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Verwaltungsblatt des Preußischen Landesverbandes Jüdischer Gemeinden · 1931-06-30 · 5 (30.6.1931) · p. Seite 6

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Journal
Verwaltungsblatt des Preußischen Landesverbandes Jüdischer Gemeinden
Volume
9 (1931)
Issue
5 (30.6.1931)
Date
1931-06-30
Page
Seite 6 (sequence 6)
Language
German
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den. so wird man di« Krag« prüfen müssen, wa» wird <m* den- «udere« Herren, di« hmtt a» de» theologisch«« Anstalt«» studier«? Wir siud gewitz -froh über dl« «uerkmuung der »isfemschaflLchen Leistung dieser Seminare »nd sehr froh, wenn sie ihre« An»druck in Aurlaudsberufungen findet. Gerade die Berliner Gemeind« war immer froh, eint Fülle ihrer bedeutendsten Rabbiner an, dem Auslande berufen zu haben. Wir unterstellen also. daß. sage» mir. bis 20 Herren in jedem Jahre in eia rabbintsche» Amt berufen werden können. Gr bleibt dann immer noch ein so groster UeberfluB an Aabbinatskandidaten. dast ^prüft «erden must, ob nicht die Frage der Verteilung von Stipendien einer nenen Routoolle und kritischen Durchprüfung unterzog« «erden must (sehr richtig). Wir sind gern bereit, die Herren, die in «nseren Gemeinden und s in Anslandsgemeinden später Rabbiner «erden, so «eit wie möglich pr unterstützen. Es sind darunter sicher sehr begabte Persönlichkeiten. denen wir gern di« Unterstützung zuteil «erden lassen. Ader di« Studierenden an den theologischen Lehranstalten, die später den «ernf einer Redakteur» oder Schriftsteller» ergreifen oder im Hauptberuf et«a» anderer studieren, und die sich an unseren theologischen Hochschulen in ihrer lüdisch-wissenschaftlichm Bildung vertiefen wollen, können nicht von uns mit Stipendien versehen werden. Wir hoffen deshalb, dast. da die Dinge sich nicht so schnell abbauen lassen, wir mit den Herren der theologischen Seminar« eine Konferenz abhalten können, um r»r Prüfung der Frage zu kommen. mwieweit ein« sparsamere Politik emgeteitrt werden kann, die die «issenschaftliche Leistung natürlich nicht schädigen soll. Dar in unseren Debatten immer «ieder r» Tage getretene Moment einer Vereinig»«« von Seminare« «iro in absehbarer Zeit mit Rücksicht aus die historischen Bedingungen, unter denen die Seminare entstanden sind, suh nicht verw milchen lassen. Wir haben da» Rabdinerseminar in Berlin mit 27 500 RM dotiert. Der Hochschule für die Wissenichatt de» Judentum» sind im Einvernehmen mit den Dozenten Mittel gestrichen worden, well zu unserer Freude die Hochschule die Hau»mann-Stiftung bekomme« hat «nd dadurch desjer gestellt ist als andere Anstalten und namentlich für Sttpenoie« eine jiojk Summe pu Beifügung hat. Für da» jüdifch-rheologische Semmar in Breslau such wieder 3000U RM wie im Boriagr« in de« Voranschlag eingesetzt. Wen» ich nun zur Ausbildimg von Lehrern und Rantoren komme, so ist da», was ich in Bezug auf die Lage der Rabbiner gesagt Hab«, hier «och mehr tu unterstreichen. Die Zahl der Lehrer. die ausgebildet werden, ist viel zu grost. als dast wir sie in absehbarer Zeit nnterbringen können. E» ist das in Lehrerkreise» in einer Reihe von Aufsätzen immer «ieder betont ««dun. Wir haben mehr Inftitnt« als hier notwendig such und müssen auch auf diesem Gebiet abbauen. Auch da spielt da» Stipeudieuwesen eine sehr graste Rolle. Ein« Nachprüfung wird nötig sein. Wir haben statt der 100000 Mark im vorigen Etat für die »orbereitnngranftalte« für Lehrer und Rantor«, und Ausblldungszuschüsse für ihre Lehrrranwärter ursprünglich 84000 RM. vorgeschlagen, sind aber dann dazu gekommen. diesen Posten auf 80000 Mark herunterptsetzen. Wir habe« in Berlin die Obersekunda der Vorbereitnagranstalt abgebant. fie wird also nur noch zwei Jahrgänge zum Gramm führen. Wir Hab«, di« Uederzengung. dast in Röl, die Bereitwilligkeit besteht, »» Ostern 1832 da» Seminar zu schilest«. »ir haben vorlänfig nnr Frankfurt a. M. al» pädagogisch« Akademie. E, wird den Wünschen der Liberalen Rechnung getragen «erden müssen ans Errichtung einer poeiten Dozentur an einer ander«« pädagogischen Akademie. Wann eine solche liberale Dozentur errichtet, und wo sie cotL angegtiedert «erden kann, ist im «ngendlick zweifelhaft. Versuche in Breslau sind bisher mistlung«. «ach der Haltung de, Preustischen Landtage» ist auch nicht anpmehmen. dast bald neu« Akademien errichtet »erden. Erwägungen der Stadt Berlin, hier «ine pädagogische Akademie zu errichten, haben »» Resultaten nicht geführt. Die 80000 Ml., die «ir in diesem Jahr noch eingesetzt habe«, »erben wahrscheinlich im nächsten Etat nicht mehr ganz erforderlich sein. Ich hoff«, dast sich bann ein« Herabsetzung ermöglichen lästt. .Äür die Wissenschaft de, Judentum»". Hier haben «ir «. genüber dem ursprünglichen Voranschlag nur ein« Lenderung vorgenommen: den ursprünglich beabsichtigten »«trag von 500 Mk. für de« Verband der Vereine für jüdische Geschichte »nd »» »reichen, «eil die Versorgung der Rlein-Gemeinden durch dm Bmband leider ihr Ziel nicht erreicht. E» sind auch die Beihilfen für «issmschaftsiche Arbeiten von der Rommission gestrichen «ordm mit Rücksicht darauf, da» tu diesem Iah« kaum «cHm «nfwmdüng« gemacht »erd« können. ^Gemeinnützig« Austaltm und «urichtnugm": Für di« Jugmdpflege ist von 11000 Mark, die wir eingesetzt hatten §nm 15000 im vorig« Jahr, im «nsschnst wieder «tue Ertzöhnng ans 14000 Mark vorgeaomm« worden. Ich bin damit durchaus einverstanden, obwohl «ir natürlich bei diesem oder jenem Post« in der Rom- Mission über die Zweckmässigkeit einer «ästigen Erhöhung oder Herabsetzung nn» unterhalb« können. Boi der Unterstützung der Jugend «ürd« ich freilich bitte», keine Ersparnisse mach« zu «ob l«. Wir sind hie, wirklich so «eit hemutorgma»«« »»« nur mögljch. «nd mir schllut «, wirklich wichtig, dast die Jugmd di» Empfind»»« hat, dast der Landmverban» au ihm» Snr»» nicht vorübergeht. Das junge ««schlecht mutz au nnserm Atzbeit« Intutffc nehmen. Di« vorgeschlagenm 14000 IRL brauch«» «ir für da, Seefener Seim, da» sich m»t bewährt hat uud «etter für dm neutralen Ingmdmrband, der sich mit Erfolg bm Ausmtbe-Mwidmet hat. in dm kleinen jüdische« Gemeiubm durch Bnrttäg« und Beranstaltungm jüdische, Lebm zu «halt» uud mu:apzu. fachen. Di« akademisch« «tttogutische habm sich bewährt. Ata, der A»»schust dm Post« Suortdew«m»ng »m. 3000 Mk. auf 8000 Mk. erhöht hat. so begrübe ich da, persönlich bmkbar. Dir, körperliche Lrtüchtimug unser« Ing«» ist in «nserer Zeit eim der wichtigsten Aufgaben. die «ir habe». L» ist in der «estrigen Ratssitzung beschlossen worden, hier von 8000 Mk. wieder ans 3000 Mk. zurückzngehe» uud die übrig« 3000 Mk für die Publikation de» Frontbnnd« über die im Weltkrieg« gefallenen Inden p» verwenden. Ich Hab« nicht» «eg« die Snbvmtion der Publikation. Wir «erd« Mittel und Weg« find«. um diese« Wunsch p» erfüllen. Ich möchte aber keine»»««», datz di« körperliche Ertüchtigung »nserer Jugend darunter leidet. Für die Unterstütznng von Arbeiterknjtnrvereinen sind 2000 RM ««gesetzt, für Erhaltung von Rnnstdmtmälern 1000 RM. Bei der Wohlfahrtspflege möchte ich »ich knr, fass», indem ich bitte, den trat nt vorgelegt auptnehmen. Ich will im «iugeln« auf ihn nicht «ingeh«», well ich de» Spezialrefermtm für die Wohlfahrt»- pslege die Möglichkeit geben will. fall, Bedmkm besteh«, seinerseit» auf Gruud seiuer Spezialarbeit biete veb»km r» zerstrmni. Ich möchte mir ei«» sagen, well da» prinzipiell ist: «, ist wohl in dm Debattm die Frage augeschuittm ward«, «b man bet der tieftranrigen wirtschaftlich« Lage dm Landemerbande» nicht da» Rapitel »Wohlfahrtspflege" überhaupt streichm solle. Sie werden dem Rat recht ged«, wenn er sich mit aller Euergto gegm diel« Tmdentz mm inner« Goündm gewehrt hat. Gemd« in nuserer Zeit, in -der-m «sterordmtlich schwierig ist. in chelm Gemeinden di« Snmmm mfpttringe«, die für die lokale Wohlfahrtspflege erforderlich find, müssm die überterritorial wirkendm Ovgnnisationm ein« Unterstütznng durch dm Laudmuerbaud erfahren. Wenn wir auch kein« Popularitättpoltttk, smd«« nnr sachliche Politik treiben, gehütt m doch pt dem vegriff fachlicher Politik, sich Sgm- »athim für sein« Arbeitm zu mrschaftm. vorausgesetzt, datz m-durch Mittel geschieht, die sachlich verantwortet »erd» ktznntn. Beitrüge im Rahm« dm Möglich« für Wnhlfahottpftm« mrsiändig angewandt. sind ein Propagandamittel für dm Landesverband. Sachlich kann man « durch», vermtwnrten, wenn pa Emtchtnng einer Wandevarbeitsftätte unter Tittl V 5000 RM. ebmefetzt werdm. Ich wlll auch dm Herren, die auf diese» Gebiet Spegiaireserentu» sind, nicht vorgreifen. L» wird Sie aber interessttr« «d mit Schreck« erfüll», wenn ich Ihn« mtttelle. datz wir «ngmblicklich 3000 dentsche jüdische Mensch«, nicht etwa in Dmtschland lebmde und an, dem Oft« stamm«de. plhlm. die ans der Landstraste lieg«. Dir Hai« früher dich« Tup völlig Deklassierter nicht gekannt. E, chedarf kein« Worte», datz wir nn» der Anfgab«. hier p» helfe«, mit aller Energie ptwend« müssen. Zu «Sammelanlekhe". ist zu sag», datz «ft einig« Gemeindm Anleihen gegeb« ixk zngleich «ine Zimverbilllgnng ^währt Hab«. Znm Rapitel Vl: ^verba»d,tag und Ratbemerkte ich. dast d» Berlbrer Delegiert« nicht mehr 10 RM. Ttzgesgelber dewüügt «erd« soll«. Die Berliner Herr« werbeu'sich«. w«, «» verlangt wird, auf diese 10 RM. veracht«. Kür die Rat»- »nd Ausschutzsitzung« sind 4000 RM. wmiger al» im Boejnhr eingeh-t w«d«. Gehälter und Aufwmdemtschädimu,« sind usit 75000 RR. «inaesetz. al, Rluimnm dessen, wa» -hierfür gebraucht »ird-D« gesamte Deprnmtm-Rollegium ist der Auffgsfmm. dast m» dttser Summ« nichtt hernntermsetzt w«d« kau» Schm.nm dies« Summ« zu erreich«, »erd« gewisse «me Rationalisier»»««

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