Jüdisches Gemeindeblatt für die Synagogen-Gemeinden in Preussen und Norddeutschland
- Journal
- Jüdisches Gemeindeblatt für die Synagogen-Gemeinden in Preussen und Norddeutschland
- Volume
- 15 (1937)
- Issue
- 10 (1.10.1937)
- Date
- 1937-10-01
- Page
- Seite 9 (sequence 9)
- Language
- German
- Belongs to
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15. Jhrg/Nr. 10 Jod. Gemeindebiatt f. d. Synag.-Gcm. in Preußen/Nortkteutsdiland 1. Okodxär'1937 Israelitische Gemeinde BREMEN OwttwdUnrt» hu Oktober 1937 Synagoge Gartenstraße 6 Hshehhetti Vorabend Morgens Minchah Ausgang 2. Okt. 17,45 8,30 18 18,40 9. ,t» 17,30 8,30 17,45 18,26 16. „ 17,15 8,30 17,30 18,10 23. n 17 8,30 17,15 17,66 30. » 16,60 8,30 17 17,42 Neumondsweihe und Predigt: 2. u. 30. Ökt. Neumondstage Marcheschwan: 5. u. 6. Okt, Wochentags: l.-7-Okt. 7 u. 17,30Uhr, 10.-21. Okt. 17 Uhr, 24.-31. Okt/ 16,30 Uhr. Familiennaehrlehten. Gestorben: 22. August: M. Aschenberg Wwe., Jettchen geh. Fränkel (Altersheim), 77 Jahre; 8. September: Levy KOrbchen, 82 Jahre; 8. September: Herz Anspacher Ehefrau, Jenny geh. Löwenthal, 72 Jahre; Berh. Galatzer Wwe, Selma geb. Wolff, 65 Jahre ^Altersheim). Jahrselten hn Oktober. 1. Okt.: W. Lustgarten; 8. Okt.: Z. Margulies, Dr. P. Hes; 13. Okt.: Max und Bernhd. Beiser; 14. Okt.: S. Directorowitz; 19. .Okt.: Leo Abt, Jul. Cohn II; 28. Okt.: Leop. Katzenstein; 29. Okt.: Erich Rosenbanm, L. Duchowny; 30 Okt.: Herrn, und Wilh. Anspaqher. — Jahrzeit-Gedächtnis: Am 31. Okt.: Adolf Stern, gest. 26. Cheschwan. Jüdische Winterhilfe 1937/38 Abermals nehmen wir unsere seit 2 Jahren bewährte Tätigkeit bei Beginn der Wintersaison wieder auf. Von der umfangreichen Arbeit, die seitens der1 Jüdischen Winterhilfe in Deutschland während der abgelgufenen Saison zu leisten war, gibt der anen Gemeindemit^liedern zugehende Bericht der Beichsvertretung der Juden in Deutschland, Abt. Zentralwohlfahrtsstelle, Kunde. Bei der künftigen Winterhilfs-Betreuung wird aller Voraussicht nach eine wesentliche Steigerung in der Zahl der Petenten n berücksichtigen sein. Um tatkräftige Hilfe leisten zu können, sind beträchtliche Mittel in Geld imd Sachleistungen erforderlich; sie können nur dann aufgebracht’werden, wenn sich Niemand ausschliefit und Jeder diejenige Summe durch Zeichnung monatlicher Beiträge bereitstellt, die in der Tat seiner finanziellen Lage entspricht. Keinesfalls genügt es, sich mit Eintopfspenden und Pfundspende-Ablösung, allein zu beteiligen, die nur zur Lebensmittelbeschaffung Verwendung finden. Um die große Aufgabe der JWH. erfüllen zu können, sind feststehende monatliche Beiträge vonnöten, ohne die eine Disposition auf längere Sicht zur Unmöglichkeit wird. Daher sehe es Jeder als Ehrenpflicht an, den ihm zugehenden Zeichnungsschein sofort auszufüllen imd an das Büro der Jüdischen .Winterhilfe, Gartenstraße 7, zu senden. Jeder nehme unsere Vertrauensleute wohlwollend auf und setze die JWH. Bremen in den Stand, allen erfüllbaren Anforderungen auch im kommenden Winter zu entsprechen. Empfangt auch unsere jugendlichen Helfer freundüchl Fertigt sie nicht an der Türe ab! Als Vertrauensleute fungieren folgende Damen und Herren: 1. Parkviertel: Frau Marg. Gurau, S. Za- . charias, K. Kayser, 2. Neustadt: Bd. Benjamin, W. Lustgarten, Harry Grünberg, 3. Schwachhausen: E. Popper und Frau J. Popper, Paul Brady, 4. Zentrum: Frau M. Kahlenberg, 5. Rembcrti: Willy Stein, . 6. östl. Vorstadt: Albert Ries, Alfred Grünberg, Paul Alexander, 7. Findorff: Jos. Platzer, Jul. Horwitz, 8. West). Vorstadt: dies., 9. Osterdeich und Hastedt: Walter Sehay, 10. Doventor: Emil Ostro, Willy Podolsky. Die Kleiderkammer wird auch während der Dauer der jüdischen Winterhilfe 1932/38 jeden Montag and Mittwoch von 10 bis 12 Uhr geöffnet sein« — Anweisungen sind iaa Gemeindebüro Gartenstraße 7 zu beantragen. Werkt für die Bbme Beitragskarte der jüd. Hausfrau I Diese Aktion darf auch in der Winterbilfa-Periode keine Unterbrechung erleiden; sie ist notwendig rar Durchführung der Berufsausbildung und -Umschichtung, zur Auswanderungs-Vorbereitung und Aufbringung der Passagen. — Abrechnung durch die Vertrauensdamen jeden 2. Montag (11. Oktober, 8. November etc.). Todesfälle melde man unverzüglich im Gemeindebüro (Ruf: 28588) und beim Vorstand des Kranken-Wohltätigkeits-Vereins (Ruf: 51948 und 53892) bzw. dem Israelit. Frauenverein (Ruf: 41656).__ Beerdigungskosten sind stets im voraus zahlbar, evtl, durch Deponat. Die Chewra kadischa ist nicht in der Lage, ohne Vorauszahlung die notwendigen Barauslagen zu machen. Die behördliche Bestattungs-Erlaubnis wird im Friedhofsamt erteilt, Büro: Brautstr. 2ö. Kriegsopferberatung. Reichsbund jüdischer Frontsoldaten. Das Büro des Kameraden Benno P i n c u s befindet sich jetzt im Haus Georgstraße 49. Pfnndspende-Verteünng der Jüd. Winterhilfe. Die erste Ausgabe von Lebensmitteln findet am Donnerstag, 7. Oktober, 9—10 Uhr, Gartenstraße 7, statt. Abgabe nur gegen Vorzeigung des Berechtigungsscheins. Ein Betb Chlnneh ist für die schulentlassene Jugend, die noch nicht weiß, ob sie auf Hachscharah gehen soll, In Berlin N 4, Artilleriestraße 31, eingerichtet worden. Die Jugend wird daselbst bewußt religiös erzogen. Interessenten können sich direkt an das Beth Chinuch wenden. Synagogen-GemeindeMAGDEBLIRG Gottosdlunsto Im Oktober 1937 Scbabbat Mincha Ausgang 2. Oktober 17,45 18,34 9. 17,30 18,18 16. 17,15 18,02 23. 17,16 17,48 30. 17 17,35 Wochentags morgens 7,30 Uhr. An Sonn- und staatlichen Feiertagen 8,30 Uhr. Wochentags abends 17,15 Uhr. Freitag abends 17,15 Uhr. Sonnabend morgens 10 Uhr. Famillennaehriehten. Todesfall: Im September 1937 versterben: Bodo Speyer; Jeannette Koczer. Aufforderung sur Steuerzahlung. Die fälligen Gemeindesteuerbeträge sind bis zum 5. eines jeden Monats zur Vermeidung von Verzugszinsen, Mahn- und Hebegebühren an unsere nachstehenden Zahlstellen: 1. Gemeindesekretariat, Gr. Schulstraße 2 c, ptr., 2. Postscheckkonto Magdeburg Nr. 4370, 3. Bankgeschäft Meyer & Blumenthal, Magdeburg, Kantstraße 2, 4. Bankgeschäft Nußbaum & Rothschild, Magdeburg, Viktoriastraße 11, zu überweisen oder einzuzahlen. Wichtige Bekanntmachung! Die Staatspolizei verlangt von uns regelmäßige Meldungen über Abgang und Zugang der Juden in Magdeburg. Wir müssen daher laufend und ordnungsgemäß ein Kataster führen und ersuchen demzufolge dringend im eigenen Interesse alle GemelndemitgHeder, zu diesem Zweck jede Veränderung im Haushalt, sei es durch Fortgang einzelner Familienmitglieder, sei es durch Wohnungswechsel oder Zugang, unverzüglich unserem .Sekretariat, Gr. Schulstr. 2 c, mitzuteilen. Reprisentantenwahlen. Im Januar 1938 sind sechs Repräsentanten und ein Repräsentanten-Stellvertreter auf die Zeit vom 1. 4. 1938 bis 31. 3. 1944 und ein Repräsentant auf die Zeit vom 1. 4. 1938 bis 31. 3. 1941 zu wählen. Die Liste der stimmberechtigten Gemeindemitglieder liegt in der Zeit vom 1. bis 8. 11. 1937 einschließlich von 9 bis 12 Uhr im Gemeindebüro zur Einricht aus. — Einwendungen gegen die Liste sind bis zum Freitag, dem 12. 11. 1937, schriftlich bei dem Unterzeichneten Vorstand anzubringen. Wahlberechtigt sind satzungsgemäß nur männliche, volljährige und unbescholtene Gemeindemitglieder, welche mit der Zahlung der Gemeindesteuer für die Zeit vom 1. 10. 34 bis 30. 9. 37 nicht im Verzüge sind (S 7 der Gemeindesatzungen). Nachzahlung geschuldeter Steuerbeträge ist noch bis zum 15. 10. 1937 möglich, um die Aufnahme in die Wählerliste zu erreichen. Der Vorstand der Synagogen-Gemeinde. Aaswaaderaagtberatmag. Beratung für die Ica-Siedlung in der Sprechstunde des Auswanderungsberaters. — Auswanderungsberatung durch die Beratungsstellen des Hilfsvereins, Herrn Dr. Wachtel, Leipzig C 1, Goethestraße 1III. Sprechstunde:, in Magdeburg am 6. 10. 1937, vormittags von 8.30 bis 1 Uhr. Jüdische Frauen and Männer der Gemeinde Magdeburg/*Euer regelmäßiges Opfer für die Blaue Beüragskarte für Hilfe und Aufbau ist das Wahrzeichen jüdischer Nächstenliebe und sozialen Verantwortangsbewußtseinsl Werdet nicht müde, in allen Kreisen der Gemeinde für die Blaue Beitragskarte zu werben. Bedenkt, daß derjenige, der uns seinen regelmäßigen Beitrag vorenthält, seine Pflichten gegen seine jüdischen Mitmenschen vergißt und verantwortungslos die Notleidenden unserer Gemeinschaft ihrem Schicksal überläßt ■— Hört nicht auf, jedem Juden die verpflichtende Mahnung "unseres Lehrers Mose in das Bewußtsein einzuhämmern: „Werdet stark durch Wohltätigkeit!“ Sprechstunden des Herrn Rabbiner Dr. Wilde finden Sonntag, Dienstag und Donnerstag von 11 bis 12 Uhr, Ludolfitr. 1, statt Tel.: Nr. 25039. Wirtschaftshilfe der Syuagogeageamiade Magdeburg, Abteilung Darlehnskasse. Sprechstunden: Montag, Dienstag, Donnerstag und Freitag 12—1 Uhr, Große Schulstr. 2 b ptr„ Telephon: 21765. — An Sabbathen und Feiertagen ist der Friedhof für Besucher geschlossen. In dringenden Ausnahmefällen wird der Zutritt — nach vorheriger Benachrichtigung des Inspektors — Fernruf Nr. 40320, ermöglicht werden. Israelitische Beerdigungigeaellschaft. Das Pattsttaa-Amt teilt mit: Zweigstelle Magdeburg des Palästina-Amtes bei Herrn Lehrer Rosenberg, Gr. Schulstr. 2 c. Sprechstunden: Mittwoch 5—7 Uhr. — Wirtschaftsberatung für Palästina und Ubersee nach telefonischer Anmeldung bei Herrn Walter Heine mann, Kaiser-WUbelm- Platx 2. Fernsprecher: 23526.