Jüdischer Almanach
- Journal
- Jüdischer Almanach
- Volume
- 5682 - 1921/22
- Article
- Theodor Herzl, Der Palästina-Aufbauplan in seinem Roman: Altneuland
- Date
- 1921-01-01
- Page
- Seite 123 (sequence 22)
- Language
- German
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Sommerweizen, Gerfte, Hafer, Hais, Rüben anzubauen i ft gewiß keine Kunft. Hier gab es jedoch allerlei Schwierigkeiten. UHr mußten mit dem widerspenstig gewordenen Boden ringen. tüir hatten die modernsten Hittel und den zähesten Ulillen, wir haben den Boden besiegt, und er ward unter Freund. Die Organisation war die Hauptsache, und die hatten wir schon uor der Mobilifierung fix und fertig. Der Arbeitstag der Leute, welche uon der neuen Gesellschaft abhingen, hatte nur sieben Stunden, aber es waren Stunden voll konzentrierten Gifers. Die einen machten Ulege, die anderen gruben Kanäle, die dritten laten Steine aus den Feldern, die der elektrische Pflug furchen tollte, die vierten bauten Häuter, die fünften pflanzten Bäume, und to weiter. Und jeder wußte, daß er für alle arbeite und alle für ihn. Singend zogen fie zur Arbeit und singend kehrten sie in ihre Lager zurück. Und es war ein rascher Frühling in diesem Ulerden, wie man es in der Natur sieht, wenn die dürren Bäume plötzlich zu grünen anfangen. Und jeder Tag machte die erworbene Geschwindigkeit unteres Fortschrittes wachten. Ich hatte uor allen Dingen das Telegraphen- und Telephonnetz zu legen begonnen. Dem allgemeinen Uerkehr konnte es natürlich nicht gleich dienen, unterer Verwaltung diente es fehr bald. Von Haifa strahlten die Leitungen längs den Hauptlinien unterer Arbeit aus. Gin Telegraphist fuhr in einem der Begleitwagen immer hinter mir her, und der Anschluß an mein Bureau in Haifa, somit auch an die Londoner Zentrale, war schnell hergestellt. Gin guter Nachrichtendienst war mir natürlich immer das IVichtigfte. Nur to konnte ich 123