Mannheim
Compact Memory

Soncino-Blätter · 1925-01-01 · I. Band 1925-1926 · p. Seite 164

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Soncino-Blätter
Volume
I. Band 1925-1926
Date
1925-01-01
Page
Seite 164 (sequence 183)
Language
German
Belongs to
journal volume
OCR quality
82% known words query
IRI
…/3983568-8587096--185-3983750
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

Mentioned entities

OCR text

1 entity mentions

Größe der benutztenJTypenkegel efrfehen können. Die-MafleJindimKatalogRofenthal 151, S. 4, Nr. 4 angegeben. Blatt A 31, 3 und 3 a führen uns ein Blatt aus Soncmös Aus- gäbe der erften Propheten vor, das offenbar zuerft durch irgendein Verfehen mit kleineren Typen gefetzt wurde, und erft nachträglich in Übereinftimmung mit dem Reil desr Buches gebracht wurde. Gelegentlich mußten auch größere Teile eines Buches neugefetzt werden31, wie bei Albos Ikkarim, Soncino i486, wovon das New Yorker Seminar zwei ftark vcrfchicdcne Exemplare befitzt, von denen eine Probe in A 32, 3 und 3 a geboten wird. Wir fehen hier, wie in dem einen Exemplare Seitenüberfchrift und Kapitelzahl in kleineren Typen erfcheinen, dTe Zeilenenden durchgehend verfchieden find und ganz merkwürdigerweife am Schiulfe der Seite, die die Signatur a El trägt, die zwei letzten Zeilen der Signatur N V entnommen find. A 55, 7 zeigt drei nebeneinander flehende Proben von Verfchiedenheiten in der Maimonides Ausgabe von 1490, während 55,8 weniger übcrfichtlich, zwei weitere Proben untereinander ftellt. In diefem Buche finden wir neben der Vcrfchiedenheit in der Typengröße der Überfchriften die häufige Verwendung von einzelnen Buchftaben der Rafchifchrift inmitten der Quadratfchrift. Vielleicht werden fpätcre Teile desThefauius noch weitere folche Beobachtungen bringen". Blatt A 13, 3 und 4 zeigen dasfelbe Kolöphon, nur das in dem einen Exemplare, offenbar verfehentlich, der Name eines der Drucker weggefallen ift. Die engen gefchäftlichen BeziehungerfHer drei Soncinos erfehen wir aus der Benutzung desfelben Zierrandes auf Blatt 53, 2; 5$$"i; 55, 2 und 56,1. Es ift diefelbe Randleifte, die zuerft i485.inTuppos Äfop und dann in 1487 in Soncinos Rafchi-Ausgabe (A 42,1) und im folgenden Jahre in feiner Bibel (A 45,1) wiedererfcheint33. In diefen beiden Büchern ift der ganze Rand noch aus einem Stücke gearbeitet. Auf Blatt A 53, 2 erfcheint er in vier Stücke zerfchnitten. Die Seitenftücke find hier vertaufcht, damit, wie es bei hebräifchen Büchern üblich ift, der breitere Rand nach links, d. h. nach außen, komme. Die Randlciften paffen daher nicht mehr fo gut zufammen. Vermutlich find auch die Rahmen in A 65,1 (der in 69, 1 wiederkommen wird) und 67, 134 urfprünglich für lateinifche Bücher gefchnitten, da auch hier der breitere Rand rechts, alfo innen, erfcheint. Dagegen ift die^wunderfchöne Randleifte der Neapeler Bibel Ä75,1 und 5 [die fchon vorher auf der zweiten Seite des Pentateuchs von 1491 (wohl A 70, 1) erfcheint35] offenbar für die hebräifchen Bücher extra gefchnitten, da hier die linke die breitere Seite ift. Bemerkenswert ift es, daß diefer Rand für den Bechai, Neapel 1492 (A 74) genau nachgefchnitten ift, hier aber wieder die rechte Seite die breitere ift. Um diefen Schönheitsfehler bei dem im Bechai verwendeten Rand gutzumachen, richtete es der Drucker fo ein, daß der Zierrand immer auf die Verfo-Seite des Blattes kam, fo daß die breitere Seite doch nach ' außen fleht. Daß beim Nachfchneiden von Holzfchnitten folche Verfchiebung von rechts nach links fehr üblich ift, hat Pollard in feinem intereffanten Artikel TheTransference of Woodcuts in the fifteenth and sixteenth Centuries (Rihlingraphira TT., p. 13-6&-- OlcTPictureTBooks, London 1902, p. 73-96) nachgewiefen. Der Bechai ift der einzige Druck, bei dem, wie ich anderswo bemerkte (JQR.N.S. XI113), der Name des Verfertigers 164

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.