Mannheim
Compact Memory

Gemeindeblatt für die Jüdischen Gemeinden Preussens · 1936-06-01 · 6 (1.6.1936) inkl. Mitteilungen der Gemeinden (Bremen, Nordwestdeutschland, Duisburg, Magdeburg, Halle, Stettin und Pommern) · p. Seite 10

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Gemeindeblatt für die Jüdischen Gemeinden Preussens
Volume
14 (1936)
Issue
6 (1.6.1936) inkl. Mitteilungen der Gemeinden (Bremen, Nordwestdeutschland, Duisburg, Magdeburg, Halle, Stettin und Pommern)
Date
1936-06-01
Page
Seite 10 (sequence 10)
Language
German
Belongs to
journal issue
OCR quality
93% known words query
IRI
…/10279732-10021721-10021695--401-3981135
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

Mentioned entities

OCR text

1 entity mentions

Jüdischen mit dem Allgemeinen anzuwenden. Das grofie Problem aller Lehrerbildung, . die richtige gegenseitige Aufeinanderabstimmung von Theorie und Praxis, sei auch ihr gestellt. Unter diesem Gesichtspunkte behandelte Dr. Bamberger ausführlich den hebräischen Unterricht, die Fibel- und Lesebuchfrage, die AbschluB- und Aufbauklassen, die über die Schule hinausweisende sozialpSdagogische Aufgabe des Lehrers und andere wichtige Fragen und legte dar, wie sie und in welchem Umfange sie in der ausbildenden Arbeit der Lehrerbildungsanstalt zu erscheinen hätten. Die Jüdische Lehrerbildungsanstalt umfaBt zur Zeit — entsprechend der dreijährigen Ausbildung — drei Lehrgänge. Neubesetzung des Bezirksrabbinats Schivelbein in Pommern Am Sonntag, den 26. April 1936, fand in Schivelbein die Amtseinführung des neuen Bezirksrabbiners für Hinterpommern statt. An Stelle des nach Stettin berufenen Babbiners Karl Richter ist auf Vorschlag des Preußischen Landesverbandes jüdischer Gemeinden Herr Dr. Siegfried Scheuermann zum Bezirksrabbiner gewählt worden. Die Einführungsfeier, zu der Vertreter fast aller Bezirksgemeinden und zahlreiche Mitglieder der Gemeinde Schivelbein erschienen waren, wurde mit einer Begrüßung durch den Vorsitzenden der Gemeinde Schivelbein, Herrn Dr. Meyersohn, eröffnet. Anschließend führte der Dezernent des Preußischen Landesverbandes, Rabbiner Dr. Julius Galliner-Berlin, den jungen Kollegen in sein Amt ein. Er gedachte dankbar der Leistungen des bisherigen Rabbiners und umriß die vielfältigen Aufgaben, die ein Bezirksrabbiner in der heutigen Zeit zu erfüllen hat. Dann hielt der neue Bezirksrabbiner eine Ansprache, in der er seine Auffassung von den Pflichten seines Amtes niedcrlegte und zur Unterstützung seiner Arbeit Vertrauen und Entgegenkommen von den Gemeinden seines Bezirks erbat. — Nach kurzen Begrüßungsworten des Vorsitzenden des pommerschen Provinzialverbandes und der Gemeinde Stettin, Herrn Rechtsanwalt Abrahamsohn, brachte zum Schluß der eindrucksvollen Feier Herr Rabbiner Richter die Grüße des Amtsvorgängers und Nachbarkollegen zum Ausdruck und wünschte dem neuen Rabbiner einen vollen Erfolg seiner schweren Arbeit. Verbandstag der Synagogengemeinden Niederschlesiens In Breslau fand am 22. Mai der Verbandstag der Synagogengemeinden der Provinz Niederschlesien statt. Diesem Verbände gehören mit einer Ausnahme sämtliche Synagogengemeindew der Provinz Niederschlesien an. Im Mittelpunkt der Tagung stand neben einem Vortrag des Seminardozenten Dr. Lewkowitz „Aufklärung und Romantik in ihrem Verhältnis zum Judentum" der Bericht des Vorsitzenden, Obermagistratsrat a. D. Dr. G u 11 m a n n , über die Tätigkeit im abgelaufenen Jahr, aus dem hervorgeht, daß kein«, Gemeinde aufgelöst wurde,* wenn auch die Abwanderung stark'war und ein Gotteshaus aufgegeben werden mußte. Neben der Tätigkeit des Bezirksrabbiners Dr. Wahrmann wurden Kulturabende veranstaltet. Der Religionsunterricht wurde ausgebaut. In der Gemeinde , Wohlau wurde erstmalig Unterricht für die Kinder erteilt, ebenso im Kreis Hoyerswerda, dagegen wurde in Festenberg der Unterricht eingestellt, da keine Kinder mehr vorhanden sind. Auf Grund vorbereitender Verhandlungen wurde die Zusammensetzung der Verbandsorgane so umgestaltet, daß in ihnen nunmehr auch die Zionisten entsprechend vertreten sind. Als Vertreter des Preußischen Landesverbandes jüdischer Gemeinden nahm der Verbandssyndikus Dr. Hermann Schildberger an der Tagung teil und referierte über die zur Zeit wichtigen Fragen der Vermögensverwaltung in den kleineren Gemeinden. Dr. Paul Epstein (Berlin) von der Reichsvertretung der Juden in Deutschland sprach über Auswanderungs- und andere Tagesfragen. Ein Jubiläum Am 1. Juni blickt Herr Max Birnbaum auf eine zehnjährige Tätigkeit beim Preußischen Landesverband jüdischer Gemeinden zurück. Er hat während dieser Zeit auf einer Anzahl der wichtigsten Arbeitsgebiete den zuständigen Dezernenten als Sachbearbeiter zur Seite gestanden: Beihilfen an Gemeinden und Beamte, Pensionsversicherung, Unterrich'tsangelegenheiten, Lehrerbildung, Bezirksrabbinate. Den Gemeinden ist er aus vielen Besprechungen in Berlin oder in den Gemeinden selbst, sowie aus seinen gelegentlichen Veröffentlichungen in der jüdischen Presse bekannt geworden, und er wird als einer derjenigen Funktionäre geschätzt, die nicht nur mit aller Hingabe im Dienste der Gemeinden tätig sind, sondern darüber hinaus zur Gestaltung des jetzt mehr als je auf rationelles Arbeiten angewiesenen Gemeindeapparates konstruktive Ratschläge zu erteilen wissen. Zu seinem Jubiläum sollen ihm auch hier die herzlichsten Wünsche ausgesprochen werden. * Gleichzeitig mit Herrn Birnbaum traten am 1. Juni 1926 beim Landesverband Herr Julius Cohn (Sekretär der Beihilfenabteilung), Dr. Ludwig Davidsohn (Abteilung Wanderbücherei) und Herr Max Sommerfeld (Botenmeistcr) ein. Nachzutragen ist, daß schon einige Monate zuvor Fräulein Gertrud Rosenthal (Sekretärin) ihr zehnjähriges Jubiläum beim Landesverband begehen konnte. Auch diesen drei Jubilaren sei hier der Glückwunsch dargebracht. IWR IÄ.BÄNK eingetragene Genossenschaft mit beschränkter Haftpflicht Bankgeschäfte Effekten, Devisen Passage Dienst nach allen Ländern Berliner Vertretung für D. „TEL AVIV" Transfer «Beratung Waren« Abteilung Zentrale : BERLIN C 25 Dircksenstraße 26/27 E2 (Kupfergraben) 2035 Dep. «Kasse: CHARLOTTEN BURG 2 Fasanenstraße 18 ) 1 (Bismarck) 8601 Transfer« und Warenabteilung: Fasanenstr. 20, J 1 (Bismarck) 8601 JLpsdJn nimmt Pensionäre auf. die dauernder Beobachtung und Behandlung bedürfen ■r.in«, um w, OM—nttr. tas » tu. n. wn srj.HtunlMrßcr’s ftrztL Mdkki larlni für ttr-iHrj Tet: 49 Sodca Ur* Med, Max (gibt auch an Taaaas I s s e r 1 i n Zimmer ab) direkter Bezug von CAIUJO-iaffce'«r«triMcrel CaffllujMcpfcs, ■rcBOUML Vertreter werden noch eingestellt O io

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.