Soncino-Blätter
- Journal
- Soncino-Blätter
- Volume
- I. Band 1925-1926
- Date
- 1925-01-01
- Page
- Seite 101 (sequence 118)
- Language
- German
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noch nach vielen Richtungen ausgewertet Mit diesem Werke schließt der Verlag werden müssen. Die wichtigsten Gesichts* »Ajannfhac vorläufig dip Tteihr itfattK V*>r«-— punkte, die dabei für den Historiker in Be* ftffentlichungen. Es kann nicht unterlassen tracht kommen, hat bereits Dubnow hervor* werden, dem Verlag für seine zahlreichen gehoben. Aber die Ausbeute könnte noch verdienstvollen Veröffentlichungen ein Wort ergiebiger sein, wenn sich — um Beispiele des Dankes auszusprechen und der Hoff* 1 für die Themen anzudeuten — jemand wie nung Ausdruck zu geben, daß das Proto* der verstorbene Kaplan an die Darstellung kollbuch nicht derSchwaneng^anyoTelben" 3er rechtlichen Seite der Beschlüsse oder ein wird. Philologe an den^rachge^jnchtlichenTeil Berlin;_" _-.. Josef Meis^—— heranwagte. UTERARI SC II E KRITIK SAMUEL LEWIN Sie ist noch immer richtig, die seltsame nüchterne Wirklichkeit mit trüben Augen Geschichte vom Kapellmeister Kreisler, wieder durch die kleinen Fenster späht und welcher der Genius E. T. A. Hoffmanns mit harten Fingern die zarten Gebilde der Form und Farbe gegeben. Es ist die Ge* Sehnsucht zerstört, dann beginnt von neuem schichte vom Künstler, der in der praktischen die große Tragödie des Lebens, und die Welt der Wirklichkeiten nicht Fuß fassen Seele des Künstlers blutet aus tausend un* kann. Er sitzt nachts in seiner ärmlichen sichtbaren Wunden. Vielleicht aber liegt in achkammer und lauscht dem seltsamen diesem Golgatha des Künstlers ein tieferer Spiel einer überirdischen Musik, die in Sinn verborgen? Vielleicht, daß Herzblut rauschenden Akkorden durch seine Seele nötig ist, um verborgene Schöpferkräfte zum flutet. Das graue Elend des Alltags ver* Werke zu gestalten? Ist nicht der große schwindet mählich, und von aller Erden* Schmerz stets der große Inspirator jeder schwere erlöst, spannt die Phantasie des wahren Kunst gewesen? Künstlers Brücken zu den Sternen. Leise Das waren meine Gedanken, als ich den weicht die kleine Menschensorge, und tiefes jungen jiddischen Dichter Samuel Lewin Sehnen tastet sich nach fernen Welten, wo kennenlernte. Einer jener poetes maudits, das Heute noch nicht auf Kosten des dem ein Gottesgeschenk in die Seele gelegt Morgen lebt und der »gesunde Menschen* und ein Kainszeichen auf die Stirne gebrannt verstand« nicht sein tyrannisches Zepter wurde. In den Herzen jener »Verfluchten« schwingt über glutvolles Leben. brennt das heilige Feuer eines neuen Doch wenn der Traum verfliegt, wenn die Werdens, doch die Flamme ist nur darum so 101