Jüdischer Almanach
- Journal
- Jüdischer Almanach
- Volume
- 5682 - 1921/22
- Article
- Theodor Herzl, Der Palästina-Aufbauplan in seinem Roman: Altneuland
- Date
- 1921-01-01
- Page
- Seite 121 (sequence 20)
- Language
- German
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£s waren keineswegs Juden allein. Anfänglich waren sogar die Nichtjuden überwiegend. Bei der Erledigung der Anfragen Netzen wir uns uon keiner Rückficht auf Nationalität oder Konfeffion leiten. Jeder, der den Boden Israels bearbeiten wollte, war uns willkommen. Xlnfer technisches Bureau und das Sekretariat lieferten alle gewünschten Angaben gewissenhaft. Natürlich zogen auch wir, bevor wir uns mit dem einzelnen tiefer einliehen, Erkundigungen über feine Vertrauenswürdigkeit ein. Den “Würdigen vermittelten wir alle denkbaren Erleichterungen unentgeltlich. Die Unternehmer, die sich an uns wendeten, mutzten auch weniger Lehrgeld zahlen als anderswo. Denn fie erfuhren von uns, auf welchen Punkten eine übermäßige Konkurrenz bereits tätig war oder sich vorbereitete. 6s lag im Interesse der neuen Gesellschaft, daß alle Unternehmungen, die sieh ihr anfchloffen, auch gediehen. Darum bedienten wir die freien Unternehmer, als hätten fie untere eigenen Angelegenheiten besorgt. Aus diesen Anfragen und Antworten des Londoner Sekretariats entwickelte sieh allmählich unter Departement für Arbeits- und Unternehmungsstatistik. Dem haben wir unendlich viel in unterer Volkswirtschaft zu verdanken. Wir konnten dadurch den jetzigen Zuftand erreichen: eine Freiheit ohne wahnsinnige Überproduktion, eine Ordnung ohne Druck auf den einzelnen. Den tiefsten Eindruck machten auf mich die Ratschläge der Künstler, offenbar weil ich selbst keiner bin. Im Praktischen war ja nur ein bißchen gesunder Menschenverstand nötig, um die Dinge, die es anderswo schon gab, auf untere