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Verwaltungsblatt des Preußischen Landesverbandes Jüdischer Gemeinden · 1931-06-30 · 5 (30.6.1931) · p. Seite 9

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Journal
Verwaltungsblatt des Preußischen Landesverbandes Jüdischer Gemeinden
Volume
9 (1931)
Issue
5 (30.6.1931)
Date
1931-06-30
Page
Seite 9 (sequence 9)
Language
German
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atmtfmtn WUfct«. Diese 2t«U Um umher. fU sind auf bi* «»s. «tfciltstdaaM» seiUn» M«b»elcher polcheitichen SawaU« a». atmüfm. IM b» .^OKuimmti ,o, iU*«nt<r im Deutschen IbdnmMM b«l. b« mit, «i« bi« atmnt Mensch« sich mufc im«m Wob Mim U« -ifem.M* 8«rt8»8sU«ibtit Mafft der »M. ««» *» lM«» b« «eih e»« «mch. bah ft« anf v*m Hist« «Weutes« fbtb. ... Da» ÜNb MöAMnüche, Mt mU «t bra Staat a«f bem fDktt übet %tm MM m lichte» habe», «ber «ach i» IBm jntf da», oH brnRit ftfbft4« Um oblieg »aetet »och Wesentliches «f ErftllstmgL 2ch E htir n« bi» Arm de, Reich,organtsaliou derühre». Os lügt bmtt» «t» fertiggnstellter Entwarf dafür vor. «in Entwarf, b« vielleicht Aenderungen in Einmlheit« verträgt ,bet ad« schltehtich «Um enthält, «a» mm bestens at» Leratungsgrundlag« i»V«ge tvmmt. Wir sprechen die Erwartung aus, dah an», iw Ummeiidm Iahe der Rat einen derartig« Entwarf vorleg« wird. f>. •* 3t» Hinblick «af die mir rar Setfügnng stehende, begrenze Reicht ich •* mir natürlich nicht möglich aas die Einzelheit« de» an» MncheMU» Hanshattgplems «tnzugeh«. 3m weitern »erlaas »nfeeer Berhmchlung« wird hwy» ja noch Stellung genom- NI« wetbM. «wem »ruudichenden Gebemken.habe ich «ber im «amen mein« Ntzerälte» FRunb« Ausdruck zu «den: Wenn wir setzchti d«h f8* die CNltcffMbbtitate, für bU theologisch« Biidung,- anstattt» für die AnsbUdrmg von Lehrern afw. in einem Ilmsaug, «die erikgeNb «fchwingbar ist. Mittel aufgebracht «erden, and wenn wirliberalen 3»de» t* als selbstverständlich ansehen. dah jede Richtung innerhalb unserer Glaubensgemeinschaft Anspruch auf paritätisch« Berücksichtigung hat, f» ibnnen rotr dem Rat unser tiefstes Befremd« nicht verhehlen, dah er bisher so gut wie nichts getan' hat» hm auchd« 3d«en der liberalen Weltanschauung die geboten« Enffaltungsmöglichkrit« an den von nns subventionierte« ' Ausbübnngstnftitulen ru gewährleisten. Wir betonen mit allem Rachdruch dah es nicht so weitrr gehen kann, wie es bisher zagrgang«lst. Wir rechne« darauf, dah für unser« auf bem Boden der Parität inchestde» Wünsche auch auf der Rechten dieses Kaufes das nötige Verständnis vorhanden sein wird. Heb«' die Refdrm unserer Beffassung und «ervaltung lieh« sich ÄNeNdstchtt sachkN. Es «scheint vor allem denkbar pveifelhast. ob «"wirklich nbtta ist. bah ellst so grobe Versammlung, wie di« »Nstte. sich züsamtUeuffnDet. um über Fragen zu verhandeln, die sich in kleinere« Kreise mit anuähernd gleicher Gründlichkeit und am Tüde auch gleichem Ergebnis «ledig«» liehen. Wir haben de» Kat ’bI bttteg. den nach dieser Richtung geäuherten Wünschen RechWgg .ru fragen uud «wäge« r» «ollen, wie man dieses Parlament hi« vÄleiuer» und damit auch aus uuser« Finanzen praktisch einwirkr« 1önnte.Was die Frage der Finanpn anlangt, so «scheMt iedensalls der Vorschlag des Rats, ihm ru gestatt«. bis End« HMuar 1832 nicht mehr als 8ß* awmugeben. unter den odwalünden Umstände« sächlich begründet. Soweit mir bekannt, hat d« Rat auch im lemfenden Etatjahre nicht mehr als 80<*> veraasgabt, aal» unser« leiftnngoschwache» Gemeinden warten noch deute, ans den Rest der Zuweudnng« für dies« 3ahr. Eta Wort noch r» dem nns tm Druck vorgelegtem Tätigkeitsbericht -de, Rats. Wenn es dort heiht. der Rat fei bestrebt, dnrch «ine gröbere Werbe eitaag bes Lerwaltnugoblattes Me Kenntnis von der Arbeit des« Landesverbandes in »eite« Kreise g» tragen, so darf «IktMnas berweifelt «erben, ob gerade die Lektüre des Berwaftungstzlatts den angestredten Erfolg za vermitteln geeignet erscheint. Erhellt wird »ns«e Arbeit durch das stolze Lewuhtsein. dah wir Erben und Träger sind des höchsten Dütes, das der Welt i« geschenkt würde: d« Erkenntnis, dah Gerechtigkeit und Nächstenliebe die tragenden Pfeil« des Baues der Menschheit find. Mit diestr Erkenntnis und dem »ns angestammten Freihettswillen dienenwlr. wie unserer Glaubensgemrinsthaft. so am kraftvollsten auch «jseresn Baterlackbe. Wir wissen: auch ihm wird vefredmg kommest'stütz sei«r Rot — ntcht von den rollenden Röpsen, wohl ab« dick den Denkenden Köpfen. nkcht von Den »mpanzerten Kerzen, wohl aber von .den gläubigen Kerstm. svelsäll bei den Liberale»^. Abg. Kareski: Mein» sehr mehrte» Dame« and Herren! Ich alanh«. Sie werben, verstehe* bah ich « rntr versagte «ich mit.«» Aasführnngea meines Herr« Vorredners ausÄmmberzusetzen.^ 3ch glgghe. borsaMch« «oMwndigöeU Mw» enthob« « sßi».Lch,Wchchte nur «tt JBmt anf best Zwischenruf vorhtu sage«. dah ich glaube, dah bas Wort „Wohltätig stit hggmnt >» Kaute" auch in Bezug aus di« Zahlung von Lerbandsumlage» guUeff« löllte. und dah ein« Irreführung d« Oefseutlichkeit dach» llstzt. wen» diejenigen immer die schärfsten Verfechter d« Varbanbstreu» sind, die es sehr leicht hätte», in ihrer eigen« HeimatgDweind« für di« nötige Ordnung zu sorgen. Herr Ehrlich zitiert sehr gern. Ich antworte: Warum in di« Ferne schweifen, Rönigsberg liegt doch so naht lHeiterkeit und Zwischemnfe: Und B«li»f) Ich könnte daraus antworte», dah ber Verglich nicht stimmt. Berlin hat siche« Achtel der anerkannten B«ba»dsf»rder»ng«n bereits bezahlt. Rönigsderg hat von seinem gesamten Iahresheitrag «st 200 Mark bezahlt... tTanseub Mark mehr!). > Ms znm lb. März. Nun aber möchte ich «tngehen anf das, was di« Herren Vertreter des Rates hier ausgeführt haben, und da muh ich etwas Wasser in den Wein der Begeisterung schütten, trotzdem Herr Ehrlich sich dies« vegeijttrung faft'restlos angeschtoste» hat. Ke« Rammugerichlsrat Wolff ist a»h«ord«ttich befriedigt »an der Tätigkeit des Rates und da» LemdMverbandes. Er hat sogar Mm stolze Wort ausgrsprochen. dah d« Landesverband «uf^trrteu ist als Schütz« b« jüdischen Recht«, gewissermahen wie «in getrner Ettehard des preuhischen Judentums. Es kan» sich ab« höchstens um einen .getreue» Ettehard in der Westentasche'' gehandelt haben, denn in der jüdischen OefsenÜtchteit ist nichts davon zu bemerken gewesen, bah der Landesverband wirkllch ei» Schützer jüdischer Rechte gewesm ist. Wir würden es gern anerkannt habe«, wenn bas Idealbild mit der Wirklichkeit auch nur leise übrremstimmen würde. Es wurde ». v. davon gesprochen: Wenn gewiss« Baranssetznnge» eintreten ««den, dann »«den wir einmal etwa» kräftiger« Töne schmettern laj,en. Ad« warum so indirekt, Herr RammergerichMratd Warum schmettern Sie nicht selb«? Warum üb«lassen Sie es bem B«li«« Tageblatt, etwas zu schmettern, wenn uäerhörte Reichsgenchtsurteil« an die Grnndlagen unser« ganze» politischen tfgistenz rühren? Wir glauben, bah zu einer Befriedigung des Rates lein Anlah vorliegt. Auf einem Gebiet, das ist richtig, sind »us«« Interesse« mit Zähigkeit vertreten worden, nämlich auf dem der Staatsdeihilfe«. Da ist es unsere Pflicht, dem Memn« zu danke», d« für diese Dinge einen jahrelange» Rampf geführt hat. ich meine Herr» Freund, und de» mau als Anertennung für feine Leistung nicht mehr in den Rat gewählt hat. (Kört, hört!) Das preuhischen Judentum ist nicht so reich an schöpferischen Kräften, dah es ftch «inen derartigen Mihbrauch mit solchen Menschen leisten kan». Meine Damen und Lenen! Herr Rammergerichtsrat Wolff hat auch davon gesprochen, dah wir uns llar darüb« sein müssen, dah wir Achtung uns nur werden erringen können durch Einigkeit, und ich akzeptiere für meine Freunde dieses Programm. Aber ich darf darauf Hinweisen, dah in dem liberaleu Blätterwald in den letzten Monaten der Gesichtspuntt der Einigkeit und der Gesamtverantwortlichkeit — vorsichtig ansgedrückt — nur eine sehr untergeordnete Rolle gespielt hat. Uud dah selbst das Hitlerwort von den „rollenden Köpfen" ins Jüdische übersetzt worden ist. das scheint mir nicht der Weg zu sein, um m Einigkeit iu gelangen. Ich hoffe dah«. dah dieser Tell d« Ausführungen de» Herrn Kamnwrgerühtsrats Wolff mit befond«« Aufmerksamteit in der liberalen Fraktion angehört worden ist. Ich kan» mir auch nicht vokftelleu. dah «s ein Weg ist. um zu dies« Einigkeit zu gelangen, wenn man beispielsweise sogar vor «in« Berherrlichuog des Pilsudskischen Wahlterrors gegen Deutsch« und Jude» iu Polen nicht «»rückschreckt. Ich glaub«, dah. wenn Sie »irvich Ernst mache« wollen mit dem Willen m Einigkeit. Sie auch in dies« »«iehung sich ändern müssen. (Zuruf: Und was haben Sie »ach dies« Richtung getan?) Wir haben Herrn Pilsudsll nicht vaherrljcht. (Beifall). Herr Rechtsanwalt Weil, in 30 Minuten bst, ich nicht in der Lag«, üb« dieses Thema zu sprechen, denn unsere Bemühungen um die H«ftellung einer Einheitsftoat find so intensiv gewesen, dah ich allein «ine ganze' Stunde brauchen würde, um das damlegen. »(Sehr, richtig!). Ich glaube allerdings, dah es notwendig ist. bei unseren Betrachtungen diesen Willen per Einigkeit z» wahren und r» betätigen, ab« nicht nur mit «ebmsarten. »oranssetzmrg dafür ist b« Respekt vor b« Anschauung bes Gegners. (Sehr richtig, bet den Liberalen) Wir habey eine Politik geführt, die dikttert war von he« Refpekt vor jed« in ber Jüdischen Gemeinde vorhandenen Anschauung. (Zurnfr Es wäre leicht, eine Satire zu schreib«, wenn Sie sv reden.) Soll ich SU erinnern, bah es unsere Arbeit gewes» «, Mt -Mc Refvemgemeinde iu der B«lin« Jüdisch« Gemeind« « -ein«

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