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Soncino-Blätter · 1925-01-01 · I. Band 1925-1926 · p. Seite 159

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Journal
Soncino-Blätter
Volume
I. Band 1925-1926
Date
1925-01-01
Page
Seite 159 (sequence 178)
Language
German
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LITERATUR ÜBER HEBRÄISCHE INKUNABELN VON PROF. DR. ALEXANDER MARX, NEW YORK ZT ' " \ ■- , . —; •. r-, . . - J Seit faft einem Jahrhundeft haben die Inkunabeln eine befondere Anziehungskraft auf die Bibliographen Ausgeübt, und unfere Kenntnis von den früheften Erzeugniflen der Druckerpreflen iftdauerndimWachfen. Vor 18 Jahren wurde in der Vorrede zum erften, Bande des großangelegten Inkunabel-Kataloges des British Museum konftatiert, daß wir etwa 25000 Bücher kennen, die vor 1500 gedruckt find, während ihre wirkliche Zahl dort auf 30000 gefchätzt wird. Ich nehme an, daß jetzt die Zahl der bekannten Inkunabeln einfchließlich der zahlreichen EinzelbTatter 35000 überfteigt, und man kann nicht wiflen, wie viele im Laufe der Zeit noch auftauchen werden. Unter einer fo großen Zahl fpielen natürlich die wenigen hebräifchen Inkunabeln eine untergeordnete Rolle. Wir kennen etwas über 100 hebräifche Bücher, die in fo früher Zeit gedruckt find, aber es tauchen immerfort neue Blätter von bisher unbekannten Ausgaben und fogar Druckerpreflen auf1. Der edle, der diefe Inkunabeln fyftematifch unterfuchte, war der berühmte italienifchc Hebraift und Sammler G. B. de Rofll, der in feinem De Hebraicae typographiae origine et primitiis, Parma 1776, Erlangen 1782, 60 derfelben aufzählte, während er 19 Jahre fpäter in den Annales HebraeiTypographici seculi XV, Parma 1795, fchon eine forgfältige Befchreibung von 86 Inkunabeln gab, von denen er die meiften hatte erwerben können. De Rofll behandelte diefen verwickelten Gegenftand mit gefundem Urteil und bemerkenswertem Verftändnis, und felbft heute können wir trotz vielfacher Berichtigungen im einzelnen über die meiften diefer Bücher nirgends fonft fo vollftändige Auskunft finden, wie in diefem Buche. Hain, mit dem das Studium der Inkunabeln im allgemeinen beginnt, hatte zu de Rofll nichts hinzuzufügen, doch läßt er merkwürdigerweife 6 der von feinem Vorgänger aufgeführten Bücher fort2. De Roflis fämtliche Inkunabeln find kürzer, teilweife mit wichtigen Korrekturen, verzeichnet in Steinfehneiders großem Catalogus librorum hebraeorum inBibliotheca Bodleiana, 1852-1860. In diefem Katalog, der in der Gefchichte der hebräifchen Bibliographie Epoche macht, werden noch 17 weitere Inkunabeln befchrieben3. Die Drucker und ihre Perfonalien, foweit die Kolophons darüber unterrichten, find in der dritten Abteilung des Katalogs befprochen, und manche Zufätze zu den Befchreibungen im Haupt teil des Katalogs find hier zu finden, die man nicht überfehen darf. In dem Supplement4, das Steinfehneider fpäter lieferte, konnte er noch 3 weitere hinzufügen. Vie| weniger

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