Soncino-Blätter
- Journal
- Soncino-Blätter
- Volume
- I. Band 1925-1926
- Date
- 1925-01-01
- Page
- Seite 160 (sequence 179)
- Language
- German
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detaillierte, aber zuverläffige Auskunft findet man in einigen Katalogen von großen hebräifchen Sammlungen, vor allem dem des British Museum von Zedner% 18675, dem Katalog-derilTJsenthaHana in Amfterdam von Roeft, 1875* und dem unvollftändigen Katalog der Bibliothecä Friedlandiana im Afiatifchen Mufeum zu Leningrad von Wiener, 1893 bis 1918 (hebräifch), der die 32 Inkunabeln in feiner Vorrede aufzählt. Berliner, Aus meiner Bibliothek, Frankfurt a.M. 18987 mag auch inwiefern Zusammenhang erwähnt werden. Für beftimmte Fächer kommen in Betracht der hebräifche Auffatz von Rabbinowicz, Kritifche Überficht der Gefamt- und Einzelausgaben des Babylönifchen Talmuds feit 1484, München 1877,^. 7-18, der heute nicht meliFgäTIz~mrf-d^H4e^Jfte4«, _undi^rD. Ginsburg, Introduction to the Mafforetico-Critical edrtion of the Hebrew Bible,London 1897, S. 780-880, wo 13 von 22 biblifchen Inkunabeln mit Bezug auf den Text, den fie bieten, befprochen und forgfältig befchrieben find. Alle Kolophons find mit englifchcr Übcrfctzung wiedergegeben. Wenig Information kann man aus Darlow & Moule, Historical Cataloguc of the printed editions of Holy Scripture in the Library of th^British and Foreign Bible Society, IL, London 1911, Nr. 2399 bis 2400a und 5071^-5078 holen, da keine der Ausgaben im Befitz der Gefellfchaft ift, und daher von näherer Befchreibung abgefehen wird. Man weiß eigentlich nicht, warum unter diefen Umftänden einige Ausgaben aufgpführr; anHprp fnr^pkflW-flmj--- Monographien über die frühen hebräifchen Drucker fehlen immer noch. Nur-die Familie Soncino hat Pich als anziehendes Thema erwiefen, aber von den Büchern, die ihre Tätigkeit im 15. Jahrhundert behandeln, bieten nur Manzonis Annali tipografici dei Soncini, II, Bologna 1886, hinreichende bibliographifche Informationen. Leider blieb das WerkJTorfo. Der einzige Teil diefes Bandes, der erfchien, befchreibt aufs eingehendfte und genauefte 13 (Von über 40) Inkunabeln auf 164 Seiten, mit genauen Kollationen, Wiedergabe der Kolophons ufw. Vielleicht ift die Tatfache, daß diefes Buch unvollfländig blieb, schuld daran, daß es nicht fo bekannt ift, wie es verdiente. Eine anregende Abhandlung von Chwolfon, Über die Anfänge des hebräifchen Druckes, erfchien in ruflifcher und hebräifcher Sprache (Warfchau 1897); fie behandelt mehr die literarifchen und kulturellen Seiten des Gegenftandes und gibt weniger bibliographifche Informationen. Der gegenwärtige Stand unferer Kenntnis wurde zum erften Male feit de Rofli in vorzüglicher Weife zufammengefaßt von Profeflbr Freimann, Frankfurt a.M. in einer Abhandlung Über hebräifche Inkunabeln,'Leipzig 1902". Er ordnet die Bücher nach Druckorten und Preflen. Man hätte nur gewünfeht, daß es der Autor in feinem Streben nach übermäßiger Kürze nicht fo fchwer gemacht hätte, alle die wertvollen Notizen genau zu beachten, die in feiner kurzen Einleitung enthalten find.__—1--—-—— Es folgte ihm Joieph Jacobs, der mit feinem ausgeprägten Sinn für das Praktifche eine Menge von Informationen in der zweiseitigen Lifte zufammendrängte, die er feinem Artikel Incunabula in der Jewish Encyclopedia, VI, p. 578-579, beigab. Er zählt 102Inkunabeln in chronologifcher Reihenfolge auf, mit den Namen der Drucker, ihren Daten,