Bikkūrē hā-'ittīm
- Journal
- Bikkūrē hā-'ittīm
- Volume
- 1824 - תקפ״ה
- Date
- 1824-01-01
- Page
- Seite 21 (sequence 183)
- Language
- Hebrew, German
- Belongs to
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N* ( 2, ) «x ruosaischen Religion verlor, um so mehr gewann sie auf der anderen Seite durch die Begriffe der unbeschrankte» Allmacht und untheilbaren Einheit eines einzigen Urwesenö. Die Verbindung des Mannigfaltigen zu einer Einheit ist schon langst als Grundprincip der äsihetischen Schönheit anerkannt. Nun aber ist selbst die ausschweifendste Phantasie als Seelenkraft in so fern den Kriterien der reinen Vernunft untergeordnet, daß sie für jede Vorstellung einen zureichenden Grund fordert. Daher kann in der Poesie jener Völker, wo der Polydeiömuö pder auch nur der Glaube an selbstmächtige Geister herrschend war, keine absolute Einheit zu finden sei-n, Denn die Ursachen der verschiedenen Erscheinungen, auf die doch jede Vorstellung immer zurückkommen muß, sind, so wie die -Erscheinungen selbst, sehr verschieden, und stehen höchstens in einer korrespondirenden Verbindung. Aus diesem Grunde mußte die Dichtung der Herden so mahlerisch und beschreibend werden, weil ihnen ein jedes Naturereignis! ein für sich abgeschlossenes Factum war, das ins Detail motivirt und entwickelt werden konnte.-So mußte z. B. bey einem Sturme, Juno die Wolken zusammentreiben, Aevluö die Winde entfesseln, und Neptun die Wellen des MeereS mit dem Dreyzark aufpeitschen. Und sollte sich der Sturm wieder legen, so war es wieder nothwendig, daß Apoll die Wolken zerstreue, Zephyrnö an der Stelle wühtender Winde erscheine, und Neptun dem Meere Stille gebiethe. Freyiich sehr anschaulich, sehr darstellend, aber lauter besondere Gemälde, nur einzelne, vorüberschwebende Bilder. Ein Panorama, wo eine jede Figur nur ein Theil des Ganzen ist, konnte die heidnische Poesie nicht aufstellen. Wie ganz anders aber in der israelitischen Religion : hier hat das unermeßliche Weltall nur eine» einzigen Centralpnnkt, von dem alle Naturkräfte ausl