Verwaltungsblatt des Preußischen Landesverbandes Jüdischer Gemeinden
- Journal
- Verwaltungsblatt des Preußischen Landesverbandes Jüdischer Gemeinden
- Volume
- 10 (1932)
- Issue
- 4 (28.9.1932)
- Date
- 1932-09-28
- Page
- Seite 62 (sequence 62)
- Language
- German
- Belongs to
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62 Fortsetzung bet Anwesenheitsliste RAnw. Dr. Merzbach, Magdeburg Max Metz, Liegnrtz RAnw. ßr. Manfred Meyer, Berlin vr. msü. Julius Möller, Altona^ Hermann Müller, Berlin RAnw. Jacob Reumann II, Allenstein Rabbiner Dr Samuel Ochs, Gleiwitz Frau Paula Ollendorff, Breslau Siegfried Peisachowitz, Berlin Justizrat Georg Peiser, Breslau Waisenhausdirektor i. R. Adolf Peritz, Berlin Sanitätsrat Dr. Alfred Peyser, Berlin Bernhard Polak, Emden grau Dr. Else Rabin, Breslau r. Israel Rabin, Breslau Rabbiner Dr. Ludwig Rosenthal, Köln Rabbiner Dr. Rosenzweig, Schneidemühl Alfred Seidenberg, Liegnitz RAnw. Dr. Julius L. Seligsohn, Berlin Dr. Werner Silberstein, Berlin Legation«rot Prof. Dr. Moritz Sobernheim, Berlin Dr. Max Soloweitschik, Berlin Alexander Szanw, Berlin Dr. Josef Schlesinger, Breslau Jakob Schneeweist, Hannover Frau Otttlic Schoenewald, Bochum Frau Minna Schwarz, Berlin Dr. Hermann Stahl, Berlin Arnold Stein, Berlin Dr. Abraham Steinert, Berlin Leo Steinitz, Berlin Rabbiner Dr. Fritz Steinthal, Münster I. W. RAnw. Heinrich Stern, Berlin Frau Ruth Stern, Rheydt Dr. Israel Taube«, Berlin RAnw. Dr. Victor, Wandsbek vr. mell. Adolf Wechselmann, Berlin RAnw. Dr. Bruno Weil, Berlin RAnw. Dr. John Wertheim, Berlin Arnold Wiener, Beuthen RAnw. Windmüller, Gelsenkirchen Kammergerichtsrat Leo Wolff, Berlin Studienrat Levy Wolff, Köln Gustav gamory, Berlin Stadtrat a. D. Julius gielenziger, Potsdam Ratsmitglieder: RAnw. Dr. Alfred Klee, Berlin Landgerichtsrat Dr. Arthur Lilienthal, Berlin Adolf Schoyer, Berlin Syndikus Gerson Bach, Berlin Rabbiner Dr Leo Baeck, Berlin Justizrat Dr Blau, Frankfurt a. M RAnw. Dr Margarete Bereut, Berlin RAnw. Dr Rax Cohn, Bonn RAmo. Dr Oskar Ekel, Köln Rabbiner Dr. Efchelbacher, Düffeldorf Ravhtali Fromm, Frankfurt a. M. Geh. Justizrat Goldfeld, Breslau Dr. Georg Doldstein, Wiesbaden Wilhelm Graetz. Berlin Rabbiner Dr Jakob Horovitz, Frankfurt a. M. Tally Joachim, Königsberg RAnw. Dr Willy Katzenstein, Bielefeld Justizrat Arthur Kochmann, Gleiwitz I. B. Levy, Frankfurt a. M. Justizrat Marxheimer, Wiesbaden vr. wvä. Aron Sandler, Berlin Rabbiner Dr Cäsar Seligmann, Frankfurt a. M. Rabbiner Dr Max Simonsohn, Breslau RAnw. Scharfer, Stettin Salman Schocken, Berlin Dr. Heinemann Stern, Berlin Rabbiner Dr. BogeMrin, Breslau Dipst-Jng. Bruno Äoyda, Berlin Stellvertr. Ratsmitglied: Wilhelm Marcus, Berlin Amtliche Bekanntmachungen Änderungdesverzeichniffesderverbandstagsabgeordneten. Unter Hinweis auf die Bekanntmachung betr. das Ergebnis der Dahlen zum Derbandstag vom 15. Januar 1931 (Berwaltungsblatt 9. Iahrg. Rr. 1, vom 25. Januar 1931) geben wir bekannt, daß der Abgeordnete ~ Rabbiner Dr. Arnold Lazarus, Frankfurt a. Main, verstorben ist. Als-Ersatzmann ist, nachdem Ehaim L. Wertheimer, Frankfurt a. Main, als nächster Bewerber die Dahl abge/ehnt hat, gemäß LZ 64 und 65 der Wahlordnung für die Dahlen zum Derbandstag Otto Bouwit, Frankfurt a. Main, Grüneburgweg 117, festgestellt worden. Berlin-Eharlottenburg, den 16. August 1932. Preußischer Landesverband jüdischer Semttnden Wolff. ' Berücksichtigung des Familienstandes bei Anstellung von Beamten. Infolge der schwierigen wirtschaftlichen Derhältnisse in unseren Mitgliedsgemeinden hat sich bei der Anstellung von Beamten wie uns in vielen Fällen bekannt geworden ist, leider eine Praxis herausgebildet, die zu den schwersten Bedenken Anlaß gibt. Die meisten Gemeinden, die einen neuen Beamten suchen, stellen zur Bedingung oder legen doch zu windest größten Dert darauf, einen unverheirateten oder wenigstens kinderlosen Beamten anzustellen. Dir verkennen nicht die Rot der Gemeinden, die zu stärksten Sparmaßnahmen auch bei der Festsetzung der Beamtengehälter zwingt. Dir appellieren jedoch an das Derantwortungsbewußtfein unserer Mitgliedsgemeinden-und bitten sie, auch 'ihre Pflichten der jüdischen Allgemeinheit gegenüber anzuerkennen. Die elementarsten Grundforderungen jüdischer Ethik sprechen gegen ein oben gekennzeichnetes Verhalten, und Erwägungen nur finanzieller Ratur dürfen nicht dazu führen, daß da, wo überhaupt noch Beamte benötigt und angestellt werden, di« Tatsache, daß ein Beamter Familie hat, von vornherein «in Ablehnungsgrund ist. Dir bitten daher dringend, für den Fall von Reuanstellungen und bei beabsichtigten Kündigungen das Vorstehend« zu berücksichtigen. Berlin^Lharlottenburg, den 23. September 1932. Prevßlfcher Lanbesverbantz jüdischer Gemeinde». «olff. Meldung von Wiedereintritten. Unter Bezugnahme auf die Bekanntmachung vom 6. Januar 1932 (Derwaltungsblatt 10. Jahrgang, Rr. 2, vom 1. März 1932, Seite 5 unten) teilen wir nachfolgend einen neuen Erlaß des Herrn Ministers des Innern vom 15. August 1932 mit, der auf unsere Anregung hin ergangen ist. Dir ersuchen die Vorstände der Synagogengemeinden, dementsprechend von Wiedereintritten nicht nur den Polizeibehörden, sondern auch den Amtsgerichten Kenntnis zu geben. Berlin-Eharlottenburg, den 23. September 1932. Preußischer Laudesverbaub jüdischer Gemeinde». Lilienthal. RdGrl. d. MdI. v, 15. 8. 1932 — II v 2079 V/31. Mit Bezug auf den RdErl. v. 21. 8. 1931 — HD 2079 (MBliB. S. 829) ersuche ich, bei den Verhandlungen mit den Religion sgesellschaften darauf hinzuwirken, daß von diesen auch über jeden Wiedereintritt Mitteilung gemacht wird, und zwar: a) den Pol.-Behörden zur Berichtigung der Melderegister usw., d) den zuständigen Amtsgerichten zur Berichtigung der Austrittsalten. An di« Oberu. Reg.-Präf. — Allen Pol.-Meldebehörden zur Kenntnis. — MBliB. Rr. 39. Prüfungsordnung für Rantoren. Die langjährigen Bemühungen um die Gewährleistung geeigneter Qualifikation in der Ausbildung zum Kantorat haben dazu geführt, daß der Preußische Landesverband jüdischer Gemeinden eine Prüfungsordnung für Kantoren festgesetzt hat, durch die geeigneten Bewerbern die Möglichkeit gegeben wird, vor einer Prüfungskommission ihr Befähigung für das Kantorat nachzuweisen. Das Prüfungszeugnis berechtigt jedoch keinesfalls zur Erteilung von Religionsunterricht. Für die Anstellung als Religionslehrer ist mithin unalchängig von der Kantorenprüfung der vorgeschriebene Bildungsgang zurückzulegen. Di« Prüfungsordnung wird im folgenden veröffentlicht. Berlin-Eharlottenburg, den 20. September 1932. Prenßifchrr La»de»«rb«l»b jüdischer Gemeinde». Galliner.