Jüdischer Almanach
- Journal
- Jüdischer Almanach
- Volume
- 5682 - 1921/22
- Article
- Theodor Herzl, Der Palästina-Aufbauplan in seinem Roman: Altneuland
- Date
- 1921-01-01
- Page
- Seite 124 (sequence 23)
- Language
- German
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über Menfehen und Material überfichtlich disponieren. Jetzt gab es jeden Tag Landungen von fünfhundert, taufend, Zweitausend Einwanderern in den verschiedenen Häfen von Jaffa bis Beirut. Am Tage nach der Ankunft wurden sie schon weiterdirigiert, ohne Verzug an die Arbeit. Für die Eisenbahnlinien allein waren zehntaufende von Männern erforderlich. Andere zehntaufende für die Errichtung der öffentlichen Gebäude unserer neuen Gesellschaft: Betriebsämter, Verwaltungsstellen» Schulen, Krankenhäufer und fo weiter. Die Ausführung war kein Kunftftück wenn nur der Plan fo fest stand, wie es bei uns der Fall war. Für die Arbeit an Wegen, Eisenbahnen und anderen öffentlichen Bauten bekamen untere Arbeiter nicht nur den Lohn ausgezahlt, fie erwarben auch Anspruch auf die spätere Kolonifierung. Der Mann, den wir vom Hafen weg zu den verschiedenen Arbeiten kommandiert hatten, tollte bis zum Herb ft bereits das für ihn inzwischen hergestellte Haus in einer Kolonie beziehen und feine Familie zu sich rufen können. Die Sache war, wie getagt, sehr einfach, es mutzte nur ein Plan da fein. Die Militärverwaltungen der grotzen Staaten hatten im neunzehnten Jahrdundert viel schwierigere Aufgaben gelöst. Es ift eigentlich schon unbescheiden, datz ich unter Werk mit solchen Leistungen vergleiche. Wir hatten bis zum Herb ft nur eine halbe Million Menschen anzufiedeln und bis dahin war eine erste Ernte zu gewärtigen. Die Heeresverwaltungen des vorigen Jahrhunderts mutzten Millionen Menschen versorgen, möglicherweise in Feindesland, jedenfalls in einer Zeit allgemeiner 124