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Soncino-Blätter · 1925-01-01 · I. Band 1925-1926 · p. Seite 100

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Journal
Soncino-Blätter
Volume
I. Band 1925-1926
Date
1925-01-01
Page
Seite 100 (sequence 116)
Language
German
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den 5 Hauptgemeinden) hat Dubnow den eine Art Vorherrschaft in der Vertretung der Grodnoer Text der Edition zugrunde gelegt, litauischen Juden nach außen und innen die Ergänzungen und Varianten aus der Wils« sowie in der Ausführung der Beschlüsse TTaerunttBrester Kopie übernommen. Keiner einer Tagung bis zum Zusammentritt der dieser Texte ist absolut erschöpfend. In dem nächsten zugestanden. Die Wahl der Dele* Grodnoer Text fehlen die Beschlüsse der gierten war wie bei den Gemeinden indirekt letzten Tagungen, dafür ist ein vollständiges durch Wahlmänner. Anfangs entsandte jede Verzeichnis der Beschlüsse für die Zeit von Hauptgemeinde 2, später 3 Deputierte. Die 1623 bis 1721 beigefügt. Der Text von Brest Tagungen sollten in der Regel alle 2wei Jahre— ist in seiner ältesten Gestalt nicht bekannt, stattfinden und 30 Tage vorher angekündigt ^ber-rrr-einer^ön~A. ET Feinstein, dem werden. Aber in den 138 Jahren seines Be*~ Historiker der Gemeinde Brest, verwahrten Standes (1623—1761) fanden nur 33 Tagungen Kopiejgrhalten, die sich ihrerseits auf die in verschiedenen Städten statt. Nach einem Grodnoer Kopie gründet. Nur die Wilnaer, Beschluß von 1644 sollten die Zusammen* in der Straschunschen Bibliothek verwahrte künfte in einem Zyklus von 14 Jahren zwei* Kopie ist alt; sie enthält die wichtigsten Ab* mal im Kreise Brest und je einmal in den weichungen. Nachdem der Plan Harkavys Kreisen Grodno und Pinsk abgehalten und Zederbaums, die schon in den Jahren werden, eine übrigens auch nur theoretische . 1885—1886 an eine wissenschaftliche Edition Bestimmung. Es gab Tagungen, an denen des Protokollbuches herangehen wollten, an nur die Gf*mfindpyprtrf>tfr,(rfffifhp mpdinnt)_ dem Widerstande führender jüdischer Kreise allein, und solche, an denen auch die Rab* der russischen Hauptstadt gescheitert war, biner teilnahmen. Der Wirkungskreis der weil sie von der Veröffentlichung über die Tagungen erstreckte sich auf alle jüdischen »Kahalherrschaft« eine ungünstige Beein* Angelegenheiten, die Litauen betrafen. Die flussung der Judengesetzgebung befürch* Organisation der Gemeinden und Verbände, teten, und nachdem einzelne Teile von an* das Verhältnis zwischen dem litauischen deren bei verschiedenen Gelegenheiten der und dem polnischen Judenlandtag (Grenz* ÖJfejitijchkeJt_zj^änglicli gemacht worden Streitigkeiten waren hierein beliebtesThema), waren, hat TDtibnow jetzt eine Gesamtaus* die Beziehungen zum Staat, die Organisation gäbe unternommen, die eine lückenlose der jüdischen Gerichtsbarkeit, die Erhebung Übersicht des Materials gestattet. Eine in* der Steuern, insbesondere die Reparation formative Einleitung über Geschichte und der Kopfsteuer, die Regelung Wirtschaft* Wesen der litauischen Judenlandtage, zahl* licher Fragen, die Förderung des Schul* reiche Noten und mehrere gut gearbeitete wesens, die religiösen Angelegenheiten, so* Register bilden wertvolle Beigaben des weit sie nicht der ausschließlichen Domäne Textes. Eine halachische Einleitung, die der der Rabbiner vorbehalten waren, die öffent* in der Blüte der Jahre verstorbene Dozent liehe Moral. am Rabbinerseminar in Berlin A.E. Kaplan Das Protokollbuch enthält nur Beschlüsse, übernommen hatte, korinte infolge seines Der Gang der Debatte ist nicht zu erkennen. Todes nicht vollendet werden. Wer sich in die Materie vertieft, wird trotz Der litauische Judenlandtag ist eigentlich dieser scheinbar trockenen Aufzählung von die Vertretung der Haupt* oder Großge* Einzelentscheidungen, welchen dann noch meinden Brest, Grodno, Pinsk, die jede mit die Verrechnungen mit den Gemeinden an* den umliegenden Gemeinden einen Ver* gefügt sind, ein farbenreiches Bild von der waltungskreis (gelil) bildete. 1652 kam noch um fassenden Tätigkeit der damaligen Führer der Wilnaer Kreis, noch später der Sluzker der jüdischen Gemeinden in Litauen ge* Kreis hinzu. Diesen Hauptgemeinden war winnen. Diese Publikation wird deshalb 100

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