Soncino-Blätter
- Journal
- Soncino-Blätter
- Volume
- I. Band 1925-1926
- Date
- 1925-01-01
- Page
- Seite 162 (sequence 181)
- Language
- German
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. " ' Vorbildlich ift die kurze und doch volle Aufnahme der 59 hebräifchen Inkunabeln der Frankfurter Stadtbibliothek zu Frankfurt, von A.Freimänn'6, die demSyftem des Gefamtkataloges dcrWiegendrucke folgt, Blatt- und Lagenzahl genau verzeichnet und das Wefentliche aus den Kolophons mitteilt. Man vermißt nur Mitteilungen über die typographifchen' Verfchiedenheiten der 7 in der Vorrede erwähnten Doppelexemplare. Das Verzeichnis der Inkunabeln der EcoleRabbinique de France, von Meyer Abraham17, dehnt nach Schwabs Beilpiel die Inkunabelzeit bis 1540 aus, und enthält höchftens 4 wirkliche Inkunabeln (Nr. i,2i, vielleicht auch 5 und 8). David Werner Amram,The makers ofHebrewBooks in Italy, Philadelphia 1909, gibt eine populäre Darfteilung des Gegenftandes, ift aber bibliographifch ohne Wert1*. Allgemeine Kataloge und Liften von Inkunabeln, wie die von Voullieme für Berlin und Frederic W. Ashleys prächtiger-Catalogue of the John Boyd Thatcher Gollection of Incunabula, Washington 1915, enthalten natürlich auch hebräifche. Ich fand 13 hebräifche Inkunabeln im Catalogue of the John Ryla-rrds Library, Manchester 1899, von denen eine, der Jofippon (S. 953), als das einzige19 bekannte auf Pergament gedruckte Buch der Conat-Prefle in Mantua von befonderem Interefle iftr^— ~ ''vj"" Enttäufchend ift es, daß der Inkunabel-Katalog des British Mufeum im 4. Bande die hebräifchen Inkunabeln, die Rom zugefchrieben werden, wegläßt. Die Annahme, daß diefe Bücher in Rom erfchienen, wird durch einen Hinweis in einem Buch aus dem Jahre 1566, unterftiitzt, in dem eins diefer Bücher ausdrücklich als in Rom gedruckt angeführt wird, und man kann diefen Druckort unbedenklich für alle mit den gleichen Typen gedruckten Bücher annehmen50. Die Tatfache, daß in einem diefer Bücherf Nachmanides Cömmentar zum Pentateueh, der Name der Drucker mit dem Zufatz „aus Rom" erfcheint, die Chwolfon als weiteren Beweis erwähnt, fcheint einen römifchen Urfprung des Buches eher zweifelhaft zu machen. Aber da in keinem diefer Bücher ein Druckort erwähnt wird,!i ift diefe Schwierigkeit nicht bedeutend. Wenn der Beweis den Herausgebern des Katalogs.iiient überzeugend* erfchienen - Seeligmann fprach fich wiederholt51 dagegen aus -, hätten fie ihre Einwände angeben follen. Haeblcr hat in feiner alphabetifch angeordneten Bibliografia Iberica del Siglo XV, Haag 1903-191-, ebenfo wie in feiner Tipografia Iberica del Siglo XV, 1902, die in Spanien und Portugal gedruckten hebräifchen Inkunabeln mit aufgenommen und behandelt fie auch in feiner Gefchichte des fpanifchen Frühdruckes in Stammbäumen,_ Leipzig 1923, freilich nicht immer fehlerfrei. In dem Ergänzungsbande zum Typenrepe rtorium ch^rJWjej[ejTa\rj^^ er ein-VerzeicHnTs der in Inkunabeln benutzten hebräifchen Typen und Maße ohne freilich den Gegenftand zu erfchöpfen52. Die hebräifchen Neapler Inkunabeln wurden von M. Fava und G. Bresciano, La stampa a Napoli nel XV Secolo II, Leipzig 1912, p. 198-209, Nr. 259-77 mit Angabe der Exemplare feparat aufgenommen. Auch im erften Bande ift S. 52-58 der hebräifchen Typographie in Neapel ein befonderes Kapitel gewidmet". Eine luxuriös ausgeftattete Monographie A Tipografia Hebraica em Portugal