Jüdisches Gemeindeblatt für die Synagogen-Gemeinden in Preussen und Norddeutschland
- Journal
- Jüdisches Gemeindeblatt für die Synagogen-Gemeinden in Preussen und Norddeutschland
- Volume
- 16 (1938)
- Issue
- 9 (1.9.1938)
- Date
- 1938-09-01
- Page
- Seite 11 (sequence 11)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 84% known words query
- IRI
…/10279739-10021755-10021751--243-3981623- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
Mentioned entities
OCR text
lAIbrgJNr.» Q«iihJ»hliH Nr dto 1. tni ■Man, der wohl aack an seinem Judentum gelitten, aber bewußt und etola aus ihm doch auch ein gut Teil seiner besten Kraft geschöpft hatte, vollzieht gegen Ende dieses glückhaft-schöpferischen Lebens mit leichter and doch entschiedener Altersgebärde seine Rückwendnng nn Judentum und bekundet seine hoffnungsvollen Sympathien insbesondere für die nach Palästina strebende jüdische Jugend. So ist diese kleine aber feine Bereicherung der an sich schon so reichen Liebermann-Literatur freudig zu begrüßen. K.V. G. Sleraberg, Kurt: Philosophische Probleme im biblischen und apokryphen Schrifttum de( aprokryphen Schrifttum der Juden. Berlin: Joachim Goldstein. Jü-Ö discher Buchrerlag 1938. 222 S. Kurt Sternberg, als fachphilosophischer Dozent und Schriftsteller bekennt, hat den glücklichen Gedanken gehabt, den Zusammenhang des sakralen jüdischen Schrifttums mit der allgemeinen philosophischen Problematik aufzuzeigen. Der metaphysische Tiefsinn dieser uns überkommenen Geisteswelt wird uns dadurch über das rein Religiöse und Kultische hinaus erneut zum Bewußtsein gebracht. Daß die Probleme nicht immer restlos zu Ende gedacht sind, liegt wohl an der populären und apologetischen Einstellung des Ganzen. Jedenfalls wird man aus den Betrachtungen des auf beiden Gebieten kenntnisreichen Verfassers manche Belehrung schöpfen können. Das Buch ist sachgemäß und übersichtlich in sechs Kapitel gegliedert: Das Schöpfungsprinzip — Die Erkenntnisfrage — Das Kulturmotiv — Das Sozialproblem — Die Gerechtigkeitsidee — Der Königsgedanke. — Die — leider etwas trockene, schulmäßige — Darstellung umschreibt so den gesamten jüdisch-biblischen Ideenkreis und gipfelt in der krönenden Messias-Idee. K. W. G. Often« AustendsstsHsn (zur Vermittlung genehmigt durch dm Landesarbeitsamt Brandenburg) Eine Firm« in Belgien «acht einen jüdischen technischen Fachmann tet Schlsifschsibsnlabrikatio». Eine Firma in Frankreich nicht einen jüdischen« nachweislich gelernten Seifensieder. Eine Firma in Polen sacht einen erstklassigen jüdischen Wollhutmeister, der die Produktion vollständig beherrscht, snr Leitang ihrer Fabrik. Eine Firma in Polen sacht: a) einen jüdischen erfahrenen Fachmann für die Siegelmarken-Fsbrikation, der auch die Maschinen instandbaltcn khnn; b) einen jüdischen Graveur (evtl. Attzer), der Spezialist lür Siegelmarkeaklisehecs ist. Für beide Posten werden ledige Bewerber mit polnischer Staatsangehörigkeit gewünsckt. Nach Australien werden gesucht: a) jüdische Stickerei-Zeichnermnen; b) jüdische KurbeUtepper (innen); c) jüdische Mascninenstickerinnen); d) jüdische Biesenstepperfinnea). Nach Schweden wird eine jüdische Aerztin oder ansgebildete Pflegerin zur Pflege einer leicht nervenkranken Dame gesucht. Alter 30—35 Jahre. Angabe der Gehaltsansprüche wird gewünscht. Ein Spezialarzt fü.* Hautkrankheiten in der Türkei sucht eine ledige jüdische gebildete technische Assistentin, mit Röntgenand Lichttherupie vertraut. Die Betreffende müflte nebenher dem Haushalt als Hausdame vorsteben. Nach Brit.-Iodien wird eine gewandte, jüdische Sprechstundenhilfe im Alter von 25—30 Jahren, ans gutem Hause gesncht, die nachweislich über gute Praxis bei Aerzten verfügt. Die Bewerberin bitte auch die Korrespondenz za erledigen. Beherrschung der englischen Sprache sowie gründliche Kenntnisse m deutscher Stenographie und Schreib* m aschine sind Voraussetzung. Bei vorhandenem Interesse besteht die Möglichkeit, für Laboratoriumsarbeiten angelernt zu werden. Nach Italien werden für eine Tournee jüdische Ballettinzerinnen gesucht. Bildofferten mit Angabe der Größe werden gewünsckt. Ausführliche Bewerbungen nur aal Luftpostdünnpapier, Lebenslauf, Zeugnisabschriften und Paflphoto werden ausschließlich durch die Jüdisch« Gemeinde, Berlin SW 68, Lindenstr. 48/50 weitergeleitet. Bewerbungen auf gewöhnlichem Papier werden nicht mit Luftpost befördert. Die Staatsangehörigkeit ist wegen der Verschiedenartigkeit der Einreisebestimmnngen in jedem Fall anzageben. Der Httftsvsrsiu teilt folgendes mit: Vor kkrzem hat di« argentinische Reriernng ein Dekret erlasse», das am 1. 10. 1938 in Kraft tritt and die bithe» geltenden Einwanderungsbestimmungen teilweise ändert. Insbesondere können nach den neuem Vorschriften Geschwister, Schwäger, Neffen and Nichten nicht mehr angelordert werden. Vielmehr ist die Aussteifung von Llamadeu tmr noch für Eltern, Kinder and Enkelkinder zulässig. .Aach Spezialarbeiter-Llamadea, die praktisch nur eine geringe Rolle spielten, werden abgesebefft. Die »eoea Bestimmungen bedeuten für die jüdische Argentinien-Wanderung eine gewisse Erschwerung. Oster die Auswirkung der Neuregelung llßt sich erst Genaueres sagen, sobald die neuen Vorschriften im Wortlaut vorliegen. Die Religiöse Auswanderer-Betreuung Agndas JisrocL Berlin N 4, Johannisstraße 8, schreibt aas; Es liegt erneut Veranlassung vor, darauf hinzuweisen, daß bei jeder Buchung einer Schiffs-Passage mit ritueller Verpflegung eine Rückfrag« über die Zuverlässigkeit des Käsebrot bei uns notwendig ist. Für die „Fahrt nach Nordamerika** haben wir ein besonderes Merkblatt beraasgegeben (Speseavergütung 15 Pfg.). Jüdische Auswanderer, aie mit Schiffen fahren, die am Sabbat in USA. ankommen, erhalten auf Wonach spezielle Informationen. Berichte über die jüdisch-religiösen Verhältnisse in allen Einwanderungsländern stehen den Interessented znr Verfügung. Gesetzestreue Bäcker, die in den nächsten Wochen nach USA. answandern, bitten wir am Aufgabe ihrer Anschrift. Für sich in Uebersee bildende Gemeinden benötigen wir Ritaalien, auch Torarollen. Rsllspiülang m der Cslderhrnfüt-Sehule Durch Erlaß des Herrn Reichsmiaisters für Wissenschaft, Erziehnag und Volksbildung vom 5. Angast 1938 bat di« Jüdische Privatschnle Dr. Leooore Goldschmidt Berlin in gleicher Weise wie die Höhere Schule der Jüdischen Gemeinde und die Adaß-Jisroel-Schule das Recht der Reifeprüfung an der Schale erhalten. : Es kam also jetzt sowohl die deotsche wie die englische Reifeprüfung an der Schale abgelegt werden. Ana Hadamar (BL N.)> Kurz vor den kommenden Herbstfeiertagen scheidet der langjährige Vorbeter unserer Gemeinde, Herr Ernannt! L i e b a a n n , von uns, um sieb im Lande der* Väter eine neue Zukunft aufzabauen. Mit seiner klangvollen Stimme hat er e'S'-verstanden, den Gottesdienst zu erhebenden Stnoden zu gestalten. Wir danken ihm für seine Uneigennützigkeit, mit der er tick in den Dienst der heiligen Sache gestellt hat. Möge ihm im heiligen Lande ein nev*< G'ück beschteden sein. Garaalle» zuvorkommende Bedienung, franko laai» Prospekte kootenloef Nlfcmneefclnonvortreter Luiwif learnal« IL4.J.O. 11RL1N C * Alexendoretr. M. Tal. II11 It Wmanüm iMrTMtaWjdMMBl na *. Am«** HU nMM Etwaige Gläubiger werden hiermit tor Anmeldung ihrer Ansprüche »of gefordert Gläubiger ene Veratdieniagavefträgen worden ohne Anmeldung beriduMitlgt Berlin, d«n lä. Augur»l**. rarsfafea ■ffiehi«. B. in Liquidation Die Liquidatoren JAULU8 AROMBB1M WL Semikutß M.1 ttVTM borgt Ho laallaa fatadlugaa 6nd*iw*«fel liIumi.IlMiuilaUul, Twtul.TueA. I ly tut. Matna Domaal (FvjS3V Wunfti) onird* ‘ÖKAUcyici't Immer ummrBndart »eböoa Unla bei Jeder Bewegung und |adar Körperhaltung durch --kOy SP” «Ai{liUj* hiM Unverbindliche Anproba ollan GaachlHtan von cum an J. IRTOI Ali Ul DER, Beriia C2, Lufekerger Str. 91 Eagree-Tertrleb tob rituellen Lebensmitteln Bigm-iwim. tu» niuwiu —-- |,rm Aufsicht R.bblcl.t I m ■ M 1 *• *■ «■ | Ad.»-J Israel, Berlin I I j-0 ( LeberrruretrOTn^orell'L BleebdoMmTOn liOu. SSOglnh.; o J O »nie Leber Tom Dorsch L Blechdoeen ron lJO^nbdt * Preisliste gern zu Diensten Auf Anfrage nennen wir unaere Großberieher in verschiedenen Großstädten Demtmhlands Grofiiiudelgflnien Gcbr.FreodeRkeim Berlin O 112, Fronkfurtar AUee 284 CAMNITZER & CO. BERLIN C2, KONIGSTRASSE 46/47 (Sotamonderhaus) TEPPICHE—MÖBELSTOFFE Engros__ExP°rt r Max Inger jr. I Inh. David und Max Tworogar I S*HtoCXNMMMWrt*ilr.3S40i Vfnrarau—tele