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Jüdisches Gemeindeblatt für die Synagogen-Gemeinden in Preussen und Norddeutschland · 1938-02-01 · 2 (1.2.1938) · p. Seite 8

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Journal
Jüdisches Gemeindeblatt für die Synagogen-Gemeinden in Preussen und Norddeutschland
Volume
16 (1938)
Issue
2 (1.2.1938)
Date
1938-02-01
Page
Seite 8 (sequence 8)
Language
German
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1t. JbrgJNr. 2 / »dhclwi C»w»l«d»hl«M fHr dl« tyagogi« Gemeinden Hi Nirt»n/Nwdd«rt»tM«id 1. Fobraar im UNSER BÜCHERTISCH Sühne bei der Zählung der Kinder Israel. AUe Schichten und Stände des Volkes sind an der Schekelsteuer in gleichem Maße beteiligt. Im alten jüdischen Staat wurden aus den Schekeleingängen die Gemeindeopfer bezahlu Selbst nach dem Aufhören des jüdischen Staates zahlte man freiwillige Abgaben an die Kalender für Februar Di Febr. 1 Sch'wat 30 Neumond, 1. Tag Mi 2 Adar I. 1 Neumond, 2. Tag Do W 3 2 Fr 4 3 So n 5 ** > 4 Teruma So st 6 S Mo 99 7 6 Di n 8 7 Mi »9 9 8 Do 10 9 Fr 99 n 10 So 91 12 99 11 Tezawe So 13 12 Mo 99 14 13 Di 15 14 Mi 99 16 15 Do 9, 17 16 Fr 99 18 17 So 99 19 99 18 Ki Tissa So 99 20 19 Mo 99 21 20 Di •9 22 21 Mi 99 23 22 Do 24 23 Fr 24 "25 [Neumondsweihe So 99 26 99 [Scbabb. Scbekalim Wajakhel, So 99 27 26 Mo 99 28 99 27 Exilarchen und an die babylonischen Hochschulen. In neuerer Zeit hat der Zionismus die alle Institution in gewissem Sinne wieder eingeführt und den Schekel zum einheitlichen Beitrag zum Zwecke des Aufbaues von Erez Israel gemacht. 4. Schabbat „Wajakbel* 26. Februar 1938 Kunst im Dienste Gottes. Und Mosche sprach zu den Kindern Israel: ,£eht, der Ewige hat mit Namen berufen Betalelt den Sohn Uris, Sohn Churs, aus dem Stamme Jehuda. Und hat ihn mit göttlichem Geiste erfüllt, mit Weisheit, Vernunft, Kenntnis und allerlei Kunstfertigkeit. Und um Pläne zu ersinnen, zu arbeiten in Gold, in Silber und in Kupfer. Und im Steinschneiden zum Einfassen und im Holzschneiden, um allerlei Kunstarbeiten auszuführen.** Kurt Klappholz. Wertkeiner, Martha: Dienst auf den Höhen. Roman. Berlin, Erwin Löwe. 1937. 301 S. Tamar, die Tochter König Davids, von ihrem Halbbruder Ammon entehrt und uiu ihre Jugend betrogen, ihres geliebten Bruders Abschalom durch schmachvollen Mord beraubt, besucht den „Dienst auf den Höhen44, den Creueldienst des Kemoach und der Aschtarot, um Richer su finden am Hause des Königs, und kehrt zurück als Suchende, als Kündende und Erleuchtete: Tamar geht unter das Volk, Tamar geht zum König Schelomo, um das alte Jisrael, um das Gesetz wiederzufinden und die, welche -es erfüllen, um König und Volk miteinander zu versöhnen und schlieBlich im Wirken des Alltags und im Verwirklichen der Lehre Gottes den wahren Dienst auf den Höhen — den Höhen der Menschheit — zu erfüllen. Das ist in kurzem Umriß der Hauptinhalt des ebenfalls oft umrifihaften Romans, der in farbigen und schönen Bildern Menschen und Ereignisse. Kultur und Landschaft Alt- Israels zeichnet, immer klar und eindeutig die Idee des unvergänglichen Judentums und seiner ewigen Gesetze verfolgend. Und eben diese Idee — von den dichterischen Kräften des Buches und seinem persönlich-religiösen Erlebnisgehalt ganz abgesehen — wirkt hier mit solcher Stärke auf den Leser, daß sich Regonwald« Geburtstag: Am 4. 2. Frau Sara Cohn 78 Jahre alt. — Todesfall: Am 15. t. Frau Doris Herrm a n o , geh. Falkenstem. Datmold Aal 8. Januar wurde io der Synagoge zu Detmold unser neuer Bezirkslehrer, Herr Max Alexaoder aus Bendorf (Rhein), feierlich io sein Amt eingeführt. Der Landesverbandsvorsitzende, Herr Moritz Heribert (Detmold), begrüßte mit herzlichen Worten den neoen Lehrer, Kantor und Seelsorger; gleichzeitig überbraebte er auch die Glückwünsche des Preußischen Landesverbandes jüdischer Gemeinden. Der Vorsitzende der Synagogen-Gemeinde Detmold acbloS sieb den Worteu seines Vorredners an. Herr Alexander sprach sodann in seiner Antrittspredigt über die heutigen Ziele und Aufgaben des jüdischen Lehrers und Seelsorgers in den Kleingemeinden. Hadamar. Am 21. Dezember v. J. konnte Herr Siegmuad Rosenthal sein 70. Lebensjahr vollenden. Seit Jahren widmet er mit warmem menschlichen Empfinden alle seine berufsfreie Zeit der Mitarbeit im Vorstande der Kultosgemeinde Hadamar und versieht auch das Amt des Toravorlesers. OffAuslandftstell«n (zur Vermittlung genehmigt durch das Landesarbeitsamt Brandenburg) Nach Südafrika wird für einen größeren Haushalt eine perfekte jüdische Köchin gesucht Eine Firma in Venezuela sucht eine jüdische Korrespondentin für deutsch und englisch. Gehalt 300 Bolivaa. Einreise wird besorgt. nur Wenige ihr entziehen können. Die» allein •chon müßte dem Roman einen hervorragenden Platz unter den jüdischen Büchern der Gegenwart sichern. E. G—n. Heine, Heinrich: Der Rabbi von Bacbarach. Ein Fragment* Mit den zugehörigen Briefen Heines und mit einem Nachwort von Erich Loewenthal. Mit Zeichnungen von Ludwig Schwerin. Berlin: Schocken. 1937. 104 S. (Bücherei des Schocken-Verlag. 80.) Man möchte auch von diesem Fragment sagen — wie ein großer Musiker von Schuberts „Unvollendeter44 sagte — daß es zum „Vollendetsten alles Unvollendeten44 gehört, eine dichterische Kostbarkeit voll nie vergehender Reize. Unbegreiflicherweise gab es bisher wenige Einzelausgaben dieser Heineschen Prosadichtung, die oft halbvergessen in den Gesamtausgaben seiner Werke verschwand. — Die kräftigen, manchmal derbburlesken Federzeichnungen Ludwig Schwerins, gelegentlich leicht an die Sphäre Sievogts streifend, erhöhen den Wert des Büchleins ebenso, wie die hochinteressanten Briefe Heines über sein Werk und das gründliche Nachwort Erich Loewenthals. Ein besonders hübsches Geschenkhuch für alte und junge jüdische Bücherliebhaber. E. G—n. Nach Venezuela wird eine jüdische Hausangestellte, die etwas kochen kann, gesucht. Gehalt 100 Bolivas bei freier Station. Einreise wird besorgt. Eine nach Neu-Seeland übersiedelnde Dame sucht eine jüngere jüdische Kraft zur vollständigen Führung des Haushaltes und zur Uebernahmc aller häuslichen Arbeiten. Da die Hausfrau leidend ist, wäre eine in der Krankenpflege erfahrene Dame, wie Aerztin oder Schwester, erwünscht. Nach Palästina wird ein erstklassiger jüdischer Setzer gesucht, der an die Ausführung von handgesetzten bibliophilen Drucken gewöhnt ist. Nach Peru wird ein jüdischer Seifensieder gesucht. Der Betreffende würde evtl, auf Grund eines 3jährigen Arbeitsvertrages als Hilfs-Chemiker eingestellt werden. Er hätte auch den Versand zu beaufsichtigen. Gehalt bei 25 Arbeitstagen im ersten Halbjahr 5 Soles täglich, im zweiten Halbjahr 6 Soles täglich. Verlangt wird möglichst lediger Seifensieder. Für Australien wird ein jüdischer Motorbootbauer gesucht. Der Bewerber muß Erfahrung im Bau von Yachten und Motorbooten haben. Für Indien wird für eine Schmelzerei ein jüdischer Vorarbeiter gesucht. Bewerber müssen Erfahrungen im Schmelzen von Weißmetall haben. Sie müssen einen Aasscheidungsofen für Weißmetall, einen Kupferkuppelofen und einen Bleikuppelofen bedienen können. Für Brasilien wird ein jüdischer Gelatine- Chemiker gesucht, der fähig ist, die Produktion einer Fabrik za leiten. Ausführliche Bewerbungen nur auf Luftpostdünnpapier, Zeugnisabschriften, Lebenslauf, sowie Paßpnoto werden weitergeleitet durch die Jüdische Gemeinde, Berlin SW 19, Lindenstraße 48/50. Bewerbungen auf gewöhnlichem Postpapier werden nicht mit Luftpost befördert. nmimHutHiHiimmHHntHiiimiiiiiiiiiuiiiiiiiHiiiiititiiiiiiiiinitiiiiitHiiwmiiiHimmimuliHiHiiHUHnHiHtmii Kurze Mitteilungen Umzüge und Transporte jeder Art nach allen Teilen der Welt Gepäckbeförderung / Lagerung / Verpackung / Versicherung K| BRASCH & ROTHENSTEIN INHAI ER HAR *RYW. HAMACHER Hauptgeschäft: BERLIN NW 40, Lüneburger Straße 22 - - Ruf: 3566 41 Zweigniederlassungen an allen vericehrswiditigen Plätzen

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