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Gemeindeblatt für die Jüdischen Gemeinden Preussens · 1936-05-01 · 5 (1.5.1936) inkl. Mitteilungen der Gemeinden (Bremen, Nordwestdeutschland, Duisburg, Magdeburg, Halle, Stettin und Pommern) · p. Seite 12

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Journal
Gemeindeblatt für die Jüdischen Gemeinden Preussens
Volume
14 (1936)
Issue
5 (1.5.1936) inkl. Mitteilungen der Gemeinden (Bremen, Nordwestdeutschland, Duisburg, Magdeburg, Halle, Stettin und Pommern)
Date
1936-05-01
Page
Seite 12 (sequence 12)
Language
German
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MITTEILUNGEN DER ISRAELITISCHEN GEMEINDE BREMEN UND DER SYNAGOGEN-GEMEINDEN NORDWESTDEÜTSCHLÄNDS Religionsschule der IsraelitischenGemeinde Bremen Das Schuljahr 1935/36 begann am 29. April 1935. Bei der Eröffnung wurden d:e Schüler mit den Bestimmungen der Schulordnung hinsichtlich der Schulversäumnisse bekanntgemacht und zum pünktlichen und regelmäßigen Schulbesuch ermähnt. Am gleichen Tage waren zuvor 12 Schüler in die Schule neu aufgenommen worden, während im Laufe des Schuljahres noch 2 Aufnahmen stattfanden. Abgemeldet wurden während des Schuljahres 10 Schüler, je ein Kind nach Palästina, Süd-Afrika und USA., nach auswärts umgeschult je 1 Kind nach Koburg und Ahlem, in die Lehre nach Bremen 1 Schüler, zur Beschäftigung im Haus 2 Schülerinnen, auf Hachschara 1 Schüler. Gestrichen wurden außerdem wegen unregelmäßigen Schulbesuches 4 Kinder. Demnach schieden im Laufe des Schuljahres 14 Kinder aus. Infolgedessen ist die Frequenz der Schule auf 99 (im Vorjahre: 1121 Kinder gesunken, und zwar 47 Knaben und 52 Mädchen. Diese Kinder verteilen sich nach Klasse und Alter folgendermaßen: 6 5 4 3 2 i Sonderklasse insgesamt 1928 3 _„ _ _ _ _ _ 3 1927 3 3 1 — — — — 7 1926 5 4 -- — — — — 10 1925 i 3 3 2 — — — 9 1924 i 1 8 4 — i . — 15 1923 — 1 5 6 4 5 — 21 1922 — — — 1 3 4 5 13 1921 — — 2 1 3 ii 17 1920 3 3 1919 1918 1917 — — — — — — 1 1 13 12 20 14 7 13 20 99 \ Von diesen wurden im Jugendgottesdienst am 28. März folgende Schüler und Schülerinnen, die mit Schluß des Schuljahres zugleich aus der bürgerlichen Schule abgingen, feierlich entlassen: Fink, Ursel — Flamm, Lotti - Jacobsen, Grete (war beurlaubt) — Meyer, Margot — Silber, Bernhard — Silber. Jacob — Stern, Liesel — Swinizki, Gerd — Swinizki. Licsel — Treff, Edith — Warschauer, Walter — Weitz. Hermann. Die Religionsschule kann mit Befriedigung eine Steigerung des Fleißes, der Erfolge-und der Pensen fast in sämtlichen Klassen feststellen. Unsere Jugend hat begriffen, welche Bedeutung die Religionsschule für ihre künftige jüdische Bildung besitzt und zeigt sich den erheblich erhöhten Anforderungen im Unterricht durchaus gewachsen. Dank dieser Einstellung war es möglich, die letzte Woche der großen Ferien durch Ansetzung einer freiwilligen „Lcrnwoche“ den Aufgaben der Schule dienstbar zu machen. Etwa 50 Schüler, darunter 15 von auswärts, nahmen an dieser Lernwoche teil, die im Anschluß an die Sidra „Ekew“ an den einzelnen Tagen in Unterricht und Lied folgende Themen behandelte: Gottesfurcht — alles Wissens Anfang, Die Bedeutung der Gebote, Jüdisches Land, Leid und Bewährung. lm vergangenen Schuljahr erfuhr der hebräische Sprachunterricht eine angemessene Umformung. Die sprachliche Ausbildung im Hebräischen hatte in den vergangenen Jahren stets im Mittelpunkt der Zielsetzung gestanden. Dies fand darin seinen Ausdruck, daß eine Stunde der hebräischen Fächer seit Jahren schon der Hebräischen Sprachlehre gewidmet war. Nunmehr erfolgte auch die Anpassung des Stoffes an das in heutiger Zeit gegebene Erfordernis, unserer Jugend den Zugang zum lebendigen Hebräisch zu erschließen. Demzufolge wurde das Lehrbuch von Dr. S. Kalöko dem moder nen hebräischen Sprachunterricht von der Klasse 3 ab zugrundegelegt. Das Buch wurde lehrplanmäßig eingeführt. Ebenso erfährt die sefardische Aussprache des Hebräisch von MITTEILUNGEN AGOCTNGEMmNDE TILSIT Gottesdienste im Mai IQ3Ö Sabbat Wochenabschnitt Vorabend Ausgang 2. Mai Acharc, Kedoschim 19,15 20,06 9. Mai Emor 19,30 20,21 16. Mai Behar, Bechukkotaj (Neu¬ \ mondsweihe 19,30 20,37 23. Mai Bemidbar 19,30 20,52 30. Mai Naßo 19,30 21,06 .1 ed en Sabbat -Morgen: 8. Jeden Sabbat- Mincha: lß. Lag b'Omer: 10. Mai. Rosch Chodesch Siwan: Freitag, 22. Mai. Wochentag -Morgen regelm.: 7. Wochentag-Mine Ha: 3. bis 14. Mai: 19,30; 17. Mai bis 4. Juni: 19,45. Sehawuoth (6. u. 7. Siwan). Vorabend Morgens Mincha Auagang Mittwoch, 27. Mai: 1. Tag 20,30 8,30 4 — Donnerstag, 28. Mai: 2. Tag 20 8,30 4 20,59 Predigt u. Seelenf. 9,45 Gemeindeabend Montag, den 4. Mai, abends 8 Uhr, findet in der Synagoge ein Gemeindeabend statt. Herr Hauptschriftleiter George Goetz, Berlin, spricht über: „Jüdische Geschichte — Jüdische Gegenwart." Herr Richard Dresdner, Berlin, bringt religiöse Lieder und Arien zu Gehör. Herr Kapellmeister Manfred Segall begleitet am Klavier. Zutritt haben nur Mitglieder der Kreis-Synagogengemcinde und deren über 13 Jahre alte Angehörige. Der Gemeindevorstand. Sprechzeiten im Gemeindehaus, Schulstraße 13: Gemeindebüro: Montag bis Freitag 9—11 vorm. Rabbiner Dr. Röscl :• Montag, Dienstag, Donnerstag 10—11 vorm. Alma W i 1 k , Vors, des Frauenvereins: Montag und Donnerstag 11—12 vorm. Familien-Nach richten Geburten: Febr. 1936: Kurt Adelsohn Febr. 1936: Artur Adelsohn März 1936: Benno Abrahamsohn, Lappienen April 1936: Louis Wyan Jahrzeiten Ijar Ijar Ijar Ijar Ijar Ijar Ijar Siwan 9 ( 1. 11 ( 3. 13 ( 5. 16 ( 8. 17 ( 9. 18 (10. 20 (12. 8 (30. (Chewra Thillim). 5.) Meyer Wisgurski. 5.) Saloaion Friedheim. 5.) Henriette Fabian. 5.) Anna Britz. 5.) Kantor Moses Jaffe. 5.) Hermann Kallenbach. 5.) Jakob Segall. 5.) Benjamin, Kraemer. 1 Sohn. 1 Tochter. 1 Tochter. 1 Tochter. 12

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