Kokhve Yitsḥaḳ
- Journal
- Kokhve Yitsḥaḳ
- Volume
- 5 (1850)
- Issue
- 13 (1850)
- Date
- 1850-01-01
- Page
- Seite 5 (sequence 6)
- Language
- Hebrew, German
- Belongs to
- journal issue
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5 — sie durch eine winzige, unbedeutende Summe, die sie der Hebung und Förderung der altehrwürdigen, heiligen ebräischen Sprache und Literatur gottgefällig weiheten, ein ewiges, unsterbliches und von der Nachwelt dankbar anerkanntes, literarisches Ehrenmonumeiit sich errichteten. Wir richten diesen hier öffentlich ausgesprochenen fretmüthigen Anklagepunkl weit minder gegen die, ihrer modern!- sirten, hyperaufgeklärten Erziehung nach, der Kenntniß der ebräischeu Sprache und Literatur gänzlich entfremdete und ferne stehende, ganz der Neuzeit angehörende und weder zu Inden noch zu Christen erzogene, jüngere Generation, als gegen jene, die einst, selbst als Junger des Talmuds, diesem Studium oblagen und nun, z» Gelde gekommen, anstatt als Gönner, Freunde und Förderer desselden sich zu bewähren, mit indifferenter, apathischerVerachtung vo» den Erscheinungen in diesem heiligen Gebiete sich abwenden. Doch, warum mit den so vielseitig von Geschäften in Anspruch genom׳ menen und dem Staate doch so vortheilhaften Geldmänner» hadern und rechten, wo die Rabbinen, diese seinsollenden Banner׳ träger des JudenthiimS, diese besoldeten und im Dolee-far-niente versunkenen Kämpfer für die Erhaltung und Verbreitung des «»- umgänglich mit der Kenntniß des Ebräischen verbundenen biblische» Geistes und Glaubens, es während des zweijährigen Bestehens unsres heiligen Institutes, es sattsam und mehr als zur Genügt bewiesen haben, wie wenig ihnen die Erhaltung des allen Natio- »en der Erde altehrwürdigen Palladiums am Herzen liege!! ■־f Es sind seit dem vorletzten Deeeninm gar manche der »euer» Zeit angehörendeMänner von Ruf und Bedeutung, unter schweren Opfer» uud Kämpfen der Gemeinde», zur Bekleidung bedeutender Rabbinatt berufen worden. Haben sie die Erwartungen ihrer mit dem Schweißt ihres Angesichtes sie nährenden Conimunitäten nicht in jeder Be« ziehung von Alpha bis Omega auf das schmählichste getäuscht^ Mit was und wodurch haben diese, zu so vielen Hoffnungen be' rechtigenden Herren, ihre» Eifer, ihre Gluth, ja, nur ihre Wärmt und Regung für radikale Verbesserung und Reform der religiös«» jüdischen Zustände beurkundet und an den Tag gelegt, um den f» vielumfaffenden Namen: Seelenhirten zu verdienen? Habt» sie — 111» nur Eines und zwar das allerwichtigste, bedeutung»' reichste hervorzuheben,—, haben sie, die — wie es dieFolge bishts erwies total unverdient — das Glnek gehabt, nach Universität»', städten versetzt z» werde», es sich angelegen sein lassen, eine, wen», auch noch so kleine Anzahl von talentbegabten mit Vorkenntniffk» ausgestatteten Jüngern, um sich zu versammeln, die einerseits »» der Hochschule ihrer wissenschaftlichen Bildung oblagen, um ihn«» l