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Bikkūrē hā-'ittīm · 1824-01-01 · 1824 - תקפ״ה · p. Seite 22

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Bikkūrē hā-'ittīm
Volume
1824 - תקפ״ה
Date
1824-01-01
Page
Seite 22 (sequence 184)
Language
Hebrew, German
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( Ü2 ) 4<S fließen, zu dem sie insgesammt wieder zurück strömen, und indem alle Erscheinungen, so heterogen sie auch immer seyn mögen, ihren vereinten Ursprung haben. Und Dieses ist es vorzüglich, was der ebräische» Posie den ihr eigenthümlichen Riesen-Charakter gab. Die kräftige Energie ihrer Ausdrücke, dis gedrängte Einfachheit ihrer Bilder, daS lebhafte, unverlvschbare Colorit ihrer Gemähldo, können von keiner bekannten Sprache, von keiner Nation erstrebt werden. Wenn man es wagen dürfte sich so auszudrücken, so würde man beynahe versucht zu sagen, sie seyso allgewaltig, so unendlich groß, wie daö ewige Wesen, auf das sie jede Anschauung, jede Empfindung hinwciset; und wer mit der göttliche» Muse des Hebräischen so vertraut wäre, wie der heilige Sänger es war, der dürfte mir Recht auörufen: '2 121Ü"I NN.— Die ebräische Poesie steht mit der heidnischen gerade im umgekehrten Verhältnisse. Wenn das Aesthetische der letzteren vorzüglich darin bestehet, das Uebersinnliche zu versinnlichen, so war die Tendenz der Ersteren, das Sinnliche zu verübersinnlichen. Kaum erfaßt der Geist deö ebräische» Dichters eine sinnliche Wahrneh« mung, und wird nach den Gesetzen der Vernunft, auf die Ursache hingeleitet, so taucht seine Seele im Meere der Unendlichkeit unter. Nur der Nähme Gottes: „Jehova" dieses eben durch seiue so bilde r leere Bedeutung, so umfassende, so vollkräftige und gehaltvolle Wort, reißt ihn aus der ganzen Sinnenwelt hinweg. Man bemerke nur, wenn ja manchmal)! dem Dichter unwillkührlich ein Bild von diesem unvorstellbaren Wesen entwischte, wie er es sogleich bereuet, und wieder gut zu machen sucht. Und dieß macht die ebräische Poesie so höchst imposant. Wie göttlich groß sind nicht die Verse:' ->) .-st211>'2 dann t>) .-) LN >s, z. r>) Psalm s>»,

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