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Jüdisches Gemeindeblatt für die Synagogen-Gemeinden in Preussen und Norddeutschland · 1938-05-01 · 5 (1.5.1938) · p. Seite 9

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Journal
Jüdisches Gemeindeblatt für die Synagogen-Gemeinden in Preussen und Norddeutschland
Volume
16 (1938)
Issue
5 (1.5.1938)
Date
1938-05-01
Page
Seite 9 (sequence 9)
Language
German
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U. IhrgJNr. I JMIicIm« Osrnshidoblatt Hk dl« Syiugogm-Ouielndm In PfMtM/HorddtatediliiK) 1. Mal im 4. Schabbat „B'chukotai**; 28. Mal 1938 Segen and Fluch. .(Au» der Sidra.) „Wenn ihr■ Hoch meinen Gesetzen wandelt, meine Gebote beachtet und sie ausübet, so will ich* euch einen Regen zur rechten Zeit geben, ’... — ihr werdet euer Brot zur Sättigung genießen und sicher in eurem Lande wohnen. — Wenn ihr mir aber nicht gehorcht und alle diese Gebote nicht haltet,... —.so werde ich meinen Zorn wider euch richten, daß ihr von euren Feinden geschlagen werdet, und eure Hasser werden euch beherrschen, ihr werdet fliehen, ohne daß euch jemand verfolgtKurt Klappholz. Jüdisch« Filmarb«it in Deutschland Gemäß einem Erlaß des Reichsministers für Volksaufklärung und Propaganda (SJ. 745/5. 2. 38/1) j&\ die Errichtung eines Instituts für jüdische Filmarbeit genehmigt worden für „die Herstellung, den Verleih und die Vorführung jüdischer Filme in Deutsch« land, und zwar 1. auswanderungsfördernde, 2. palästinensich-kulturelle, 3. Spielfilme rein jüdischen Charakters mit ausschließlich jüdischen Dar« Mellern.“ Als ersten Film wird das jüdische Film« institut den großen1 jüdischen Spielfilm „Idl mit’n Fidl“ am 2. Mai im Saal des Jüdischen Kulturbundes Berlin herausbringen. Dieser Film kann mit großer Spannung erwartet werden. Er lief monatelang mit außerordent« lichem Erfolg in New York, Paris, Warschau und London. Offene Auslandsstelldn (zur Vermittlung genehmigt durch das Landeearbeiuamt Brandenburg) Für Bolivien wird ein jüdischer guter Uhrmacher für eine Reparaturwerkstatt gesucht, der jegliche Art von Uhren reparieren kann and dieses Handwerk nachweislich schon längere Zeit ausgeübt hat. Für Polen wird ein jüdischer Zuschneider für feine MaBarbelt (Herrenanzflge) gesucht. Für die Türkei wird eio erster Kantor mit guter Tenor- oder Baritonstimme gesucht, der verheiratet, nicht ilter als 40 bis 45 Jahre alt, musikalisch gut ausgebildet ist und die hebräische Sprache vollständig beherrscht. Für Venezuela wird ein jüdischer Fachmann für sanitäre Einrichtungen (Waschtoiletten, Toiletten, Bade-Einrichtungen usw.) gesucht. Für Belgisch-Kongo werden gesucht: a) ein jüdischer Bautischler, b) ein jüdischer Baupraktikant. Ausführliche Bewerbungen nur auf Ljftpostdünnpapier, Zeugnisabschriften, Lebenslauf, sowie PaBphoto werden weitergeleitet durch die Jüdische Gemeinde, Berlin SW 19, Lindenstraße 48/50. Bewerbungen auf gewöhnlichem Postpapier werden nicht mit Luftpost befördert. Escher, Karl: Zwischen Gestern uud Heute. Roman. Berlin: Jüd. Buchverl. Erwin Loewe. 1937. 315 S. Es ist vielleicht das Wesentlichste au - diesem unterhaltsamen und gut gearbeiteten Roman, in welchem das Wort „Jude“ oder ^Judentum“ nicht vorkommt, daß er Menschen hinzustellen vermag, deren Bild wir tatsächlich bis in die feinsten Linien als jüdisch empfinden. Diese tapfere mütterliche Frau, die — aus Reichtum und Verwöhntheit herausgerissen — ihre drei Kinder mit eigener Hände Arbeit aufziehen, die von Schuld und Schicksal wunderlich gelenkten Irrwege der Mädchen mitwandeln und erleiden muß, dieser stille und nie sein Herz vor ihr bekennende alte Freund, die beiden . ungleichen Schwiegersöhne und der junge, schwärmende und doch weise Freund der Kinder, der erste Anhänger Herzls in diesem Kreise: sie alle verkörpern im Guten wie im Bösen, das heißt im Menschlichen schlechthin, etwas von Art und Wesen unserer Eltern, aber auch unserer heutigen Brüder und Schwestern, denn Eschers Buch ist nicht ganz so „historisch“, wie er sich und uns versichert, oft mehr „heute“ als „gestern“. Dm so näher bleibt es uns in seiner zeitgemäß sachlichen Erzählweise und in seinen entschieden starken menschlichen Höhepunkten. E. G—u. BCCHEBKI D EU SCHOCKEN VERLAGS 86 ^on jü<^8c^er Gemeinde und Gemeinschaft. Aua C«mfindebflchem, Satzungen und Verordnungen suagewählt deutsch b'-rmusgegtbea von Kurt Wilhelm. / Die Folge von Originalurkunden de* IS. bia 18. Jahrhunderts aus vielen Ländern vermittelt lebendige Anschauung von Wesen, Umgang und Entwicklung, Gefährdung fiberwindender Kraft der Gemeinde, die dae Diaspora-Judentum sieh als umfassenden Rehmen eines Lebens aus eigener Gesetzmäßigkeit geschaffen und erhalten hat» Ö7 Leo Baeck: Das Evangelium Urkunde der jüdischen dauhenagefchiehte. I Die viel umstrittene Frage nach der Entstehung der Evangelien und dem ursprünglichen Sinn ihrer Verkündigung wird hier von dem Bereich des alten Judentums her beantwortet, in dem das Geschehen und der Bericht davon hervor ge wachsen sind. Ein« Darstellung der Überlieferung folgt der begründet* Versuch einer Rekonstruktion des alten Evangeliums, das so als ein jüdisches Bach, ab ela Zeugnis jüdischen Glaubens hervortritt. GO Martin Buber: Worte an die Jugend, isntia« vierzig Jahren wird Bober nicht müde, snr jüdischen Jugend an reden, sie so rufen, eie so rügen» sie aufsurühren. Dis stehen hier vereinigten Anreden •us den Jahren 1904 bis 1937 besangen ln ihrer seitlichen Folge die fortschreitende Entfaltung und Verdichtung dee Aufrufs, der an sei na Hörer ergeht. Dem stufenweisen Anstieg folgend, wird sieh der junge Leser, und nicht der allein, hier zu tiefat angeredet und befragt, bestärkt and ausgeriebtet finden. QQ Lord Byron: Kain. Eia Mysterium. Übertragen von Einist Blafl. / Mit der Keanaeichanag ab Mysterium wollte Byron seine biblische Dichtung in den Zusammenhang der alten frommen Spiele von Sünde, Tod und Erlösung gestellt wissen. Adam and Evas erstgeborener Sohn, der unstete, durch dessen Brudermord der Tod suerst In die Welt gekommen ist, wird nun Urbild der mit Gott Hadernden, gegen Ihn Aufbegehrenden. Antwort]o« fragend klingt das Drama ans, das mit großer dichterischer Kraft neu übertragen ist. QQ Moritz Zobel: Gottes Gesalbter, d» McU» and di. messianisehe Zelt in Talmud und Midrasoh. t Dia biblische Erwartung A4 einer von Gott durch seinen wahren Gesalbten beherrschten Endseit ist 91 nach Abschluß des hebräischen Bibelkanons in bedeutsamer Weise weiter a«gebildet worden und in den Mittelpunkt der jüdischen Lehre gerückt. DU vorliegende, »achHeb vollständige Wiedergabe und Bearbeitung der zugehörigen Quellen texte erschließt das wichtige Gebiet erstmalig hi deutscher Sprache. ln Pappe M1.25/Doppelaummern in Leinen MR.50 SCHOCKEN VERLAG/ JÜD. BUCHVERLAG / BERLIN Willy Friedländer JUWELEN, GOLD- UND SILBERWAREN l«..nt»n« Ankmrf Um.rS.tfm»,.« Berlin W50, Tauentziengtr. 9 . Farnruf 248090’ 3 1 Bettwäsche Tischwäsche Haus- und Küchenwäsche Aussteuern in allen Pn»»l«ta Ludchnter Leinenand Gebildwelrerei [F. V. 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