Jahrbuch für Israeliten
- Journal
- Jahrbuch für Israeliten
- Volume
- 21 auf das Jahr 5624 -1864
- Date
- 1863-01-01
- Page
- Seite 121 (sequence 138)
- Language
- German
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121 I in das Hebräische, welches die allgemein verständliche Sprache des Iudenthums immer gewesen und über spätere Jahrhunderte hinaus auch geblieben ist, übertragen, haben in der Geschichte des jüdischen Schriftthums durch diese Uebersetzungsthätigkeit einen wichtigeren und glänzenderen Ehrenplatz eingenommen, als durch ihre eigenen selbstftändigen hebräischen Werke, oder als irgend welche Schriftsteller zweiten Ranges in jenen Zeiten. Mit den jüdischarabischen Schriftthümern von dem zehnten Jahrhundert an bis zu Ende des dreizehnten waren bekanntlich Anfang und Ende der herrlichsten Epoche der geistigen Kultur des jüdischen Mittelalters bezeichnet, und diejenigen, welche für die Erhaltung dieser Geistesschätze zur Nacheiferung und geistigen Erhebung in späteren weniger glücklichen Jahrhunderten gesorgt haben, verdienen zumeist die strahlende Ehrenkrone der Urheber. Aber nicht nur, daß wir ohne die Taboniden keine religiös-philosophische Literatur gehabt hätten, da ohne Emu not we-Deot,Kusari,MoreNebuchim, Olam Kat an von I bn Z adik wir uns eine solche nicht vorstellen können, hätten wir ohne sie auch keine Ethik, wie CHobot Ha-Lebabot, Ibn-Gebirols Tikkun-Middot ha- Nefesch und Mibchar Ha-Peninim, Maimuni'sacht Abschnitte ethischen und psychologischen Inhalts, keine grammatischen und Lexicalischen Arbeiten von Ibn-Gannach, keine Monographien von Maimuni dogmatischen oder medicinischen Inhalts, wie Sefer Ha-Mizwot, Sendschreiben an die Gemeinden von Lunel und Montpellier, Maamar Techiat Ha-Metim, Abhandlung über die Grundelemente des Glaubens als Commentar zu Kapitel 11 von Sanhedrin, die zahlreichen medicinischen Werke u. s. w., so haben sie auch noch den größten Theil der arabischen Literatur auf dem Gebiete der Logik, Mathematik, Astronomie, Philosophie und Medicin durch ihre Uebersetzungen ins Hebräische vermittelt und der späteren Entwickelung zugeführt. Noch be-