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Soncino-Blätter · 1925-01-01 · I. Band 1925-1926 · p. Seite 95

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Journal
Soncino-Blätter
Volume
I. Band 1925-1926
Date
1925-01-01
Page
Seite 95 (sequence 111)
Language
German
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ANZEIGEN UND BESPRECHUNGEN EINE SELBST*ANZEIGE v_ Die hebräische Zeitschrift für Kunst und der Handschriftenmalerei, liegt in öffent* Literatur »RIMON«(sowiediejiddischeAus< liehenundprivatenSanfmlungenallerHerren gabe»MILGROIM«)liegt nunmehr alsvoll* Länder begraben, deren Wesen weder von ständiger Jahrgang vor. Der Band enthält der kunstkritischen, noch von der kultur« 115 Illustrationen, datunter 36 in Farben, geschichtlichen Seite eine genügende Beleuch* und 275 Seiten Text. In der Zeitschrift sind tung erfahren hat. Denkmäler der Friedhofs« bis jetzt veröffentlicht worden ca. 30Repro* kunst, des Synagogenbaues und derWanck duktionen aus hebräischen illuminierten maierei, Erzeugnisse des Kunstgewerbes vom Handschriften, die sich befinden im British Altertum bis zur Jetztzeit harren einer plan* Museum, in der Bodleiana, in der Raschimäßig organisierten Aufarbeitung. Der Synagoge in Worms, in der Universitäts* Rückstand der jüdischen Kunstforschung bibliothek in Leipzig, im Japanischen Palais läßt sich hauptsächlich auf den Mangel an in Dresden, in der Staatsbibliothek in Mün* zuverlässigemStudienmaterial zurückführen, chen, im Nationalmuseum in Nürnberg, in Abgesehen von wenigen Einzelleistungen, der Kunstsammlung der Jüdischen Ge* hat^s bis jetzt an getreuenWiedergaben von meindebibliothelrnrBerlih, irTcTer Staats* Originalen, an maßgebenden Quellenver* bibliothek in Petrograd, in den Privatsamm* öffentlichungen gefehlt. Die Mittel, die die hingen von Dr. M. Gaster, Elkan N. Adler Entstehung der jüdischen Kunstforschung und Arthur Franklin in London u. a. ermöglichen werden, sollen erst geschaffen Ferner bringt der erste Jahrgang Repro* werden. duktionen von Wand« uncVpeckenmalereien Bevor aber zu einer systematischen Her* aus alten Synagogen in Litauen, Süddeutsch« ausgäbe von Faksimile« Ausgaben der kost« land, Galizien und der Ukraine. baren illuminierten Handschriften und zu Auch das Schaffen zeitgenössischer jüdischer anderen großangelegten Untersuchungen Künstler ist«gewürdigt und durch Repro« geschritten werden kann, muß das künstle« duktionen ihrer Werke illustriert worden, rische Interesse des jüdischen Publikums erst Es seien hauptsächlich genannt: Israels, geweckt werden. Der Rimon*Verlag wurde Liebermann,Struck,H.Glicenstein,Emanuele zwangsläufig vor die Aufgabe gestellt, eine Glicenstein, Marc Chagall, Altmann, Rybak, Kunstzeitschrift zu gründen, die den Boden Band, Ludwig Meidner, Lisicki, Rahel zur Aufnahme kunstwissenschaftlicher Ar* Szalit;Marcus. f beit bereiten würde. Der Rimon und die Der Rimon«Verlag stellt es sich zur beson* jiddische Parallelausgabe, der Milgroim, deren Aufgabe, Werke jüdischer Kunst zu sollten als Pfadfinder in die Welt hinaus« erschließen. Ein ungehobener Schatz von wandern, um die verschiedenen Schichten Kunstwerken, insbesondere auf dem Gebiete und Lagerungen des jüdischen Volkstums 95

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