Kokhve Yitsḥaḳ
- Journal
- Kokhve Yitsḥaḳ
- Volume
- 1 (1845)
- Issue
- 1. Heft (2. Aufl. 1847)
- Date
- 1846-01-01
- Page
- Seite 39 (sequence 39)
- Language
- Hebrew, German
- Belongs to
- journal issue
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39 Als minder wichtig werden nachträglich noch folgende zwei Punkte vorgeschlagen : 1. Das sogenannte Kränzchen, welches »ach vollzogener Beschneidung angewendet und umgebunden wird, um jede Reibung zu verhindern, möge früher den betreffenden Partheien zugestellt werden, damit allenfalls die Apperhensiven es mit einem beliebigen Stoffe selbst überziehen können, um den Forderungen der Reinlichkeit und selbst des Luxus zu genügen. 2. Bleibt cs jedem unbenommen, zu mehrerer Sicherheit das beuöthigke neue, feine und wohl ausgekochte Schwämmchen selbst besorgen zu dürfen. Beilage Litt. V ist im Urtexte ebräisch; Beilage Litt. k. folgt hier wörtlich: Erklärung. Nachdem Herr I>r. Werth eim in Beziehung auf den Beschneidungsakt israelitischer Knaben, und Behufs einer deßhalb zu veranlassenden, höchst wünsstienswerthen Veränderung, an uns Endesgefertigten die zwei folgenden Fragen kollegialisch gerichtet hat, nämlich: 1. Ob wir mit ihm der Meinung seien, daß bei dem B-schneidungsaktc der israelitischen Knaben das Saugen und Schöpfen der frischen Beschneidungswunde mittelst der Lippen des Operateurs und das Besprengen derselben mit Wein aus seinem Munde, nicht allein nicht noth wendig, nützlich und zweckmäßig, sondern vielmehr entbehrlich, und selbst verwerflich sei, und 2. ob wir gleichfalls die Ansicht theilen, daß das Bestreichen des zur Abtragung der Vorhaut erforderlichen Bistous mit reinem Oltven- oder Mandelöl unmittelbar vor dem jedesmaligen Gebrauche desselben geeignet sei, die Schärfe des blutigen Eingriffs zu mildern? So erklären wir in vollkommener llebereinstimmung mit dem Geiste, und selbst den uns unterlegten Worten des Fragestellers: sck xrimum. Das Bespritzen der frischen Beschneidungswunde mit Wein, so wie das Saugen und Schöpsen derselben mittelst der Lippen des Operateurs, betrachten wir einerseits als unnöthig, nutzlos, unzweckmäßig und ekelhaft, andererseits aber sogar als verwerflich, weil dieses Berfahren unter manchen Umständen allerdings geeignet ist, gewisse Krankheiten des Operateurs möglicher Weise auch auf den Säugling zu übertragen. Ein gelindes Andrücken der Wunde mittelst eines in kaltes, in warmes Wasser, oder nach Ersorderniß selbst in Wein getauchten Schwämmchens ist zweifelsohne anständiger, und sattsam genügend, das Maß der Blutung zu regeln, d. h. es nach Umständen zu begünstigen, oder zu mäßigen.