Kokhve Yitsḥaḳ
- Journal
- Kokhve Yitsḥaḳ
- Volume
- 5 (1850)
- Issue
- 13 (1850)
- Date
- 1850-01-01
- Page
- [Seite] (sequence 5)
- Language
- Hebrew, German
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 86% known words query
- IRI
…/4785731-4786146-6613252--1152-4786151- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
OCR text
fctn, marktschreienden Pamphleten׳ und Libellen-Krämerin und zur schmähsüchtigen, aufwiegelnden Hephepnnd Plakaten-PaSquillantin entehret, entwürdigt und entheiligt sehen mußte? Wer von un« hat in freudiger GemüthSerhebüng frohlockend nichl empor gejauchzt, >n den allgemeinen Jubelchor 'der Völkerhynine cinstimmend, als der Messiasruf des väterlich huldreichen Kaiserwortes der schwachdollen Bedrückung und Knechtung tausendjähriges Joch von unsrem so unverdient und unverschuldet gebeugten Nacken brach und mit dem langersehnten bräutlichen FreiheitSkranze staatsbürgerlicher Gleichberechtigung, i» großherziger Milde endlich, endlich uns schmückte? — — Bei dem Tosen derartiger, der Staate» Basis und der Reiche Grundpfeiler erschütternder Weltstürme, wo friedliche heimische Auen ju Leichenhügeln sich hinwürgender Kämpfer, blühende, saatenreiche Gefielde zur Schlachtbank, zum Gottesacker gefallener Opfer des Fanatismus und der Himmel ringsum, vom purpurnen Widerscheine schauerlich geröthet, zur blutigen Spiegelfläche geworden; da mußten die schwachfunkelnden Sterne des Liedes und der Sänge erlöschen, die Harfe ZionS verstummen und die schüchterne jungfräuliche Muse der ebräische» Poesie, gleich dem scheuen, flüchtigen Reh, ln das Dickicht der Verborgenheit und dcö Stillschweigens sich flüchten. Dieser, an großartige» Erlebnisse» mit Jahrhunderten wetteifernde, nnserm Gedächtnisse für immer unauslöschlich eingedrägte und ein neues großes Blatt der Weltgeschichte auSfüllendr Moment hat — für uns zwei Jahre gedauert. Ein Moment, gar viel bedeutend und von gar störend schädlichem Einflüsse für, und »ns ein mit unsäglichen Mühen nnd Opfern kaum zu Stande gekommeIeflschwachbegründetes und noch im Keime begriffenes, und an reger, allgemeiner Theilnahme so blutarmes, ebräische« Institut. Mir stehen nun heute wieder wo und wie wir ii» Beginne unsre« heiligen Unternehmens gestanden: allein, ohne sich kundgebende Theilnahme, ohne fördernden Freund, ohne pefnnjäre Mittel, ohne watterielle Stöße; allein, bloS mit unermüdlicher, nie erkaltender Energie, mit dem glühendsten Eifer für den erhabenen Zweck u»> serer heiligen Sache ausgerüstet, einzig und allein auf uns und unsre schwachen Kräfte beschränkt nnd hingewiesen. Woher sollte biese pekunjäre Unterstützung auch kommen? Unsere begünstigten Schooßkinder Fortuna's, wenn sie schon einmal speziell für da« Allgemeine etwa« wirken, begründen sich mit schweren Kosten weit lieber Denkmäler von Holz und Stein, die lange ehe sie noch dem Nagezahn der Zeit, — wie wir die« jüngst erst leider erlebten — ver rohen Wuth bürgerlichbefugter Plünderer — verfallen, als daß