Bikkūrē hā-'ittīm
- Journal
- Bikkūrē hā-'ittīm
- Volume
- 1824 - תקפ״ה
- Date
- 1824-01-01
- Page
- Seite 24 (sequence 186)
- Language
- Hebrew, German
- Belongs to
- journal volume
- OCR quality
- 90% known words query
- IRI
…/4782723-4783713--1176-4783900- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
OCR text
( 24 ) E zeigt sich besonders das Eigcnthümliche der ebräischen Poesie. Die Bilder sind zwar kühn, und kolossal, aber unausgeführt; ohne geregelte Ordnung, ohne verknü? pfeuden Zusammenhang. Und wie wäre eö auch ander-, möglich? sobald der Gedanke des Dichters auf Gott zuruckgeführt wurde, lag das ganze Universum vor sei« ncn Augen. Zeit und Raum entschwanden seinem Blicke; der cpaltirte Geist konnte die Fülle der zuströmendcn Bilder nicht fassen, und in chaotischer Verwirrung vermengten und durchkreuzten sich die Erscheinungen; wie konnte man daher Klarheit und Deutlichkeit erwarten?— Und aus diesem Grunde besteht ein Hauptbcstandtheil der ebräischen Poesie in ^>22 (die Wiederholung Eines Begriffes mit verschiedenen Worten.) Der hochbegeisterte Dichter, sich wohl bewußt, daß ersieh nicht rein ausgesprochen habe, ringt nach Deutlichkeit; allein sein überschwengliches Gefühl erlaubt ihm selten mehr, als das schon Gesagte, nur mit anderen Worten zu wiederholen. Zur Bestätigung des hier Bemerkten will ich bloß die Beschreibung eines Sturmes als Paralelle der heidnischen und hebräischen Poesie wählen. Man lese wie ' solcher von dem klassischen Virgil im ersten Buche der Acneide so weitläufig, umständlich, und in seinen Ursachen so vereinzelt darge'stellt wird; und vergleiche damit die kraftvolle gedrängte Schilderung in den Psalmen. ») Man wird sie dort vielleicht schöner; hier aber großer finden. — >>) «> Psalm '«7. -ll>. Not«. Stillst in der mit Recht so bochgescyerten Hmuue Psalm >»j, sti'd die Bilder nicht gehörig gesondert »,,d ausgestellt. Die Natnrschonheiten blost oberflächlich, und gleichsam im Fluge nur erhascht. Rur in dem (H>°b — >2 > wo Gott selbst reden» eingcsührl, «Wl