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Soncino-Blätter · 1925-01-01 · I. Band 1925-1926 · p. Seite 88

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Journal
Soncino-Blätter
Volume
I. Band 1925-1926
Date
1925-01-01
Page
Seite 88 (sequence 104)
Language
German
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mäntelchen und Silberschmuck stehen im »papierenen Ausstellung« nur entgehen, Schrein, den stolzen Bronzeleuchter mit wenn man Gegenstände des täglichen Ge* barock geschwungenen Armen aus den Ge* brauchs zeigt, vor allem aber. Atmosphäre meinden Cleve und Heidelberg flankieren gibt. Das scheint — soweit man der Kritik Hängeleuchter, und Teile des Almemors aus des Publikums, zumal des andersgläubigen, der alten Synagoge in Ehrenbreitstein (jetzt vertrauen darf —, wenn auch mit beschei* in Privatbesitz) konnten hier untergebracht densten Mitteln, in dem »Zimmer am Seder* werden. Von kulturhistorischem und künst* abend« gelungen zu sein. Auf festlich ge* lerischem Interesse sind die Krefelder und decktem Tische, von einer Sabbathlampe Deutzer Beschneidebänke aus der ersten und beleuchtet, findet der Besucher hierjieben zweiten-Hälfte jes 18. Jahrhunderts. Haggaden die Mazzöthschlüssel und die 1 Thoravorhänge, in—Silber auf schwarzem Gefäße für die verschiedenen Gewürze und Hintergrund in bunten Farben leuchtend und das Ei. An den Wänden ließen sich neben blitzend, verleihen dem nächsten Räume ein einigen Familienbildern Sederhandpuch, besonders festliches Gepräge. Nur die schön* Misrach und Omertabelle anbringen. Um "steil der eingesandten Vorhänge konnten die Besucher nicht zu ermüden und dennoch aufgehängt werden. Leider hat sich im Rhein* vollständig zu sein, konnte man im allge* land kein Stück vor 1700 erhalten. Juden* meinen auf die übrigen Feiertage und großen Verfolgungen und *kriege, vielleicht auch Familienfeste nur kurz eingehen, d. h. nur unsachgemäße Behandlung sind wohl daran eine kleine Auswahl von Psanominim* schuld (man kann in diesem Punkte noch büchernundHawdolohleuchternzeigen.nur manches von der Pflege in den katholischen durch einige Tn<ftrnmp"t^, jäckchga *****- Schatzkammern lernen). Sie sind meist aus Häubchen auf die Beschneidung hinweisen. Damast und Brokat gefertigt — oftaüs den Der Stolz und Hauptanziehungspunkt der Brautkleidern von Frauen gestiftet — und mit Abteilung ist die Sammlungkostbarer Ringe symbolischen Darstellungen, wie Säulen, des 16. und 17. Jahrh., die von der jüdischen Löwen, dem siebenarmigen Leuchter usw., Brautaußerdem glatten Ring bei der Trauung und hebräischer Schrift in reicher Goldappli* getragen wurden, aus dem Besitz des Hof* Ication verziert. Unter den Silbergarni* Juweliers Koch in Frankfurt, mit der eine turen — Tass Rimonim und Jad — mögen Kethuba und verschiedene Siblonothgürtel besonders die aus den Schatzkammern der verbunden wurden. Synagogen von Mainz und Friedberg in Alle Gesichtspunkte der tJahrtausendaus* Hessen hervorgehoben werden, prachtvolle Stellung werden beherrscht von der politi* Stücke getriebener Silberarbeit, Wanne mit sehen, der deutschenTenderiz;dazunatdie Waschbecken für die Priester aus der Mann* jüdische Abteilung noch die Aufgabe, die heim er Synagoge. . »jüdische« Geschichte der Juden im Rheinin mehreren Vitrinen sind die verschiedenen lande darzustellen. Es wird daher der Jude Typen der Chanukkahlampen mit den wert* nicht all die Gefühlswerte wahrnehmen, die vollen Bechern der israelitischen Wohltätig* ervoneinerkulturgeschichtlichenDarlegung keits* und Krankenpflegervereine von seiner Standesgeschichte erwartet. Was ihr Worms, Bonn und Mainz vereinigt, wobei aberdieeigeneNoteverleiht.dasistderhierge* die Sabbathlampe der Offenbacher Syn* lieferte Beweis, daß jüdische Kultur am Rhein agoge und der Wormser Becher von 1609 als zwar Dienerin gewesen ist jüdischen Glau* Stiche von höchster künstlerischer Qualität bens UndiüdischerReligionsübung,daneben hervorzuheben sind. aber MitbegründeriA und Mitträgerin rhei* Will man das religiöse Leben der Juden ver* nischer und damit deutscher Kultur, anschaulichen, so kann man der Gefahr einer Köln Dr. Elisabeth Moses 88 —

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