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Jüdisches Gemeindeblatt für die Synagogen-Gemeinden in Preussen und Norddeutschland · 1938-02-01 · 2 (1.2.1938) · p. Seite 7

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Journal
Jüdisches Gemeindeblatt für die Synagogen-Gemeinden in Preussen und Norddeutschland
Volume
16 (1938)
Issue
2 (1.2.1938)
Date
1938-02-01
Page
Seite 7 (sequence 7)
Language
German
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lUhf/Ni.} Mr dto tygi|M Omhdn I« fmlwi/IInwMartichl—d I.Mnk im den Desemberferino) nach Berlin kamen, nahmen mit ehrfürchtigem Ernat am Gottesdienat und einer Barmiawafeier in der Synagoge LütaowatraBe teil. Sie folgten — wie wir an einem apäteren Heimabend spüren konnten — der Ansprache, die Rabbinor Dr. Salomonakian aie richtete, mit aufgeacbloaaenem Sinn. Dr. Alfred Klee, der dieae jungen Mitglieder jüdiacber Gemeinden keralich begrüßte, ermutigte aie, in Gegenwart und Zukunft, daheim und nach der künftigen Ans-! Wanderung, Treue aum Judentum au erweiaen. Wie in den Vorjahren öffneten aieh den Kindern aua Kleingemeinden bereitwillig alle Türen: au den beiden achönen Ausstellungen des Jüdischen Museums, au einer Vorstellung „Eugen Onegin“ des Kulturbundes. Eine Kinderlesehalle sandte Bücher und Spiele. Die Schulverwaltung und das Jugendpflege- Pädagogisch# Arbeitstagung Am 16. und 17. Janhar fand in Stettin für die Lehrer Pommerns und der angrenzenden Gebiete Mecklenburgs, Brandenburgs und der Grensmark im Rahmen der vom Preußischen Landesverband jüdischer Gemeinden und der Reichavertretung der Juden in Deutschland organisierten Lehrerfortbildung eine pädagogische Arbeitstagung statt, zu der der Lehrerverband eingeladen und der der Verband der Synagogengemeinden Pommerns seine Unterstützung geliehen hatte. Zu der Tagung waren die Lehrer der genannten Bezirke vollaählig erschienen. Die Tagung vermittelte in Vorträgen und Arbeitsgemeinschaften den Teilnehmern die Kenntnis methodisch-unterricbtlieher und jüdisch-geschichtlicher Fragen. Rabbiner Richter (Stettin) behandelte die messiadischen Bewegungen im 16. und 17. Jahrhundert und Dr. Fritz Bamberger, der Leiter der Berliner Jüdischen Lehrerbildungsanstalt, der die Tagung und die pädagogische Diskussion leitete, am Beispiel Manasse ben Israels den Aufbau einer Unterrichtseinheit im jüdischen Geschichtsunterricht der Oberstufe. Oberkantor Leon Kornitzer (Hamburg) erörterte in einer Arbeitsgemeinschaft, die für die Theorie und Präzis der synagogalen Musik zahlreiche Anregungen gab, die verschiedenen Arten des Nussach. Neben diesen Vorträgen und Arbeitsgemeinschaften erhielten die Teilnehmer an der Tagung einen Einblick m die praktische Arbeit der Stettiner Schule. Sie sahen eine Schulfeier und zwei Lektionen, die den Chamischa Assar bischwat zum Gegenstand hatten. Auch an sie schloB sich eine eingehende prinzipielle Diskussion an, die sowohl dem Volksschnllehrer als auch dem Religionslehrer wichtige Hinweise bot. Transfonreffahran für JUdtecho Auswanderer Die Presse-Abteilung der Reichavertretung der Juden in Deutschland teilt mit: Da noch nicht feststeht, wann das das ernat halfen, das. vom Provinzialverband Brandenburg für jüdische Wohlfahrtspflege schnell eingerichtete Heim wohnlich zu ge¬ JULIUS M. BIER & AN- UND VBKAUF VON GRUNDSTÖCKEN Stammhaus gsgrundst 1890 iarll», U»il|>r Mr. 31-32, T«L 134441 stalten. An dm Abenden wurde das Erlebte besprochen und viel gemeinsam gesungen. Es war ein glücklicher Gedanke, die Kinder auch einmal su einer Mittagsmahlzeit in ein jüdisches Altersheim su laden. Mit dem Mut der Jugend sang der erst seit einem Tag bestehende „Fliegende Chor der Provinzkinder* vor, und die Begegnung von jung und alt gestaltete sich ebenso heiter wie erfreulich. Transfer-Verfahren wieder aufgenommen werden kann, das von der Allgemeinen Treuhand-Stelle für die jüdische Auswanderung G. m. b. H. (Altreu), Berlin W 35, Potsdamer Straße 72« auf Veranlassung der Reichsstelle für Devisenbewirtschaftung rat November ▼. J. zur Förderung der jüdischen Auswanderung aus Deutschland eingeleitet worden ist, wird die Altreu, von ganz besonders dringlichen Fallen für kleinere Beträge abgesehen, neue Anträge bis auf weiteres nicht entgegennehmen. Eine etwaige Wiederaufnahme des Verfahrens wird in den jüdischen Blättern bekanntgegeben werden. Fortbildung •nglitchor Sprachlehrer Die Schulabteilung der Reich.Vertretung teilt mit: “ An vielen Orten be«tehen engli.rhe Sprachknr.e znr Vorbereitung Erwaeh.ener und Jugendlicher für die Au.wanderung. Da die Lehrkräfte dieser Kurse bisher im allgemeinen wenig Gelegenheit sur Fortbildung im Engliaehen hatten, sind von der $cbnlabteilung der Reichsvertretnng entsprechende Einrichtungen ins Leben gerufen worden. Alle Lehrkräfte, die im Rahmen aolcher Knrse englischen Unterricht erteilen, werden daher gebeten, aieh umgehend in Verbindung zu setzen mit der Reichsvertretnng der Juden in Deutschland, Sehulabteilung, Berlin- Charlottenburg, Kantatr. 1581IL Vorh#r #rfcimdlg#«i! Der „Hilfs verein der Juden in Deutschland* gibt folgendes bekannt: ln letzter Zeit häufen sich die Fälle, in denen Auswanderer dadurch schweren Schaden erleiden, daß sie es versäumt haben, sich rechtzeitig an sachkundiger Stelle au informieren. Dies fuhrt sehr leicht sur Außerachtlassung wichtiger gesetzlicher Formalitäten, die rar Erteilung einet Visums vom Einwanderungslande gefordert werden, und somit mindestens so Zeit- und Geldverlusten für den Auswandenmgswüligen. Häufig werden aber auch bei der Einwanderung selbst in Unkenntnis der Zollvorschriften oder der wirtschaftlichen Verhältnisse im Einwanderungslande Fehler begangen, die den Einwanderer außerordentlich teuer su stehen kommen. Aus solchen Gründen liegt es tm dringendsten Interesse des Auswanderers selbst, sich bei den zuständigen Beratungsstellen des Hilfsvereins sorgfältig vor seiner Ausreise zu erkundigen, und zwar gerade auch dann, wenn er eine finanzielle Hilfe ni<.ht benötigt. Die Berater des Hilfsvereins verfügen über eine Fülle von Informationen, die für jeden Auswanderer von Wert sind. Von Schabbat zu Schabbat 1. Schabbai „Teruma“ 5. Febmar 1938 Das Heiligtum. In diesem Wochenabschnitt fisulet sich das zentrale Gebot: jSie tollen mir ein Heiligtum Huschest, daß ich in ihrer Mitte wohne“. Das Heiligtum ist das Symbol für den Monotheismus und damit zugleich für die Einheit Israels. Der Aufruf zum Bau des Heiligtums tteht nicht im Widerspruch zu der lieber- Zeugung, daß „Gottes Herrlichkeit die ganze Erde erfüllt“. Die Vorbedingung für die Heiligung liegt im Menschen selber. Die ethische Gesinnung des Menschen ist die Voraussetzung für den Aufenthalt Gottes inmitten Israels, wie das Wort Gottes an König Salomo es besagt: ^Dieses Haus, das du erbaust, — wenn du nach meinen Vorschriften wandelst, meine Rechte ausübst und alle meine Gebote beobachtest, nach ihnen zu wandeln_werde ich wohnen inmitten der Kinder Israel und mein Volk Israel nie verlassen“. 2. Schabbat „Tezawe44 12. Februar 1938 Das beständige Licht. Im Heiligtum branttte ein ewiges Licht. Bis in die heutige Zeit hinein hat sich diese Einrichtung als JVer Tamid* in den Synagogen erhalten. Das Licht symbolisiert nach Briefmarken/FRITZ LEWIN BBRLIN V», LDTKOWSTRASSE 91« jüdischer Auffassung ein Zweifaches. Zunächst ist das Licht ein Sinnbild der Seele, wie die Gleichnisspriicke Salomos es zum Ausdruck bringen: „Die Seele des Menschen ist ei» Licht des Ewigen“. Und zun* anderen gilt das Licht als Zeichen der Tora, wie es heißt: „.. und die Lehre ist das LhhtP. Bei allen rituellen Handlungen steht das Licht im Mittelpunkt, cm Sabbateingang und am Sabbaimutgang, bei Anlässen der Treuer und der Freude. „Ein beständiges Feuer brenne auf dem Altar, es erlösche nie“ — das ist die Forderung des Judentums an seine Menschen. 3. Schabbai' „Ki Tissa“ 19. Februar 193* DerSchekeL Hier findet sich die ursprüngliche Institution der Schekelebgebe-_ Der SchekelI — richtiger gesagt der halbe Schekel — diente sur li DAS SPEZIALHAUS für Stoffe Wäsche Kleidung Teppiche Gardinen Möbel A USRÜSTUNG FÜR PALÄSTINA UND ÜBERSEE Sdtrifiüdu Anfragen an Sa Vbmu-Abtabmg 1-3 I BERLIN Ci SPANDAUER STRASSE KONIGSTRASSE 1

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