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Verwaltungsblatt des Preußischen Landesverbandes Jüdischer Gemeinden · 1931-06-30 · 5 (30.6.1931) · p. Seite 41

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Journal
Verwaltungsblatt des Preußischen Landesverbandes Jüdischer Gemeinden
Volume
9 (1931)
Issue
5 (30.6.1931)
Date
1931-06-30
Page
Seite 41 (sequence 41)
Language
German
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- 41 — Nrctt« jetzt mehr «rüste o«sgcbUb«t, ab überhaupt k anoeHciH Mtodh tln« „lg” JJ *Snf,S!*ft'irt I?1! Iin«j«tete»|k»w£ ober gat ■ taWWWe »«fr tat mitnehm««. \o wird bas niemand mtbr uirtnfkciita, ab wir. Aber dies. Leut, kommen kt gar nid» '" a-du» st« werden nicht SchriftfteNer oder Künstler. sond^n E^ttdolose sein, nnd in der Erwerstsiosigkorl Hilst ihnen anch ihr vobhinifches Wissen nicht». Wir mühen akko dm^achwnche wttdem Bedarf in Einklang bringen. Wir können nicht deswegen, weil wir drei Anstalten haben, biese immer weiter hoch»«««' »enn mir in Gegenwart und Zukunst kein« Gelegenhett Hab«, die Mensch» mrterzubringen. Infolgedessm ist es an fid> “ *** Haushaltsausschnsses ,u lassen und vorsichtige Abstriche vor»un«hmen. Präsident Sterni Der Ausschuh schlägt vor: 27 500 M. für die Hochschule und das Seminar in vreslau, 25 000 M für das Rabbiner^eminar in Berlin ,u bewiMgen. Das bedeutet also ein« Herabsetzung von 2500 M. pU Houshaltsvorlag« wird angenommen, wonach also das Rabbinerseminar Derstn 25000 SR, die Hochschule für bk Wissrnschast des Judentums 27500 M. und das Jüdisch-Theologische Seminar Breslau 27500 M. erhält. Der Antrag der Liberalen, dah mSglichft bald der Landerverband fein «echt ausübt und seine Vertreter in di« Kuratorien entsendet, wird «benfald angenommen. Präsident Stern: Wir kommen ,u Titel 5: Ausbildung von Lehrer« und Kantoren. Da»u liegt rin Antrag der Liberalen vor: ^ver «at wird aufgefordert, dafür »u sorgen, daß im Laus« des Ltafrtahres alle Vorbereitungen gekost«, werden, um dk Ausbildung von Lchrem liberaler Richtung »u ermöglichen." Ferner rin Antra« der mtt .Znfpektion" überschrieben ist. in dem es sich um die Schunnfpettion bandest und um die Inspektion des Religionsunterrichts. Abg. Kares ki: Der Ankag wegen der Inspektion des Re. iigionsuntzrrichts kann nicht mehr verbandest werden. Dk Position Inspektion des Religionsunterrichts" befindet sich unter Kapitel i, Titel 3. Diese -Position ist dereifr vercchschkdet. Präsident Stern: Ich kann dksen selbständigen Ankag b«. liebigen Orts »ur Debatte stell«,. Er ist gau» unabhängig von den Tttein. Ich habe ihn hier ru Titel 5 genommen, da für ihn kein« Geldmittel im Etat vorgesehen sind. Ich Hab« einig« 20 AnkSge r» katalogstieren, so dah es nicht leicht ist. bkfc immer unter- ,«bringen. , l 'ijftslM, Abg. Kareski: Herr Berger war ta auch ru spät gekommen mtt feinem Ankag. Pvästdent Stern: Er hott« sich nicht rechtreitig ru Wotte gemeldet. Plir kommen jetzt rur Beratung von Titel 5 Zister 1 und 2. «atsmttglleb Prof. Dr. Elbögen: Ich bitte Sk.bem Antrag des HaushastsanSsi-Usses von gestern Abend, von dieser Positton noch 10000 SR. adrustreichen. nicht betzutreten. sondern dk vorlag« des Rats wieder Herruftellen, nach der 80000 SR. bewilligt werden, die für aste Zwecke der Lehrerbildungsanstalten ausreichen sollen: Da ich heute früh mtt einem SRttglkd des «usschnsses über diese Frage gesprochen und data erkannt habe, dah Unstarheilen üb« die Bedürfnisse «rd die Art der Verteilung herrschen, habe ich mir erlanbt. eine Vufitellung ,u machen, die irrtümlich als ein Ankag anges«-«, worden ist. Ich wist ab« nur »eigen, wofür wir das Geld brauchen und wie wir es OASgeben »erden, wenn wir «000 RM. »ür verfßhung habe«. Ich habe bk «nffWhmg in Nvei Positionen eiNgeteiit: Stipendien und Unterricht. Unsere Lag« ist heute so. dah mit nicht sagen «nnen. hkr liberal.' hi« «aus«» vattv. sondern wtt habest ein besonder« Gebilde. das weder I»eral »och konservativ ist. nänBch dk Pädagogisch» Akademie in Franklutt a. Di. Diese Akademie ist heute dk eitag« legitime, own Staate anerkannte Ausbildungsfkätte für iüdische «olksschuklehrrr. Sk steht also vollsiLUbtg iensetts1 b« Ssiottekn. Jeder Sude, d« sich heuk mm vomMustehr« atMbilden kasstn will, ist g«w»ngen. nach Frankfurt am Main »n gehen. And die meisten gehen dortbin, San, gleich, ob sie konservativ ob« «b«al sind. Staat haben Sie recht. «enn Sie sagen. dah d« vom Staat «nannte DvMt der konservativ«, Richtststa angehvrt. Das Wicht ab« nicht a«s. dah « liberale Hör« salafMfe muh und auch »uläht.Ichkmm mir nicht denk«, »ah er st viel Kickst besitzt, die Menschen. »k «beral emgestestt zu ihm kommen und lange einem liberalen Unterricht genossen haben, während der 2 oder 3 Ausbkldnngssthre st »mzufrempeln. dah sie künftig nur noch konservattv denken. Wir müsstm stlange eine and«« MägNchkett nicht besteht, damtt rechnen, dah Frankfurter Akademie die vom Staat anerkannte Ausdtldungsstätte stir Lehrer bleibt und «üsien sie daher fördern. Tun wir das nicht, st ist das nicht ein Mihtrauen gegen Herrn Dr. Horooktz. sonvem ein Mißtrauen -egen den Staat. Wir sind nicht gefragt worden, roer in Frankfurt am Main »um Dozenten ernannt werden soll. D« Staat hat selbständig gewählt: einen könnte « nur ernennen, und hätte « ein«, anderen ernannt, so wäre eine audeve Richtung unrufrieden gewesen. Ich möchte g«abe dk Herren, dk sonst die Belang« des Staats st sehr betonen, bitten, sich einmal in dich« Lag« hineinzuversetzen und anznerfrnnen, dah hkr eine Startwendigkeit des ftaattichen Lebens vorlkegt, und dah es umnüglich ist, für jede jüdisch« Einrichtung gleich mehrere Richtungen »» organisieren. tztun wird beantragt, sobald wie möglich eine »wette Do» rentur eüuurichten. lleb« ihre Notwendigkeit ist im ganzen Haus kein« Meinungsverschiedenheit vorhanden. Es gibt nicht «inen Herrn auf b« konservativen Sette, der nicht wiederholt »um Ausdruck gebracht hätte, dah» sobald eine »weite Dozentur für jüdische Religion an «in« pädagogischen Akademie eingerichtet werden würde, dahh» gestrebt werben müsse. dah dort ein lib«al« Dozent hinkommt. Dieser Gegenstand des Anftohes kann ab ausgeschattet angesehen «erden: wenn die Resolution »ur Abstimmung kommt, «üb nicht einer von den konservativen Herren dagegen stimme«. Aber vorerst haben wir in Prenhen nur di« Lebreransbildungsstätte in Frankfurt und müssen ste unterstützen. Der Unterricht ststet uns wenig. Wir haben da nur wenig« Stunde« »n berahken. well es notwendig ist, für di« Ausbildung iy der jüdischen Religion mehr Stunden »u'erteilen, als vom 'Staate bezahlt w«den. Wir müssen ab« den jungen Leuten, die dort studkren, Stipendien geh«,. Nun hoben wir da» Ministerium bestürmt, uns über dk jüdische Quote hinaus 12 jung« Leute »uzulasien. Das SRiniftertmn hat. obwohl kein Platz in Frankfurt ist. darin etngewstligt. und der Tatsache- Rechnung getragen, dah nur tn Frankfurt die Ausbildungsmöglichkett für iüdische Lehr« vorhanden ist. Wenn Sk »ns nun di« 10000 RM. streichen, können wir die jungen Leute tn Fronstfurt nicht unterstützen. Und wir können es erleben, dah von den vom Ministerium »»gelassenen 12 jungen Leuten nur etwa 7 ob« 8 nach Frankfurt am Main kommen können. Sie können nun sage«. Sie wollen überhaupt keine Stipendiaten haben. Dam» bekommen wir ab« nur SRenschen nach Frankfurt, die aus eigenen Mitteln studieren können. Ob das irnmer die tüchtigsten fein «erb«,, weih ich nicht. Unser« Tradttion dentt anders barüb«. Sk hat den Satz ausgestellt: .Habt acht auf dt« Kinder der Armen, denn von ihnen geht die Thora aus". Gerade hervorragend begabt« SRenschen sind oft arm «nd müsien unterstützt werden. Ich habe bei Aufstellung des Plans der Verteilung von 80000 RM.. dk uns »ur Verfügung stehen sollen, Frankfurt am Main mtt 10000 RM. in bte Mitte gestellt und daneben für die liberale und di« konservattv« Ausbildung Vorsorge getroffen. Jetzt soll hkr «in groher Abstrich gemacht «erden. Die Fohre davon würde sein. dah wir-Frankfurt am Main mtt den anderen konservattven Anstatt«, »usammenlegen mühten, so dah nur dann «in gan» gering« Bekag übrig blieb«. Die liberale Berliner Anstatt würde »war den Bekag «Halden, den ste nach ihrem Etat braucht, aber hkr handelt es sich noch nicht nm eine Lehrerausbildung, sondern nur um «ine Vorbereitung dazu. D« Abstrich brächt« uns in die gröhte Verlegenheit, und ich möchte 8k deshalb nochmals bitten, sich an Hand der Zahle« klar »« machen, dah wir wirklich 80000 RM brauchen. Ratsmitgsied Dr. Lilienthal: Der Rat ist nicht d« Auf. fasinng. dah d« Lehrstuhl ln Frankfurt am SRain ein religiös »eukal«, ist. In den Erwägungen des Rates hat der Lehrstuhl ab konservativ figuriert. Der Rat ist der Ansicht, dah es sich um «ine konservattv« Einrichtung für jüdische Bokfrschullehrer handelt. G» ist nicht entscheidend, welch« Gesinnung dk Schüler sind. sondern welch« Gesinnung die ausdtldunggedenden Dozenten sind. Adg. Radd. Dr. La»-arus: Es ist bereits hervorgehohen worden, dah bk Frankfurter Akademie nicht ab ein« Anstalt betrachtet werden kann, die auch den liberalen Interessen dient. IBk haben heute in Deutschland ab Liberale überhaupt keine Stelle mehr', an d« llderalr Lehrer ausgebildet werden können. Das ist die Lag«. Dle Folae davon ist. dah lm Ausschuh die Liberal«, sich mtt aller Energie dafür eingesetzt haben, dah hkr Wandel ge» schaffen wird. Dah« die Resolution, di« »orgekgt wurd«. Des wette, ren kommt dazu, daß es ungerechtferttgt ist. wen« hingegen für die konservative Seite ein« Reihe von Anstatten da find, div tat Lehrerbildung oder deren Borderettung dienen, und dies« Anstatt« in «hebllchem «usmckh unterstützt ««den. Sowohl dk Anstalt in Frankfurt alt auch dk« in Köln und WÜnbnrg wnd dk .^awne" find Einrichtungen, di« den liberalen Bedürfnissen nicht dienen. In-

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