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Jüdisches Gemeindeblatt für die Synagogen-Gemeinden in Preussen und Norddeutschland · 1937-10-01 · 10 (1.10.1937) · p. Seite 10

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Journal
Jüdisches Gemeindeblatt für die Synagogen-Gemeinden in Preussen und Norddeutschland
Volume
15 (1937)
Issue
10 (1.10.1937)
Date
1937-10-01
Page
Seite 10 (sequence 10)
Language
German
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13t Jhrg/Nr. 10 Jod. Ceneindeblatt f. d. Synag.-Gem. In Preußen/Norddeutfechland 1-. Oktohtt t93T Jüdische Gemeinde DUISBURG OottwdiMUl« im Oktober 1937 Vorabend Morgen« Nsehst. Abends 8.- 9. Okt. 17,30 9 17,45 18,34 15.-16. . 17,30 9 17,30 18,19 22.-23. , 17 9 17.15 18.05 29.-30. . 17 9 17 17,51 5.- 6. Nov. 18.45 9 17 1743 F—IHwnrtriflitM. Geburt: 1. 9. 1937 Gisela .Heymann, Tochter von Herrn Hermann Heymann und Frau Margot geh. Sternberg, Koloniestr. 212; — Barmizwob: 18. 10. 1937 Alfred Haber, Sohn von Herrn Karl Haber und Frau Emma geb. Apfelbaum, Nahestr. 55; — Geburtstag: 17.10.1937 Frau Henriette Mendel, Landgerichtsstr. 9, 89 Jahre; ■— Sterbefälle: 20. 8. 1937 Frau Elfriede Sternberg geb. Cohen, Meiderich, Reinholdstr. 7; 5. 9. 1937 Frau Frieda Cohen geb. Nathan, Duisburg, Universitätsstraße 22. Das Wahlfahrtsamt der Jüdischen Gemeinde benötigt dringend für die bevorstehenden Herbst- und Wintermonate größere Mengen Kleidungsstücke insbesondere Herrenanzüge, Herren- und Damenmäntel und Schuhe. Wir bitten unsere Gemeindemitglieder, möglichst bald alles Entbehrliche auszusortieren und das Wohlfahrtsamt zu benachrichtigen, das die Sachen abholen läßt Vorauszahlung der Kultussteuer. Die Zahlung der am 15. August 1937 fällig gewesenen Vorauszahlung auf die Kultussteuer für das II. Quartal 1937 (1. Juli bis 30. September 1937) wird hiermit angemahnt. — Nach dem 8. Oktober erfolgt Einziehung im Verwaltungszwangsverfahren, durch die dem Steuerpflichtigen Kosten entstehen. ' Bekanntmachung. Durch Verfügung vom 21. August 1937 hat der Herr Regierungspräsident in Düsseldorf mit Wirkung vom 1. Juli 1937 ab die Synagogengemeinden Hamborn und Ruhrort als selbständige Gemeinden aufgelöst und der Jüdischen Gemeinde zu Duisburg zugeteilt Die Jüdische Gemeinde zu Duisburg umfaßt jetzt den gesamten Bezirk der Stadtgemeinde Duisbnrg. Ebenso ist der Steuerbeschluß für das Rechnungsjahr 1937/38 genehmigt und nunmehr für die Gesamtgemeinde in Kraft getreten. Es werden erhoben: a) 30% der Reichseinkommensteuer b) 5098 der Reichsvermögensteuer. Die nach a) berechnete Steuer wird auf die nach b) berechnete Steuer angerechnet. — Ferner wird ein Gemeindegeld von RM 4,— bis RM 30,—, gestaffelt nach der Höhe der Kultussteuer, erhoben. Die Steuer ist in vier Raten am 15. Mai, 15. August, 15. November 1937 und am 15. Februar 1938 fällig. Die Einzelheiten des Steuerbeschlusses können auf dem Gemeindeamt Junkernstr. 2 eingesehen werden. Der Vorstand der Jüdischen Gemeinde zu Duisbnrg. Jüdischer K altarband Rhela-Rahr. Das Septemberprogramm des Kulturbundes stand ganz im Zeichen der Musik. Der erste Konzertabend wurde bestritten durch Ruth Kisch-Arndt (Gesang) und Alice Krieger-Isaac (Klavier). Beide Künstlerinnen sind hier bestens bekannt und wurden schon bei ihrem Auftreten mR herzlichem Beifall begrüßt. Der vollbesetzte Saal war ein Beweis, daß in Erwartung eines ganz großen Kunstgenusses sich niemand dieses Konzert entgehen lassen wollte. Ruth Kisch-Arndtsang im ersten Teil Händel (Xerxes) und Antonio Lotti und altenglische Volkslieder. Die edle Sangeskunst dieser weltberühmten Sängerin ist an anderer Stelle schon viel gepriesen worden. Was uns aber immer wieder ihre Darbietungen zu einem tiefbeglückenden Erlebnis werden läßt, das ist neben dem herrlichen Klang ihrer Stimme vor allem der beseelte Vortrag, mit dem sie ein Kunstwerk ausschöpft und gestaltet Wenn nun noch hinzukommt, daß zu dem Inhalt der Lieder eine innere Aufnahmebereitschaft der Zuhörer besteht, daß es Lieder sind, deren Inhalt der jüdischen Gedankenwelt und dem jüdischen Schicksal unserer Tage entnommen ist, wie es bei dem zweiten Teil des Abends der Fall war, dann sind im besten Sinne alle Voraussetzungen zum' Bestehen einer Kunstgemeinschaft in ihrem gebenden und aufnehmenden Teil erfüllt. Wir hörten Lieder von den modernen jüdischen Komponisten Schallt und Engel, die sich darum mühen, das Wesen der ursprünglichen jüdischen Musik mit moderner Kompositionskunst zu verbinden. Es ist das große Verdienst von Ruth Kisch-Arndt, daß sie ihre Sangeskunst in den Dienst des hebräischen Liedes stellt, wobei offensichtlich ihre persönliche Liebe zur hebräischen Sprache und ihr Verwurzeltsein im Jüdischen innerer Antrieb bedeutet. So fand denn gerade dieser Teil des Abends eine begeisterte Zuhörerschaft, die zum Lohne noch mehrere Zugaben empfangen durfte. Alice Krieger-Isaac konnte durch ihre feinsinnige Klavierbegleitung zu diesem Erfolge beitragen. In ihren Solodarbietungen (Händel, Da quin, Rameau, Liszt, Komgold) erwies sie sich als große Pianistin. Zum zweiten Konzertabend war das Streichquartett des Jüdischen Kulturbun- GottMdtorat« im Oktober 1937 Schabbat Vorabend Morgens Minchah Ansgang 2. Okt 18 9 17,50 18,30 9. . 17,45 9 17,40 18,15 16. . 17,30 9 17,25 18 23. , 17,15 9 17,10 17,47 30. . 17 9 17 17,32 6. Nov. 16,45 9 16,45 17,22 An den Wochentagen 7,30 und 19 Uhr, An Sonnu. christl. Feiertagen 8,30 u. 19 Uhr. An Neumondstagen 7,20 u. 19 Uhr. J. T. S. V. Bar Koehba. Nach langer Pause nimmt der J. T. S. V. Bar-Kochba, Halle, am Sonntag, dem 2. Oktober, mit einem Spiel seiner 1. Fußballmannschaft gegen Bar- Kochba, Dresden, in Dresden den Sportbetrieb wieder auf. Infolge Mangels eines Sportplatzes war es im vergangenen Jahre nicht möglich, einen geregelten Spielbetrieb durchzuführen, abgesehen von einigen Handballspielen der Damen-Herren-Mannschaften gegen den Bar-Kochba, Leipzig. In der kommenden Spielzeit wird die Fußballmannschaft wieder regelmäßig Spiele austragen. Ab 1. 10. findet wieder regelmäßig das Tischtennistraining statt, und zwar Montags von 17 bis 20 Uhr Jugend, von 20 bis 22 Uhr Erwachsene. Wir bitten um rege Beteiligung. JshtsdtM las Oktober 1937. Freitag, 1. 10.: Dreyer; Sonntag, 3. 10: Müller; Montag, 4. 10.: Bing, Lewin; Dienstag, 5. 10.: Freund, Frau Kohlhagen; Donnerstag, 7. 10.: Mark; Freitag, 8, 10.: Salkm, Müller, Plaht; Samstag, 9. 10.: Sacki, Plawkowski; Sonntag, 10. 10: Frau Manasse, Rosenbaum; Dienstag, 12. 10.: Schulberr, Speier: Mittwoch, 13. 10.: Polak; Freitag, 15. 10.: Goldmark; Sonntag, 17. 10.: Schulherr; Montag, 18. 10.: Bauer; Dienstag, 19.' 10.: Friedländer; Mittwoch, 20. 10.: Israel, Pinto, Salomon; Donnerstag, 21. 10.: Th. Weiß, Hahn; Freitag, 22. 10.: Weiß; Dienstag, 28. 10.: Dr. Cohn,' W. Katz; Mittwoch, 27. 10.: Goldmark; Donnerstag, 28. 10.: Schlesinger; Samstag, 30. 10.: Lerner. Jüdischer Kaltarbod Halle. Unseren Mitgliedern teilen wir mit: Am Mittwoch, Jn 20. Oktober 1937, 20H Uhr des Rhein-^fain (E. Drucker 1. Violine, Th, Ratner 2. Violine, Rieh. Karp Violo, H. Edelstein Cello) verpflichtet worden. Wir hörten vor* Jahresfrist das Streichquartett in x. T. anderer Besetzung und dürfen feststellen, daß die beiden inzwischen ausgeschiedenen . Künstler vollwertig ersetzt sind. Das Quartett in seiner heutigen Besetzung ist ein wundervoll aufeinander eingespielter Klangkörper. Jeder Künstler beherrscht nicht nur sein Instrument in künstlerischer Vollendung, sondern weiß sich in den Gesamtrahmen einzufügen. Die aufgeführten Stücke von Smetana, Toeh, Dvorak waren eine Meisterleistung edelster Kammermusik. Die z. T. schwierigen Passagen wurden in sauberer Ausführung bewältigt, die rhythmischen Eigenarten scharf ausgeprägt, die dynamischen Mittel sparsam, aber fein differenziert, angewandt. Besonders interessant war die Serenade von Ernst Toch, einem zeitgenössischen jüdischen Komponisten, für zwei Violinen und Bratsche, ein Stück von eigenartigem Charakter unter Verwendung moderner Kompositionsgrundsätze. Auch dieser Abend fand bei den Zuhörern freudige Aufnahme. Die Künstler ernteten wohlverdienten reichen Beifall. Synagoge Hamborn. Von Schabbos Bereschis ab wird jeden Schabbos Mincha und Maariw gebetet. Zwischen Mincha und Maariw wird gelernt. — Der Oneg Schabbos findet wieder um 4 Uhr statt. Auch Erwachsene können teilnehmen. — Herr Lehrer Grünewald beabsichtigt, einen Synagogen-Chor zu gründen. Stimmhegabte Damen und Herren wollen sich bei Herrn Grünewald, Hamborn, Kaiser-Friedrich-Straße 59, melden. pünktlich, im Gemeindehause, Germarstraße Nr. 121, Vortrags-Abend (Rezitationen) des bedeutenden Sprechers Otto Bernstein, Berlin. Die Vortragsfolge bringt Werke vonBeer-Hofmann, Hermann Bang, Jean Giono, Hqnnann Hesse, Jizcho&Lejb Perez. Niemand versäume, diesen zur Zeit Größten seiner Art zu hören. Wir bitten, das Datum vorzumerken. Besondere Einladungen ergehen nicht. Die Beiträge für Oktober, auch Vorauszahlungen für mehrere Monate sind erwünscht, sind durch Einzahlung bei B. I. Baer oder bei Abholung bis zum 10. des Monats zu zahlen. - Säumige Zahler müssen die entstandenen Unkosten selbst tragen. — Neu hinzutretende Mitglieder erbitten Antragsformulare in der Schreibstube Silberberg, Hindenburgstr. 48, Fernsprecher Nr. 25930. Jüdisches Winterhilfswerk. Am 5. Oktober wird das diesjährige jüdische Winterhilfswerk eröffnet Anträge auf Betreuung sind in der Zeit vom 6. bis 11. Oktober er. im Gemeindehause, Germarstr. 12 I, zu stellen. Gemeindemitglieder, die sich als Helfer zur Verfügung stellen wollen, bitten wir, sich im Gemeindehanse gefl. zu. melden. Die Sammlungen beginnen nach dem 8. Oktober. Wir hoffen, daß sich dieses Jahr kein Gemeindemitglied ausschließt und bitten, unsere Sammlern und Helfern, die alle ehrenamtlich tätig sind, das nötige Entgegenkommen zu zeigen. Die erste Eintopf- Sammlung findet voraussichtlich am 10. Oktober statt Der Vorstand der Synagogengemeinde. Zionistische Ortsgruppe. Am Montag, dem 4. Oktober 1937, 20,30, Uhr Gemeindehaus: Vorfragsabend über »Wichtige Zionistische InfermaHonen“. Es spricht Dr. Max Flescbi/ Hamburg. Der Referent, der vor kurzem von einer Palästinareise zurückgekehrt ist, wird sich in seinem Vortrag besonders den brennenden Tagesfragen Zionistischer Politik - Züricher Kongreß - Genfer Abmachung Die Zukunft des jüdischen Staates zuwenden. - Synagogen-Gemeinde HALLE

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