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Gemeindeblatt für die Jüdischen Gemeinden Preussens · 1937-05-01 · 5 (1.5.1937) inkl. Mitteilungen der Gemeinden (Magdeburg, Bremen, Nordwestdeutschland, Halle, Stettin, Pommern und Tilsit) · p. Seite 9

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Journal
Gemeindeblatt für die Jüdischen Gemeinden Preussens
Volume
15 (1937)
Issue
5 (1.5.1937) inkl. Mitteilungen der Gemeinden (Magdeburg, Bremen, Nordwestdeutschland, Halle, Stettin, Pommern und Tilsit)
Date
1937-05-01
Page
Seite 9 (sequence 9)
Language
German
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I. 5. Auswanderungsziele Auswanderungsziele männlich weiblich zusammen % Westeuropa 338 270 606 14,1 Mittel- und Nordeuropa lOesterreldi, Italien, Ungarn, Schweiz, Ttdiediotlovokei, Skandinavien 204 163 367 8,5 Ost- und Südosteuropa 66 64 130 3.0 Palästina 254 278 532 t2,3 Sonstiges Asien 6 8 14 0,3 Südafrika 500 309 809 18,7 Sonstiges Afrika 26 10 36 0,8 Vereinigte Staaten v. Amer. 513 392 905 20,9 Argentinien 145 84 229 53 Brasilien 252 148 400 9,3 Sonstiges Amerika 165 105 270 62 Australien u.sonst. Ubersee 13 12 25 0,6 „unbekannt" oder „auf Reisqp" abgemeldet 489 447 936 •/• Insgesamt 2971 2290 5261 abzüglich „unbekannt" etc. 936 4325 100,0 Unterlagen des Palästinaamts und Hilfsvereins erlangt sind, gibt ihnen zweifellos ein besonderes Gewicht. — Die Palästinazahlen, die im Berichtsquartal auf eine Palästinaauswanderung von etwa 800 (12 */• von 7000) schließen lassen, decken sich mit den Veröffentlichungen des Palästinaamts und Zentralausschusses. Die Palästinawanderung war bekanntlich infolge der seinerzeit befürchteten Einwanderungssperre im Vierteljahr Juli—September außerordentlich hoch; dadurchwaren die verfügbaren Zertifikate nahezu aufgebraucht, sodaß im letzten Kalendervierteljahr nur eine relativ geringe Palästinaauswanderung stattfand. ( — Auf der anderen Seite wurde bekanntlich durch den Hilfsverein im Berichtsqüartal die große Südafrika-Immigration durchgeführt, die jetzt durch die neuen Einwanderungsgesetze ihr Ende gefunden hat. — In beiden Fällen handelt es sich also um Sondererscheinungen. Dagegen liefern die Daten über die Europawanderung neues Material, das die bisherigen Schätzungen (Arbeitsbericht des Zentralausschusses 1936, S. 16/17 u. 55 ff.) ergänzt und berichtigt. Die Europawanderung beträgt danach ein Vielfaches der angenommenen Zahl, die Rückwanderung nach Osteuropa dagegen nur einen Bruchteil, sie ist praktisch bedeutungslos. — Auffallend hoch ist die Auswanderung nach Nord- und besonders auch nach Südamerika, bei der man im letzten Kalenderquartal infolge Einreiseschwierigkeiten mit einem stärkeren Rückgang gerechnet hatte. Allein aus Berlin sind 255 Personen nach Brasilien (besonders Säo Paulo) ausgewandert. 8. Familienstand bei der Binnenwanderung Familienstand männlich weiblich zusammen % Ledig 647 763 1410 62,5 Verheiratet 299 308 607 26,9 Verwitwet 39 144 183 8,1 Geschieden oder getrennt 18 38 56 2,5 ohne Angabe 22 4 26 7. Insgesamt 1025 1257 2282 7. abzüglich »ohne Angabe« 26 2256 100,0 10. Staatsangehörigkeit und Binnenwanderung Staatsangehörigkeit männlich weiblich zusommen «St» Deutsche 798 998 1796 89,6 Polen 59 50 109 5,4 Staatenlose 27 33 60 3,0 Sonstige Ausländer 18. 21 39 2,0 ohne Angabe 123 155 278 7- Insgesamt 1025 1257 2282 7. abzüglich » ohne Angabe * 278 2004 100,0 6. Berufsgliederung der Auswanderung Berufsgruppe männlich weiblich zusammen % Kaufleute selbst. 965 22 967 203 Angestellte 367 195 562 113 Handwerker selbst. 451 102 553 11.4 Gehilfen 14 5 19 0,4 Arbeiter 62 9 71 13 Ärzte 59 3 62 13 Sonstige freie Berufe 231 79 310 6,4 Hausangestellte 4 158 162 33 Landwirtschaft 124 10 134 2,7 Schüler 264 201 465 9,5 Ehefrauen ohne Beruf — 811. 811 16,7 ohne Beruf 259 472 731 15,0 ohne Angabe 171 223 394 7- Insgesamt 2971 2290 5261 7. abzüglich »ohne Angabe« 394 4867 100,0 Bemerkenswert der hohe Anteil selbständiger Handwerker. 7. Altersgliederung der Auswanderung Alter männlich zusammen weiblich % unter.20 Jahre 546 412 958 19,3 20-29 Jahre 872 616 1488 30,0 30—39 Jahre 664 446 1110 22,4 40 - 49 Jahre 391 288 679 137 50 Jahre und darüber 341 382 723 14,6 ohne Angabe 157 146 303 •/. Insgesamt 2971 2290 5261 /•' abzüglich „ohne Angabe" 303 4958 100,0 Ein Vergleich mit der Binnenwanderung (Tab. 3) zeigt eine interessante Verschiebung: Stärkung der Altersgruppe von 20—50 zu Lasten der Jugendlichen und Alten. Auch hier ergibt sich im übrigen die Notwendigkeit, bisherige Schätzungen zu berichtigen; im Bericht des Zentralausschusses (Anlage VI) war angenommen worden, daß von 100 Auswanderern 25 unter 20 Jahre und 15 über 45 Jahre alt sind; tatsächlich dürften die Hundertsätze in beiden Gruppen etwa 20 •/» sein. Zum Schluß eine Gegenüberstellung des Familienstandes bei der Binnen- und bei der Auswanderung, die den stärkeren Anteil der Verheirateten an der Auswanderung zeigt, und eine Übersicht über die Staatsangehörigkeit, die gleichfalls interessante Unterschiede zwischen Binnenwanderung und Auswanderung aufweist. 9. Familienstand bei der Auswanderung Familienstand männlidi weiblich zusammen % Ledig 1840 1073 2913 56,3 Verheiratet 1010 926 1936 37,4 Verwitwet 32 176 208 4,0 Geschieden oder getrennt 56 64 120 23 ohne Angabe 33 51 84 7. Insgesamt 2971 2290 5261 7abzüglich »ohne Angabe € 84 5177 100,0 11. Staatsangehörigkeit und Auswanderung Staatsangehörigkeit männlich weiblich zusammen * Deutsche 2150 1632 3782 783 Polen 280 243 523 10,8 Staatenlose 178 113 291 6.0 Sonstige Ausländer 131 120 251 53 ohne Angabe 232 182 414 7- Insgesamt 2971 2290 5261 /• abzüglich »phne Angabe« 414 4847 100,0 9

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