Verwaltungsblatt des Preußischen Landesverbandes Jüdischer Gemeinden
- Journal
- Verwaltungsblatt des Preußischen Landesverbandes Jüdischer Gemeinden
- Volume
- 9 (1931)
- Issue
- 5 (30.6.1931)
- Date
- 1931-06-30
- Page
- Seite 45 (sequence 45)
- Language
- German
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45 -r gcjoatjwrt«» d« «,» bem 6tasWt bet 3entrum»patUi hebt S» Va»». b«l «www Seite« bet Miuisteriwhsowohl vim Neich»ministarium de» 2m«» al» auch vom Preutzischen MttZterium de, Innere.a«»drEch.K^rt worden ist. es werde begrübt «erden, A«e folche SfftAik erfchemt. »«b datz bie Ministerien dem 3M»fomb WdiM Frönttol^tenihre Archive «ebffnet haben, um eine möglichst lückenlos Statistik zu schaffe«. Herr Äaw*ti f»We boch. ba| bet Vorstand bet Jüdischen Gemeinde «atli» nach seht wnauer Prüf««« bet Angelegenheit biete» «ÄenÜmch unterstützt hat. Ich bitte Sie dringend/de^Antch! der Bollspartei avWlehnen. Präs. Stern: Ich^bitte bie Dame« «nb Herren, bie für die Bewilligung de» GedenRnche» sind, bie Hand pe erheben. — Ich habe keinen Zweifel, bah bie überwiegende Mehrheit dafür stimmt ,,d dranche jettm Gegennrobe. E» folgt Ttttt 7: «Gemeinnützige Anstalten «nd Einrichtungen'' Mer 1 nnb 2 werben angenommen. «bg. Berger: Meine Damen und Herren! Der «usschub hat beschlossen, pel dem Punkt Jugendpflege 11000 und 3000 AM. z, bewilligen «nd hat leider in der pveiten Sitzung des Haushaltsauschnsse» den vefchlutz der ersten Sitzung dahingehend revidiert, datz die 3000 NM., die kn der ersten Sitzung ziemlich einmütig für den neutralen jüdischen Jugendverbond. und »war gerade für des. |en Tätigkeit in den kleinen Gemeinden beschlossen worden waren, umgewandelt werben sollen in 3000 NM. zur Förderung der Jugendpflege in de« Seinen Gemeinden. Wir halten diesen Beschlutz für unglücklich. Ich freche deshalb zur Sache, weil ich sie au» den kleinen 'Orten der Nheinlande» genau kenne und weih, datz der Lettin in vielen kleinen Orten die einzige jüdische Jugend^lle tzt Ich kann versichern, datz e« keine Parteiorganisation ist. Ulktet den 3000 RM.. die Sie aNgemein geben «ollen. kann ich mir garnicht» Sachliche; vorstellem «ährend Sie damit in den kleinen Gemeinden bei der Jugendpflege und Jugendbewegung etwa, erreichen können. Ich stelle den Antrag, bie 3000 RR„ die zu den 11000 hingu, lonuuen. dem uentralen Jugeeedverein zu bewilligen und den Beschlutz des Haurhaltsausschusses i» diesem Seinen Punkt abzuändern. Rat,mit»lied De. Alte: Die Herren haben uns in der Lom- Mission gesagt, datz die Verwendung der Geldes dem Rat überlassen bleibt. Er soll'dafür sorgen, datz e* zweckmätzig lediglich Verwendung findet für die Erhalt»« jüdischen Leben» in kleinen Gemeinden. Sollte der Not zu der Ueberzeugung kommen, datz der ««träte Jugendbnnd hierzu , geeignet ist, so habe ich den Eindruck, datz durch diesen Beschlutz die Möglichkeit, ihn in den Dienst dieser Arbeit zu stellen, nicht genommen ist. Präs. Stern: Wir schreiten zur Abstimmung. Wer für den Antrag ist. wie ihn Herr Lollege Llee formuliert hat, den bitte ich. die Hand zu erheben. Der Antrag ist angenommen. Der nächste Punkt: Sportbewegung. Abg. Berger: Wir bitten Sie erneut, für die Sportbewegung nicht 3000, sondern 6000 NM. einruschen. Un» ist nicht ganz verständlich, »«halb der Hau»hait»au»sch»tz in seiner letzten Tagung 'den Beschlutz der ersten Tagung in diesem Punkte geändert hat. E» handelt sich darum, datz verschiedenen Sportbewegungen in Deutschland die Möglichkeit »ntraler Arbeit gegeben werden soll. Ich will auf frühere Debatten nicht eingehe«. E» kommt un, darauf an. der lebenden jüdischen Jugend die Möglichkeit der Sportausbildung zu gebe« und die jüdische Jugend auf diesem Gebiet zu fördern. Auch dieser Antrag hat nicht» mit Parteibewegung zu tun. (Doch!) Ja. ich habe gemutzt. datz von einigen von Ihnen bie Antwort Doch. Aber ich wäre denen unter Ihne», die die Lerhältniste 'genau kenne«, dankbar, wenn sie diese 8000 RM. bewillige« würden, die für die Jugend sind. E» ist ganz unnötig. Erbitterung wegen eine» so Seinen Betrage» zu schaffen. Warum wollen Sie den Menschen, die chrenamtsich ihr Best«» für die Sache binoeben, die Arbeit erschweren, indem Sie best kleinen Betrag vermindern? Ich bitte Sie nochmal», diesen kleinen Betrag ta bewilligen und damit der jüdischen Jugend den Antrieb iu geben, den sie erwarte« darf. Ratsmttglied Dr. Älee: Ich bin in der Lage, unterstreichen »u dürft», wo, Herr Berger gesagt hat. datz die absolut parteilose Verwendung dieser Gelder, die allen Richtungen snteil ««worden isi. durch de» Rat garantiert ist. Präs. LoNenscher: Wir stimmen dann über dm Titel 7. Sportbewegung ab; zunächst für den Zufatzantrag von Herrn »er- B«r, autzer den 3000 wettere 3000 RM. zu bewilligen. Wer ist für diesen Zusatzantrag? Dia Awmählung ergibt 40 Stimme« dafür. 41 dagegen. Die Absttnmumg wird von der volk»partei angepoeifelt und soll wied«h»tt wnrda».^ . .^dg> ^^ow- Werthotm: Ich mache darauf aufmerksam, datz dieser Zweifel Kiiith worden ist. alo eine» der «ttglioder der Lolkspartei nach Schlütz der Abstimmung in de» Saal kam. Präs. Löllenscher: Wtt waren tm Büro an sich der Meinung, datz wir die Abstimmung wiederhole« lasten wollt«, nachdem wir feftgefteNt halten, datz hier nnd dott eim Stimme nicht gezählt worden war. Nachdem da. Kan, indetz jetzt ander, besetzt ist. würde da» eine erneute Abstimmung bedeuten. Ich nehme deshalb von einer Wiederholung Abstand. Dan« halten wir es bei dem Titel so. wie er vorgeschlagen ist. also 3000 NM. E» kommt der nächste Punkt: „Arbeiterkutturvereine." Hierfür sind 2000 NM. eingesetzt. Erhebt sich gegen diese Etat»positivn Widerspruch? Da» ist nicht der Fall. Der Antrag ist angenommen. Wir kommen zum Lapiiel II: Wohlfahrtspflege. Position 1: Allgemeine» 105000 «M. Ratrmitglied LGN. Dr. Lilienthal: Gestatten Sie mir» ein paar Watte über die sachliche Arbeit de» Landesverband»» auf dem Gebiet der Wöhlfahtt»pfle»e tu sagen. E» hat sich verfchirdeutlich gezeigt, datz darüber kein ganz klare» Blld besteht. Ich will mit der FeftfteNung beginnen, datz der Wohlfahrtsetot nicht von 140000 auf 108000 NR. herabgesetzt worben $, sondern von 120000 RM. Bon den 140000 »M. waren 20000 für bestimmte einmalige Zwectt feftgelegt, 10000 für die Tuberkuloseheilstätte für Männer «nb 10 000 für die Arbeiterkolonie. Die Ermä^gung um 15 000 NM. ist schmerzlich. Ich mutz aber anerkennen, datz der Berband zu Mehr nicht in der Lage ist. Wo» «kr mit dem un» zur Verfügung stehenden Betrag gemacht hoben, ist zweierlei. Wir hoben Subventtvnrpvsittk gettteden mtt folgenden Nichttinien: Wir haben ersten» diejenigen jenttalen Wohlfochrtrftellen de» jüdischen Wohlfahttrleben» subventioniett. denen eigene Geldquellen nicht zur Verfügung stehen, also die Zentralwohlsahttrstelle. die jüdische Wanderfürsorge und Tuberkulosenfürsorge, daneben den jüdischen Frauenbund für seine Anstalten. Daneben sind aber von «n» eine Reihe voü Anstalten «rd Vereinen unterstützt worden, die eine überlokale Bedeut»»« haben, sodatz man nicht verlangen kann, datz gerade die Gemeinde, an der sie ihren Sitz haben, diese Anstalten unterhält: E» hat sich allmählich ein feste» System der Subventtonrpolittk heransgebildet, innerhalb dessen wtt auch bemtcht sind, in notwendigen Fällen einen gewissen sachlichen Einflutz zu gewinnen. Die Tätigkeit de, verbände» trägt wesentlich dop, hei. datz notwendige Anstalten auch wirklich bestehen können. Ich darf besonders auf die Aarburger Anstatt für psychopathische Linder Hinweisen, für die es un« gelungen ist. die finanzielle Grundlage dad«rch wiederherprfteklen. datz wtt die jüdischen Lanidgemeindeverbände und die Gemeinde -Berlin an der Erhalorn« beteisigen, wofür diesen öffentlichen Stellen ein starker Einflutz auf die Verwaltung eingeräumt ist. Zum »wetten hoben wir Stipendien gegeben und zwar für die soziale Ausbildung 5000 RM.. für Ausbildung von Handwerkrlehttingen 4000 RM. für Studienbeihilfen 3500 RM. E, wttd sichersich in der Verteilung dieser Stipendien auf die ebenen Berufsausbildungen eine gewisse Verschiebung nötig sein. Im groben glaube ich. datz wir diese Arbeit fottsetzen sollten. Da» sind die beiden wesentlichsten Gkbiete, auf denen sich die Wohlfahrtsardett de« Verbände» abgespielt hat. Ich zweifle nickst, datz Sse »ns die Mittel. die zur Weilerführung dieser Arbeit notwendig sind, bewilligen werden. ■’* : ' I Präs. Stern: Hierzu liegen zwei Anträge vor. Der liberale: „Der Verbandstag beauftragt den Rat «nd die Wohlfahttskommisiion. neben der materiellen Unterstützung auch der feelischen und geistige« Fürsorge für die jüdischen Erwerbslosen erhöhte Aufmerksamkeit |i widmen. E» soll darauf hingewirkt werden, datz die von staatlichen «nd kommunale« Stellen aufgebenden Veranstaltungen unterhaltender »nd bildender Att auch den jüdischen Erwerbslose« in »ollem Matze zugute kommen. Darüber hinan» sollen besondere ettrzurichtend« Lehranstalten. Vortragsreihen ns», der Beruftnmschichtnng. der geistigen Fottbildung nnd der Unterhaltung der jüdischen Grwerbslofen diene«, wobei der Einführung anrländsicher Juden in da, deutsche Geistesleben besonderer Wett gewidmet werden soll." Ich glaube, dieser Antrag ist einstimmiger Zustimmung sicher. )annist da derAnttag derLonfervativen. Meine Dame« jmb Herren, a bitte ich noch eine» «»genblick um Ihre Aufmerksamkett. Der ist raterieller Natur, d. h. auch nur eine Anregung an den Rat. „Der Berdandstag wolle deschsietzen: »ei aller Anerkennung der Gründe, die zur Herabsetzung de» Etatsposten» „Unootherg^ehene»" ««fthtt hadw^nndber ^llem Berft^ .«iter .für die »mmftw«hje ka«r bi dqr sich mchestrettbar hpc.Lan»«»ichgnd besuch wich