Jüdisches Gemeindeblatt für die Synagogen-Gemeinden in Preussen und Norddeutschland
- Journal
- Jüdisches Gemeindeblatt für die Synagogen-Gemeinden in Preussen und Norddeutschland
- Volume
- 16 (1938)
- Issue
- 10 (1.10.1938)
- Date
- 1938-10-01
- Page
- Seite 10 (sequence 10)
- Language
- German
- Belongs to
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ffir fyipnflM ff amalnfisn In i/NnvMNlKMnnd Bestimmung erfolgt ist. Es reicht aber rar Begründung der ReichsfluehUteuerpflicht nicht aus, daß der (bsw. die) Answanderade im Zeitpunkt der Auswanderung über ein Vermögen von mehr als 50 000 RM. verfügen, ohne hierüber zur Vermögensteuer veranlagt Das Jahr des Jüdischen Frauenbundes. 5699 —1938/39. Frankfurt a. M.: Wartenberg (1938). Der hübsche Umlegekalender mit jüdischem Kalendarium, den der Frauenbund zu den Feiertagen herausgibt, wird in jeder Beziehung seiner Aufgabe gerecht als ein zuverlässiger Begleiter und Freund durch das Jahr. Familienbilder von Philipp Veit, Franz Krüger, Porträts der berühmten Rachel, die Eltern Max Liebermanns, — Bertha Pappenheim, Schemarja Levin von Jos. Oppenheimer — diese Beispiele seien herausgegriffen aus einer ^ganzen Reihe fesselnder jüdischer Porträts. Und in den wiedergegebenen Bruchstücken aus Briefen, aus Testamenten vergangener Tage wie aus soziologischen und religiösen Werken unserer Zeit (Arthur Ruppin, Leo Baeck n. a.) spiegelt sich — dokumentarisch niedergelegt — ebenso ein Stück jüdischer Kulturgeschichte, das uns Heutigen Anlaß zur Erinnerung und Bestätigung gibt. H. G. Chodziesner, Gertrud: Die Frau und die Tiere. Gedichte. Berlin: Erwin Löwe. Jiid. BuchverL (1938). 86 S. Ppbd. Wer sich von der Magie dieser Dichtungen einfangen lassen kann, um nicht eher zu ruhen, bis er sie alle in sich aufgenommen hat, der wird kaum noch im Zweifel sein, daß hier eine begnadete Dichterin zu ihm sprach, wie es unter den jüdischen Franen seit der Lachmann und Else Laster keine annähernd so bedeutende gegeben hat. Gertrud Chodziesner, die schon in früheren Jahren — opter dem Namen Gertrud Kolmar — mit einzelnen Veröffentlichungen Aufmerksamkeit erregte, bietet mit diesem Gedichtband eine an Formen, Gedanken und Gestalten so überreiche Ernte, daß man sie mit wenigen Worten kaum umfassen kann. Der schöne, aber leicht irreführende Titel des Bandes soll andeuten, daß eigenstes Beau sein. Denn dem Reichsfluchtsteuer-Bescheid ist — wie schon oben erwähnt — das bei der letzten Vermögensteuer veranlagte Vermögen zugrunde zu legen, während das zur Zeit der Auswanderung vorhandene tatsächliche Vermögen unerheblich ist. H. <Si* kenntnis der Frau — der jüdischen/ Fran — und das Verhältnis von Mensch und Tier die Leitgedanken des Buches sind. Aber wer erahnt damit die unendliche Vielfalt der Möglichkeiten, die einzige Art des Erlebens und Erfassens einer Welt, die sich hier eine übermenschlich ringende Seele neu erbaut?! Niemand, der nicht das Persönliche der Bekenntnisse überblickt, würde glauben, daß diese geballte Kraft der Sprache — einer Sprache, die oft kaum die Last der Bilder und Gedanken zu tragen vermag und die doch spielend den Rhythmen gehorcht und voll einer schönen, schwermütigen Musik ist — daß diese Härte und Helle des Blickes einer Frau zugehören. Diese Lyrik ist einsam und vereinsamend, aber in ihren besten und größten Gedichten ist das Ueberpersönliche, das Aufrufende und Beschwörende so stark, daß man sie augenblicklich in das Lesebuch jedes jüdischen jungen Mädchens bringen möchte, damit sie ihr zum ständigen Begleiter werden. Man sollte bei diesem Buche einmal das Vorurteil „Gedichte lese ich nicht*4 überwinden; man sollte es sogar denen schenken, die weit übers Meer ziehen, denn selten ist jüdisches Schicksal so unvergeßlich und in so wenigen Worten ausgesprochen wie in den Schlußversen der „Judith**: „Du magst einmal wandern und nicht mehr wissen, wo Dein Vaterland ist.14 E. G—n. Pult und Bühne. Ein Almanach, herausgegeben vom Reichsverband der Jüdischen Kulturbünde in Deutschland, Berlin, Joachim Goldstein, Jüd. BuchverL, 1938, 109 S. In dem Augenblick, in dem die Jüdischen Kulturbünde in Deutschland ihre Werbeaktion für die bevorstehende Saison beginnen, läßt ihre Dachorganisation, der Reichsverband, dieses von Dr. W. L e v i e und H. Friedenthal textlich, von H. Condell bildmäßig redigierte, ansprechend ausgestattete, wirksame Bändeben erscheinen. Eine in aller Kürze prägnante, bedeutsame Grundbestimmung jüdischer Kultur aus der Feder von Leo Baeck dient als Geleitwort, erweitert durch einen Artikel von Max N q ß b a u m, der zu dem Ergebnis gelangt, daß „Kultur und Religion** für uns einen Pleonasmus bedeuten, da Religion für uns Kultur und unsere Kultur religiös bestimmt ist. Kurt Singer („Jüdischer Kulturbund in Deutschland*4) zeichnet, ohne „Geschichte schreiben*4 zu wollen, den geistigen Weg auf, den die Kulturbundbewegung in den vergangenen vier Jahren zurückgelegt hat, und steuert interessante Ausführungen über das „Werden einer Oper“ bei. Werner L e v i e umreißt das vielfältige Aufgabengebiet des Reichsverbandes der Jüdischen Kulturbünde, von dem sich der Außen- Briefmarken/FRITZ LEWIN BERLIN W35, LUTZOWSTRASJE 91 stehende bisher nie einen rechten Begriff zu machen wußte. Instruktive Facbartikel über jüdisches Schauspiel (Pinthus), Vortragswesen (Max Wiener), bildende Künste (Max Osbora), Kritik (Weltmann), Dramaturgie (Herbert Friedenthal), Schrifttum (Georg Hirschfeld), Nachwuchsauslese (Heinrich Levinger und Rudolf Schwarz), Vokalmusik (Nathan Ehrehreich, Hugo Adler, Karl Adler), Plaudereien über Kleinkunst (Max Ehrlich) und den Schlichtungsausschuß (Hermann Eisner) u. a., ein Gedicht von Silbergleit, amüsante Erlebnisskizzen prominenter Künstler (Edith Herrnstadt-Oettingen, Hermann Schey u. a.), ausgezeichnete Szenen- und Porträtphotos von Abraham Pisarek, montiert von Heinz Condell, und Personalverzeichnisse der Kulturbundensembles vervollständigen das interessante Bändchen. Mirauer. Die Jüdin Ich bin fremd. Weil sich die Menschen nicht zu mir wagen. Will ich mit Türmen gegürtet sein. Die steile, steingraue Mützen tragen In Wolken hinein. Ihr findet deif erzenen Schlüssel nicht Der dumpfen Treppe. Sie rollt sich nach oben, Wie platten, schuppigen Kopf erhoben Eine Otter ins Licht. UNSER BUCHERTISCH B. NEUMANN, Berlin, Kurfüntendamm 205 £ Flügel, Pianos| Radio neu und gebraucht Mfininfi 913716. al*r Marken Bitte bevorzugen Sie stets unsere Inserenten! DAUNEIIDECKEIf-ATELIER . . , . *,. *... Anfertigung, Pmerbeltung in (irufunnttui ~ nrtiifr / Oberbetten.Neuheit: AnnweAMl- 7-- -"'II ' bmi*D«anend<xken. I, Verarbeite. SttUN W, MARBURGER STRASSE 2 / TELEFON 248902 [ Funiliei 1 Fftr die uns in so reichem Maße erwiesene Anteilnahme ans Anlaß des Ablebens nnseres lieben Mannes und Vaters Nothon Grünberg spredien wir auf diesem Wege unseren henHduftan Denk ans. Die Hntorttebeaea ftoptemtor 199S ( margartiu aomotif M.S64813 Berlin -Wllmeodorf, Wittetsbadier Str. 33 a [ Gronfcnndelsflmen fflai 0nger Jr.) I Inh. David und Max Tworogsr I I Serfln C2,NauaFiiadriclwBr.3S>40* I V tamra*MM*le*ttHci / Gcbr.Frcadcnhclm Berlin O 112, Frankfurter All«« 284 CAMNITZER & CO. BERLIN C2, KÖNIGSTRASSE 46/47 (Salamanderhau«) TEPPICHE—MÖBELSTOFFE Engroe Export io