Jahrbuch für Israeliten
- Journal
- Jahrbuch für Israeliten
- Volume
- 21 auf das Jahr 5624 -1864
- Date
- 1863-01-01
- Page
- Seite 45 (sequence 62)
- Language
- German
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Wettsonach um >en. einer - dann Mll- )uden n eine hvolle tarnest vor apitol Muß Mer us der Dann , und dieser Rom Set. Tage den >affen - 45 — Volk und seine Auslegung verdammen wir. Man hat zu der Stelle, wo diese Huldigung geschehen mußte, das Grabmal Hadrian's ausersehen, des Kaisers, welcher Jerusalem zum zweiten Male von Grund aus zerstört und die Juden in die Sklaverei verkauft hatte, — den sie eben so haßten wie den Kaiser Titus. Spott und Hohn der zuschauenden Römer arteten bald in solche Mißhandlungen aus, daß seit dem Jahre 1484 unter dem Papste Innocenz VIII. auf dringendes Bitten der Juden diese Huldigung im Innern der Engelsburg dargebracht werden durfte, bis sie im Jahre 1513 abgeschafft wurde; doch mußten sie von da an einen Theil der Straße, durch welche der päpstliche Triumphzug sich bewegte, mit kostbaren Teppichen und Stoffen ausschmücken. Um auch hierin diese Schmach und Kränkung zu verdoppeln, wurde diese Auflage bald dahin ausgedehnt, daß sie den Triumphbogen des Titus, des Zerstörers Jerusalems, in dieser Weise ausschmücken mußten. Es ist kaum glaublich, was die Juden im Verlaufe dieser achtzehn Jahrhunderte erduldet haben. Wo man auch diese Kraft im Dulden herleiten mag, sie ist eine Thatsache. Vielleicht möchte jede andere Nation unter ähnlichen Verhältnissen in Rom ausgestorben sein, unfähig, eine so grenzenlose Verachtung der Welt zu ertragen, — aber die Juden waren dessen fähig. Ausgeschieden von dem bürgerlichen und staatlichen Verbände der Menschen, blieben sie mit ihnen unvermischt; noch ihre spätesten Enkel stehen unter den Christen der Stadt so fremd da wie ihre frühesten Väter, und ohne Zweifel sind sie jetzt, wo unter den Auspizien des damaligen Oberhauptes der katholischen Christenheit Ciceruacchio selbst Hand mit anlegte, um die Mauern und eisernen Thore des Ghetto niederzulegen, den Römern um Nichts näher gerückt, als sie es zur Zeit des Pompejus waren. Der Papst Paul IV. errichtete das Ghetto, — vordem durften die Juden in Rom wohnen wo sie wollten, doch