Soncino-Blätter
- Journal
- Soncino-Blätter
- Volume
- I. Band 1925-1926
- Date
- 1925-01-01
- Page
- Seite 163 (sequence 182)
- Language
- German
- Belongs to
- journal volume
- OCR quality
- 81% known words query
- IRI
…/3983568-8587096--184-3983749- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
OCR text
no Seculo XV, von Moses Ben Sabat Amzalak, Coimbra 1922, enthält 8 teilweife recht intereflante Fakfimiles, fördert per unferen Gegenftand in keiner Weife und wiederholt fo manche längte, berichtigte alte Fehler. Selbft Rabbi Zorba feiert hier wieder feine Auferftehung, trotzdem fchon 1820 Amadeus Peyron in feiner Notizia Librorum über die Valperga-Calusio-Schenkung an die Turiner Bibliothek'4, wie ipäter Zun? und Stein- fchneider darin einen Ehrentitel von Elieser Toledano-erkannten. > Anhangsweife mag hier noch auf meine, leider nicht ganz vollftändige Zufämmenftellung nicht hebräifcher Inkunabeln, die hebräifche Typen enthalten", r/ingewiefen fein. Die Überficht über die Literatur unferes Themas, die keinen Anfpruch auf Yollftändigkeit Erhebt48, fei abgefchloflen durch einen Hinweis auf die wichtigen Beiträge, die in dSn Bänden der leider eingegangenen Zeitfchrift für hebräifche Bibliographie enthalten find, befonders aus der Feder des gelehrten Herausgebers, Profeflbr A. Freimann. Seine Lifte der auf Pergament gedruckten hebräifchen Bücher beginnt mit 30 oder 3i!7 Inkunabeln (XV7, 1911, S. 47-51) und verzeichnet alle bekannten Pergament-Exemplare; andere fügten noch 3 Inkunabeln hinzu (ib. 186-187), eine vierte, Jofippon, ift fchon vorhin erwähnt. Der Artikel ZurGefchichte der jüdifchehBuchilluftraüion bis 1540 (XXI, 1918, S. 25-32) behandelt zum erftenmal, wenn auch nicht vollftändig, diefes Thema. In _ diefer Zeitfchrift wurden ferner eine Anzahl von neuentdeckten Inkunabeln von Zeit zu Zeit befchrieben, von denen einige in den Befitz des unermüdlichen Sammlers Elkan N. Adler gelangten und jetzt dem JewishTheological Seminary in New York gehören, andere unter den in der Genizah zu Kairo aufbewahrten Schätzen entdeckt wurden. Leider fehlen in verfchiedenen Fällen bibliographifche Einzelheiten, und während eine Anzahl von Kolophons mitgeteilt werden, vermiflen wir öfters Angaben über Typen, Maße ufw. Diefem Übelftande wird d.as neue großartige Unternehmen, derThesaurusTypographiae Hebraicac Saeculi XV, von Prof. Dr. A. Freimann, der im Jahre 1924 im Verlag von Marx & Co., Berlin, zu erfcheinen (begann, abhelfen. Der fromme Wunfeh, den der Herausgeber, 190228, amSchluffe feine? oben erwähnten Vortrags ausfprach, die hebräifchen Frühdrucke „im Bilde feilzuhalten und ihre genauere Befchaffenheit der Nachwelt zu überliefern", da es außer dem Bereiche der Möglichkeit liege, fie an einen Ort zufammen-" zubringen, wird damit zur Wirklichkeit. Die Fakfimiles zerfallen in zwei Serien: italienifche Drucke, die mit A, und fpanifche, die mit B bezeichnet find. Dazu ift in der 7. Lieferung die einzige in Konftantinope] gedruckte he^räifchejnk'inahpl., HprTnr vnn i ^93 ppkommpn, für delfen Erfcheinen im XV. Jahrhundert ich kürzlich eingetreten bin20. Wir erhalten für jede Inkunabel Fakfi- _miles vnn minHpftpns pinpr Rp\tP} vnn allpn hpnnty.t.Rn .Schriffarrnrij allpn 7i>rhnrhftahont Illuminationen und allen vorkommenden Kolophons. Man ift nun in ganz anderer Weife als bisher in der Lage, Vergleichungen von Typen ufw. anzuftellen, und wird beobachten können, wie die Zierränder bei wiederholtem Gebrauch abgenutzt werden10, wird aber auch über die Druckpraxis viel Neues erfahren. Auf Blatt A 10, 2 fehen wir eine um% gefallene Type in einem der frühen Mantuaner Drucke, woraus wir zum erftenmal die 163 ■ . .. j