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Verwaltungsblatt des Preußischen Landesverbandes Jüdischer Gemeinden · 1934-03-23 · 1 (23.3.1934) · p. Seite 3

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Journal
Verwaltungsblatt des Preußischen Landesverbandes Jüdischer Gemeinden
Volume
12 (1934)
Issue
1 (23.3.1934)
Date
1934-03-23
Page
Seite 3 (sequence 4)
Language
German
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…/3980048-10021712-10021656--772-3980753
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3 sind, die Arbeit in engster Verbindung mit ihm geführt wirb. Als derartige Reichsorga nisotionen. an bi« zur Durchfichrung Ihrer Arbeiten Beiträge zu leisten sind, kommen im westnttichen ßReichsverttetung der deutfche» Juden, dieZenttatwohtfahrtsle und die Zenttakstelle für jüdische Wirtschaftshilfe in Betracht. Der uifprüngliche Plan, bereits im laufenden Gefchästsfahr lediglich an diese drei Opganifationen Beiträge zu leisten, mutzte fallen gelassen werden, da das neue Gefchäftssodr bereits zu weit vorgeschritten war und autzerdem erst «ne Verständigung mit den anderen Landesverbänden über diese Frage herbeigesührt werden mutz. Cs wird ober voraussichtlich bereits im nächsten Geschäftsjahr nach diesen Richtlinien verfahren r werden. Di« Arbeiten im Wohlfahrt» dezernat sind in der bisherigen Weife zunächst weitergefichrt worden. Der Wohlfahrtsausschub ist in der Berichtszeit nicht zusammengetteten, doch haben einige Sitzungen der Unterkonnnisiionen stattgesunden. Der Landesverband wird sich auch hier in der Folgezeit auf die SudventioNiermm der Reichsspitzenovganisationen beschränken, die wohlfahrtspflegerifche Arbeiten leiste«, dagegen die Subventionierung von Einzelpersonen für Ausblldungs- und sonstig« Unterstützungszwecke nicht mehr vornehmen, solchem die Bearbeitung der Emzolgefuche den nunmehr allein dafür zuständigen Stellen, wie Zentralwvhlfahrtsstell« der Deutschen Juden, Zentralstelle für jüdische Wirtschaftshilfe u. a. überlassen. Der Landesverband hat ferner eng und vertrauensvoll mit den verschiedenen Provinzialverbänden in der Sorg« sür die Erhaltung der kleineren und mitlleren Gemeinden zusammengearbeitet. Seine Vertreter haben verschiedentlich an Provinzialragungen- und Beratungen teilgenommen. Insbesondere sind in Ostpreußen und Schleswig-Holstein in gemeinsamen Besprechungen mit den Vertretern aller in Betracht kommenden Gemeinden neue Regelungen für die Einteilung der Lehrerdezirke und die Versorgung der Neinen Gemeinden mit Religionsunterricht getroffen worden. Ueder die besonder« Tätigkeit, die der Landesverband zur Betreuung der Kleingemeinden entfaltet hat, ist im Zwischenbericht bereits das Nähere ausgeführt. Vor kurzem ist erneut beschlossen worden, mit Hilfe eines Generalplanes die auf diesem Gebiete zu treffenden Mahnahmen bis in die kleinsten Gemeinden hinein zur Durchführung zu bringen. Der erste Schritt hierzu ist die Aktion zur Abhaltung von S «derfeiern am diesjährigen Petzachfest in allen Gemeinden, die an anderer Stelle dieses Blattes berichtet wird und die, schon jetzt sestgestellt werden kann, in Stadt und Land grötzten Widerhall gefunden hat. Des weiteren ist zur besonderen llnterstützung dieser Bestrebungen beschlossen worden, das Verwaltungsblalt des Landesverdomdes gleichzeitig als Gemeinded l a t t für diejenigen dem Landesverband angeschlossenen Gemeinden herauszugeben, di« nicht ein eigenes Gemeindeorgan für ihre Mitgtioder besitzen. Es soll damit neben den eigentlichen Aufgaben eines derartigen Blattes der Zusammenhang zwischen dem Verbände und den Gemeinden gefördert und verstärkt werden und es sollen die Gemeinden und ihre Mitglieder von allen wichtigen Ereignissen im jüdischen Leben innerdalb Deutschlands und insbesondere der Arbeit, die von den in Berlin befindlichen zentralen Stellen geieistet wird, in Kenntnis gesetzt werden. Dieser Plan ist von einem groben Teil der Mitgliedsgemeinden mit lebhafter Freude begrübt worden. Aus technischen Gründen war es leider nicht möglich, die Herausgabe des Verwattungsblattes in dieser Form zu Anfang des Jahres, wie ursprünglich vorgesehen war, vorzunehmen. Das Vevwaltungsblatt — „soll oder so bald wie möglich" — in der neuen Gestalt erscheinen. über , wie Iftnethald des DezernentenkollegttM» sind i« Saufe de« Berichtsjahre» personell« Veränderungen erfolgt. Nachdem Direktor K a r e s k i sei« Amt als Schatzmeister de» Verbands» niedergeiegt hatte, wurde durch schriftlich« Abstimmung unter den Ratsmitgliedern der bisherige stellvertretende Schatzmeister Dipl. Ing. Bruno W o y d a zum Schatzmeister gewählt. An feiner Stelle wurde zum stellvertretenden Schatzmeister da»" Ratsmitglled Dr. Sandler gewählt. Er hat da» entsprechende Dezernat übernommen. Zu unserem grotzen Bedauern sind in den Reihen unserer Ratsmitglieder und Verbandstagsabgevrdneten schwere Verluste «ingetreten. Derstordar sind Nastali Fromm-Frankfurt a. M. und Emil - Waldstom-Breslau, «rsterer ordentliche», letzterer stellvertretende» Mitglied de» Rat», ferner die Mitgliäer de« Berdanbstagrs Isidor Engi«chei>Berlin, Rabbiner Dr. I. Lehmckm- Berlin, Rechtsanwalt Dr. Marcuse-Stettin, Hugo Fräakel- Frankfurt a. M. und Prof. Dr. M. Sodemheim-Bertm. Geheimrat G oldfei d-Bresiau und Sabnan Schvcken-Berlia haben ihr Amt als ordentliches, Rechtsanwalt Nothmann- Breslau hat fein Amt als stellvertretendes Mitglied des Rat», Studienrat Levy Wolff-Kötn und Oderregierungsbaurat Julius Cohen-Frankfurt a. M. haben chr Mandat als Abgeordneter zum Verdandstag niedergelegt. Als ordentliche Mitglieder des Rats sind Stadlrat Letz- Breslau, Dr. Ollendorff-Berlin und I. L. Goitein-Frankfurt a. M., als stellvertretendes Mitglied ist Geheimral Goldfeld neu eingetreten. Das Büro des Landesverbandes ist im laufenden Rech- - nungsjahr« weiter in starkem Matze verkleinert worden, wodurch eine erhebliche Senkung der Verwaltungskosten erreicht wurde. In dem Haushaltsplan sind die eingetretenen Kürzungen noch nicht erkennbar, well der Abbau des Beamtenapparates nur allmählich vorgenonunen werden konnte und den ausscheidenden Angestellten in einigen Fällen Abfindungsbeträge zu zahlen waren. Die Einsparungen werden sich aber im nächsten Haus- - haitsplan in vollem Umfange auswirken. Wenn der Landesverband trotz aller grossen Einschränkungen, die infolge der Verminderung der finanziellen Kräfte unvermeidlich waren, die schwierige Zeit des Ueder ganges auf eine neue wirtschaftliche Grundlage ohne Gefährdung überstanden und sein Hilfswerl in noch immer bedeutendem Umfange aufrecht erhalten hat, fv konnte dies nur dadurch gelingen, datz die Mitgliedsgemeind«« ihren Beittagsverpflichtungn im wesentlichen nachgekommen sind. Die Erkenntnis, datz die Zahlungen an den Preutzisihen Landesverband zu den notwendigsten Ausgaben gehören, dir unter allen Umständen an erster Stell« geleistet werden müssen, mutz sich aber auch bei denjenigen Gemeinden durchsetzen, die ihrer Verpflichtung zur Leistung der Beiträge nicht in vollem Umfange genügt hoben. Wir wissen, wie schwer alle Gemeinden ohne Ausnahme von chren eigenen finanziellen Sorgen bedrückt werden. Trotzdem müssen wir an sie die herzliche Bitte richten, ihrer Verbundenheit mit dem gesamten deutsche« Judentum zu gedenken und die auf dieser beruhenden Verpflichtungen gegenüber der Allgemeinheit nicht zu vrnachlässigen. Di« Arbeit de» Landesverbandes ist notwendig, ihr« Bedeutung besonder» im Interesse der mittleren und klein«, Gemeinden kam» gerade in der jetzigen Zeit von niemandem verkannt werde«. Sie kann aber ungestört und unvermindert nur dann weflergeführl werden, wenn in der Beittagszahlung an ihn nirgends eine Unterbrechung einttitt und auch die bisher allzu oft notwendig gewordenen - Mahnungen ihm künftig erspart bleiben. Zwischenbericht für die Zeit vom 1. Februar Im Anschlutz an den in unserem Verwaltungsblatt vom 15. Februar 1933 für die Zeit bis End« Januar 1933 den Abgeordneten und den Ratsmttgliedern des Landesverbandes erstatteten Bericht wird hierdurch «n Uederblick über feine seitherige Tätigkeit gegeben. Rur die starke Inanspruchnahme der Berliner Dezernenten und de» Büros, sowie der Zwang zu grötzter Sparsamkeit hat uns verhindert, einen Tätigkeitsbericht 1883 bis Mitte August 1933. zu einem früheren Zeitpunkt zu fertigen und zu versenden. Wir müssen aber anerkennen, datz der Wunsch der Abgeordneten und Ratsmitglieder, in kürzeren Abständen unterrichttt zu werden, durchaus berechtigt ist, und zwar um so mehr, al» di« Einberufung des Derdandstages oder des Rats sich vorläufig au» naheliegenden Gründen verdietet. Es ist in Aussicht genommen, eine allgemeine Ermächtigung der Berliner Dezernenten

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