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Soncino-Blätter · 1925-01-01 · I. Band 1925-1926 · p. Seite 166

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Journal
Soncino-Blätter
Volume
I. Band 1925-1926
Date
1925-01-01
Page
Seite 166 (sequence 185)
Language
German
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Inkunabel der A-Serie zu verweifen; die bisher ohne Druckort in der Literatur vorkommt, jetzt aber durch die Typenvergleichung Pieve di Sacco mit Beftimmtheit zugewicfen werden kann; das von Zedner zweifelnd angefetzte Datum 1495, dih. 20 Jahre nach dem einzjgeji bisher bekannten Drucke von Pieve di Sacco, dürfte deWiach^el zu fpät fein. —-■---- ——?- —— Während die italienifchen Drucke, foweit fie bisher vorliegen, meiftJtekannrps bieten, und~dieKolophons wohTalle fchon in bibliographischen Werken wiederabgedruckt find, bringt die fpanifche Serie fchon jetzt mancherlei Überrafchungen. Freimänn hat in feinem Beitrag"zur Gutenberg-Feftfchrift, Mainz 1925, S. 203, Die hebräifchen Druckereien in Spanien und Portugal eine Lifte37 von etwa'50 teilweife nur in kleinen Fragmenten auf uns'gekommcnen Drucken1 gegeben, von denen derThefaurus Proben bringen wird. Die Kolophons der fpanifchen Inkunabeln find weniger bekannt als die der italienifchen. Auf Blatt B9, 2 ift das zum Yorch Dea meines Wittens zum erften Male veröffentlicht. Die in den letzten Verfen enthaltenen Klagen über Bedrückung - fünf Jähere vor der Vertreibung aus Spanien - find von InterefTe. Das Kolophon auf B 13, 3 belehrt uns über zwei" am felbcn Orte früher gedruckte. Bücher - Pentateuch und Gebetbuch - die bisher noch nicht aufgefunden find. In dem Kolophon zu Abudrahim B 19, thfattt: es auf, daß auf der fetzten Zeile die beiden erften Buchftaben mit Punkten bezeichnet find. Ich vermute, daß wir hier eine Abkürzung des Namens Jchuda Gedalia vor uns haben, der als Faktor der Druckerei des ElieserTolcdano in Liflabon vorftand39. In B 20,7 lefen wir am Schlufle der Seite ganz ohne Zufammenhang die erften drei Worte von Genefis 49, 8: „Judah, Dich preifen fie", vermutlich ein Hinweis auf denfelben Drucker. Es wäre wohl zu gewagt, ihn auch mit dem am Schlufie des Textes von Jeremia3o, 10 auf B 21, 3 merkwürdigerweife vorkommenden Leon zu identifizieren. Auf B 20,7 finden fich auch drei große Buchftaben neben Zeile 6 von unten. In dem New Yorker Exemplar fleht darüber noch ein M, welches den Namen Mei'r ergibt. War das ein weiteres Mitglied desDruckerperfonals, wie der am Schlüfle der nächften Seite B 20, 8 ausdrücklich erwähnte Jofeph Chalfon? Auf B 44, 2 finden wir die erften Notenzeichen(?), wenn auch nur für das Schopharblafen1", Interelfant find auch bei den fpanifchen Drucken die feinen Randleiften und Zierbuchftaben, die freilich immer gleichmäßig wiederholt werden, wie z. B. in B 11. Befonders intereilänt find die drei Pentagramme im Anfange des Faroer Pentateuchs, B 14, 1. B 12, 2; 18,1 und 19,1 finden wir in Ixar und Liflabon die befonders feine große Randleifte, deren unteren Teil Krifteller in feinem Kupfcrfijich und Holzfchnitt in vier Jahrhunderten, dritte Auflage, Berlin 1921, p. 121 abgebildet hat. Wj£ ich auf einen Hinweis meines Bruders Mofes hin fchon früher11 bemerkte, wurde mefe Randleifte zuerft in dem Manuale Caesaraugustanum, Ixar ca. 1486-87, verwendet. Ich fchloß.daraus, daß der undatierte Pentateuch von Ixar, der fie enthält, vor dem 1490 ^datierten erfchienen fein müfle, d. h'. che die Leifte von Ixar nach Liflaborivkam. Nun bringt der Thefaurus eine glänzende Beftätigung der Priorität; denn das Zierftuck in B 12, 3 erfcheint in der

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