Mannheim
Compact Memory

Bikkūrē hā-'ittīm · 1824-01-01 · 1824 - תקפ״ה · p. Seite 21

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Bikkūrē hā-'ittīm
Volume
1824 - תקפ״ה
Date
1824-01-01
Page
Seite 21 (sequence 183)
Language
Hebrew, German
Belongs to
journal volume
OCR quality
90% known words query
IRI
…/4782723-4783713--1173-4783897
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

No entity mentions on this page.

OCR text

N* ( 2, ) «x ruosaischen Religion verlor, um so mehr gewann sie auf der anderen Seite durch die Begriffe der unbeschrankte» Allmacht und untheilbaren Einheit eines einzigen Urwesenö. Die Verbindung des Mannigfaltigen zu einer Einheit ist schon langst als Grundprincip der äsihetischen Schönheit anerkannt. Nun aber ist selbst die ausschweifendste Phantasie als Seelenkraft in so fern den Kriterien der reinen Vernunft untergeordnet, daß sie für jede Vorstellung einen zureichenden Grund fordert. Daher kann in der Poesie jener Völker, wo der Polydeiömuö pder auch nur der Glaube an selbstmächtige Geister herrschend war, keine absolute Einheit zu finden sei-n, Denn die Ursachen der verschiedenen Erscheinungen, auf die doch jede Vorstellung immer zurückkommen muß, sind, so wie die -Erscheinungen selbst, sehr verschieden, und stehen höchstens in einer korrespondirenden Verbindung. Aus diesem Grunde mußte die Dichtung der Herden so mahlerisch und beschreibend werden, weil ihnen ein jedes Naturereignis! ein für sich abgeschlossenes Factum war, das ins Detail motivirt und entwickelt werden konnte.-So mußte z. B. bey einem Sturme, Juno die Wolken zusammentreiben, Aevluö die Winde entfesseln, und Neptun die Wellen des MeereS mit dem Dreyzark aufpeitschen. Und sollte sich der Sturm wieder legen, so war es wieder nothwendig, daß Apoll die Wolken zerstreue, Zephyrnö an der Stelle wühtender Winde erscheine, und Neptun dem Meere Stille gebiethe. Freyiich sehr anschaulich, sehr darstellend, aber lauter besondere Gemälde, nur einzelne, vorüberschwebende Bilder. Ein Panorama, wo eine jede Figur nur ein Theil des Ganzen ist, konnte die heidnische Poesie nicht aufstellen. Wie ganz anders aber in der israelitischen Religion : hier hat das unermeßliche Weltall nur eine» einzigen Centralpnnkt, von dem alle Naturkräfte ausl

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.