Mannheim
Compact Memory

Kokhve Yitsḥaḳ · 1846-01-01 · 1. Heft (2. Aufl. 1847) · p. Seite 66

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Kokhve Yitsḥaḳ
Volume
1 (1845)
Issue
1. Heft (2. Aufl. 1847)
Date
1846-01-01
Page
Seite 66 (sequence 66)
Language
Hebrew, German
Belongs to
journal issue
OCR quality
91% known words query
IRI
…/4785731-6731297-4785733--0069-4785800
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

No entity mentions on this page.

OCR text

66 dieser Prüfung ihre Wahrheit, und folglich ihre Vervflichtungskraft hervorgehe, dann würde sich die Religionslehre aller Posinvität begeben, d. h. eben nicht sein. — Sie stelle» daher das Gehorsamsprinzip auf. Es ist GotteS Wille, Gott hat es befohlen und angeordnet. Dies außer aller Diskussion gesetzte Postulat angenommen, gibt jedem Gebote der Thora die höchste Gerechtigkeit und verpflichtende Kraft. ״Im Kreise des Judenthums soll die göttliche Lehre der Boden sein, auf dem dein Geistesleben erblühe, nicht aber umgekehrt: Aus deinem Geistesleben erst der Boden hervorgehen, auf dem ein göttliches Gesetz seine Stätte finde" hat in dem Geiste einer der ersten Theologen unserer Zeit gelehrt. ת״ח אל יפסיע פסיעה גסה׳ דאמר מר פסיעה גסה ׳ נוטלת אחד מחמש מאות ממאור עיניו של אדם ומאי תקנתיה׳ לחדר ליה בקדושא רפי שמשא. (3רנות ד!> ״•נ.י ״Der Forscher mache keinen zu schnellen Schritt; denn der zu schnelle ״Schritt nimmt einen großen Theil von dem Lichte deS menschlichen ״Auges; und wodurch wird dem vorgcbeugt und abgeholfen? Durch die ״Weihe (הרר Weihe, Würde) der ״Heiligung" am Sabbathbeginn. Der Sabbath, als ein dem Nachdenken ut16 der Heiligung gewidmeter Tag, hat so zu sagen drei diesem Zwecke sinnig entsprechende Attribute; das Lieh tan zünden, d i e Heiligung und das D o pp elbrod. Das Zünden der Lichter symbolisirt die Erleuchtung des Geistes durch ein thätiges Forschen im Gebiete der Wahrheit. Die Heiligung erinnert an die Veredlung und Heiligung des Herzens und der Sitten, durch die Weihe der Gläubigkeit, daß 'jedoch die Erleuchtung mit der Heiligung, nicht die eine ohne die andere, unzertrennlich vereint seien, verbildlich das Doppelbrod. — Reiche dem Herzen sein Brod und seine Nahrung, doch verabreiche zugleich dem Geiste sein Brod und seine göttliche Kost! Erleuchtung ohne Heiligung, sagen auch die Weisen, Licht ohne Glauden, der Geist des Verstandes, ohne den Geist der Frömmigkeit; der Fortschritt im Gebiete der Kultur, ohne fromme, gläubige Wärme und Begeisterung wird und kann nie segenreich sein. Bildung artet in Verbildung aus, Klugheit in Klügelei, und aus dem Lichte, das das Auge kräftigen und erquicken sollte, wird ein unheiliger Flimmer und Schimmer, der es blendet, und krank macht; so nicht dieser große und schnelle Schritt im Felde des Forschens, in frommer Weihe und unter Heiligung eines gläubigen Gemüthes geschieht. ״Stärket euer Herz, und dann schreitet fort!" ist ein nicht genug zu beherzigender Sah. Es stellt sich dem Forscher ein so gewaltiges Heer verführerischer

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.