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Soncino-Blätter · 1925-01-01 · I. Band 1925-1926 · p. Seite 167

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Journal
Soncino-Blätter
Volume
I. Band 1925-1926
Date
1925-01-01
Page
Seite 167 (sequence 186)
Language
German
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Ausgabe von 1490 B11,1 in zwei Stücke gelchnitten; auch zeigen die beiden gemeinfamen Zierbuchftaben in B n größere Spuren der Abnutzung.. Ganz abweichend von allen anderen Verzierungen hebräifcher Inkunabeln befteht die .Umrahmung des Titels des Buches der Richter B 27,1 in den erften Propheten, Leiria 1494, aus zwei Reihen von nebeneinander geseilten Jilein^n^uajdraw^ Ichmalen Rechtecken. Errrähnliches, awvier Reihen folcher Quadrate beftehendes Ornament findet fich im Anfang des Buches Jofua. Der elegante, die erde Textfeite des Tur Orach Chajjim von 1495 umfchließende Rand B 29,1 zeigt fchon Marke Gebrauchsfpuren - man fehe befonders die obere rechte Ecke - und dürfte fchon vorher anderwärts verwendet worden fein, wenn wir ihn auch einftweilen fonft noch nicht gefunden haben. Die größte Überrafchung bringen wohl die Blätter einer unkommentierten Talmudausgabe B 35 und vor allem B 38, ein Blatt des Index einer fpanifchen Ausgabe von Aaron ha-Cohens Orchot-Chajim, von dem bisher die Florenzer Ausgabe von 1750 als erfte und einzige betrachtet wurde. Bei all den neuen Entdeckungen von Inkunabeln in den letzten Jahrzehnten handelt es fich fall ftets um Ausgaben auch fonft als Inkunabeln vorkommender Bücher,, höchftens daß einmal ein anderer Talmud-Traktat auftauchte n. Diefe Bemerkungen zeigen, wieviel Belehrung uns fchon die bis jetzt erfchienenen fieben .Lieferungen des Thefaifrus bieten. Wenn das Werk vollftändig vorliegen wird, wird es eine neue Epoche in der hebräifchen Inkunabelkunde einführen, freilich auch neue Probleme Hellen. Viele Fragen werden ungelöft bleiben, wenn nicht der glückliche Fund von Blättern mit Kolophons unerwartete Löfung der Rätfei bringen wird". Jedenfalls " bleibt dem Forfcher auf diefem Gebiete noch viel zu tun. — ■ 0 ANMERKUNGEN 1 Die Zahl dürfte gegenwärtig ca. 150 betragen. kuriabeln auf, überfah aber einige damals bekannte; 2 Siehe die vergleichende Tabelle von de Roflls und vgl. JQR. N. S. XI, 98, Anm. 1. Hains Nummern in Freimanns Vortrag: Uber he- ,J Siehe die Trifte unter Typography, vol. XII, bräifche Inkunabeln, S. I, Anmerkung; - p. 334-335. 3 Siehe dort S. VIII, Anm. I und Hebr. Bibliogra- 10 S.38-3odesKatalogs,S.A.ausderRKJ.,XLIX,ioö4. phie XIX, S. 21, Anm. u 7 S. Sonderabdruck aus Jewish Quarterly Review 1 ZentralblattfürBibliothekswefenXI,i894,S.484fr. X|X, 1907, S. 744-750, mit Nachträgen jb. XX, 5 Das Supplement von van Straalen, 1894, ift nicht S. 464-465. immer zuverläffig. 12 36 Seiten, Fol., Sonderabdruck aus BiblioKlia XII c Siehe auch feine Auktionskataloge Kirjath Sefer bis XIII; vgl. auch feinen Artikel: Sulla edizione I—II und Beth ha-Sefer, 1867, 1868, enthaltend principe del Kol-bo, 7 pp. S. A. aus Rivifta Isdie Inkunabeln, die jetzt meift Columbia College, taelitkaJX^ 191[3, p. 1167-173. Früher erfchienen New York^gehören. —ven ihm irr der Rivista Israelitica V, 1908, und fe- 7 Nr. 9-18; vgl. auch feine Arbeit: Über den Einparat drei Artikel: fluß des erften hebräifchen Büchdrucks auf Gl'Incunaboli Ebraici del Collegio Rabbiden Kultus und die Kultur der Juden, Bernico Italiano (8 Seiten - Rivista, p. 25-30). lin 1896. Alcuni ineunaboli ebraici conservati nella 9 Seiten. Sonderabdruck aus dem Zentralblatt für R. Bibliothcca Nazionale di Firenze (6 pp. - Bibliothekswefen, XXI, S. 108-116. F,zählteioiIn- Rivista 110-115). 16- 8

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