter war e« Vorbehalten, zuerst, wie MoseS, den Stein vom Brunnen des Vergessenzu wälzen, welchen die Hirten, wir meinen die beelenhirten, die wir damals hiezu aufriefen, wegzunehmen sich nicht anschickten. Da« edle, wahrhaft poetische Gemüth hat seine heilige Mission Hier am anerkennen-- und auszeichnungswürdigsten bewährt und beurkun- Htt, indem e« zu de» Grüften der Wemuih Hinabstieg, uin den halbverhall- Hkn Lauten der kalten Steinmonumente zu lauschen, und die verwitterten ^este der werdenden Geschichte zu erhalten. Dem solcher Weise der Dank fiv Spätzeit vor- und aufbehalten, der bedarf unserer Empfehlung für die Gegenwart nicht. Eine verschollene Vorzeit weht ihm Dank au« den Grä. Ar» zu, und -der accreditirte Naine de« Herausgeber« dürste die schönste Garantie für baldige allseitig« Nachahmung bieten.

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