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Verwaltungsblatt des Preußischen Landesverbandes Jüdischer Gemeinden · 1929-02-15 · 1 (15.2.1929) · p. Seite 54

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— 54 — ObermagistratSrat Dr. ‘äteumann, Berlin Frau Paula Ollendorff, BreSlau SanitätSrat Dr. Pehser, Berlin Paul PinkuS, Berlin Lmanuel Pinczower, Beuthen Dr. Israel Rabin. BreSlau Siegfried Rosenbaum, Pasewalk RechtSanwalt ^Dr. M. Rosenberg, Berlin Rabbiner Dr. L. Rosenthal, Köln Henri Rothschild, Frankfurt a. M. RechtSanwalt Salinger, Homburg v. d. Höh« Dr. med. M. SalomonSki, Berlin Dr. Aron Sandler, Berlin Alfred Seidenberg. Liegnitz Frau Gertrud Seligfohn, Berlin RechtSanwalt Dr. Julius Selig "ohn, Berlin Kommerzienrat Gerson Simon, Berlin Legationsrat Prof. Dr. M. Sobernheim, Berlin Dr. M. Soloweitfchik, Berlin Frau Minna Schwarz, Berlin Arnold Stein, Berlin Rabbiner Dr. Steinthal, Münster Geh. SanitätSrat Dr. Julius Stern, Berlin Frau Ruth Stern. Rheydt RechtSanwalt Dr. Tarnowski, BreSlau Dr. Ludwig Metz, Berlin Dr. Jakob Tuqenbreich, Berlin Rechtsanwalt Dr. Bruno Weil, Berlin Rabbiner Dr. S. Weiße, Berlin Frau Ella Werner, Frankfurt a.M. Rechtsanwalt Dr. John Wertheim, Berlin Rabbiner Dr, M. Wehl. Berlin Rechtsanwalt Dr. Alfred Wiener, Berlin Arnold Wiener, Beuthen LouiS Wolff, Berlin Bruno Wohda, Berlin Frau Siddh Wronfkh, Berlin Stadtrat Zielenziger. Potsdam Ratsmitglieder: Kammergerichtsrat Wolff, Berlin Professor Dr. Türk, Berlin Rechtsanwalt Gronemanu, Berlin (Vertreter für Rechtsanwalt Dr. Klee) Moritz A. Loeb, Berlin Dr. Ismar Freund, Berlin Emil Waldstein, Breslau (Dertreter für Geh. Iustizrat Goldfeld, BreSlau) RÜHtsanwalt Dr. Herzfeld (l). Essen Rabbiner Dr. Baeck, Berlin Eugen Easparh, Berlin Professor Dr. Eibogen, Berlin Rabbiner Dr. Eschelbacher, Düsseldorf Raftali Fromm, Frankfurt a. M. RechtSanwalt Dr. Goldschmidt, Kassel Ingenieur Max Grünwald, Beuthen Seminarrabbiner Prof. Dr. Guttmann, Breslau Geh. San.-Rat Dr. Falkrnheim, Königsberg (Dertreter für Iustizrat Holz) Rabbiner Dr. Horovitz, Frankfurt a.M. Direktor KareSki, Berlin Rechtsanwalt Dr. Katzenstein. Bielefeld, Abraham Reinhardt, Köln (Vertreter für I. B- Levy, Frankfurt a. M-) Rechtsanwalt Dr. Merzbach, Magdeburg Direktor Ostberg, Berlin Iustizrat Georg Peiser, Breslau Iustizrat PlonSker, Berlin Siegbert Seckelsohn, Berlin Rabbiner Dr. Seligmann, Frankfurt a.M. Mittelschullehrer H. Stern, Berlin Rabbiner Dr. Dogelstein. BreSlau. Amtliche Bekanntmachungen Wir werden um Veröffentlichung der nachstehenden Aufrufe gebeten: .Zeitschrift für jüdisch« Wohlfahrtspflege." Die Ientralwohlfahrtsstelle der deutschen Juden hat das erste Heft ihrer, vorläufig zweimonatlich erscheinenden ,Zettschrift für jüdische Wohlfahrtspflege" herausgegeben. Die Zeitschrift stellt eine Zusammenfassung der bisherigen periodischen Veröffentlichungen der Zentralwohlfahrtsstelle dar: des „Nachrichtendienstes" und der „Zedakah". Zweck der Zeitschrift ist die umfassend« wissenschaftlich« und auf die Bedürfnisse der Praxis abgestellte Bearbeitung aller Gebiete der jüdischen Wohlfahrtspflege; der Zusammenhang mit der allgemeinen Wohlfahrtspflege soll dabei weitgehend gewahrt werden. Bestellungen nimmt die Zeutraltrohlfahrtsstelle der deutschen Juden, Berlin-Eharlottenburg 2, Kantstr- 158 (Fernruf: J1 Bismarck 1034 u. 1065, Postscheckkonto: Berlin Nr. 140617) entgegen. Der Bezugspreis beträgt 8.— RM. jährlich; für jüdische Gemeinden, Organisationen, Verein«, Anstalten und persönlich« Mitarbeiter 4.— RM. jährlich. Aufrufs Hungersnot unter den Juden in Bessarabien. Mir erhalten erschütternde Mitteilungen aus Bessarabien: 40000 Juden — unter ihnen viele Bauern — in Akkermann, Bendery, Orgejew, Ismail, Bajramtscha, Teleneschty und anderen Städten und kleineren Ortschaften sind infolge der Mißernten in den letzten Jahren bei der gegenwärtigen ungewöhnlichen Kälte dem Hunger und dem Elend preisgegeben. Insbesondere leiden di« Kinder. Das American Joint Distribution Committee hat «ingegriffen. Das Rote Kreuz hat Mittel zur Verfügung gestellt. In Paris und London haben sich Hilfskomitees gebildet. Die Not ist aber so groß, daß auch di« deutschen Juden um Hilf« für ihr« Glaubensgenossen angegangen werden müssen. Der HUfsverein der Deutschen Juden ist seit seiner Begründung die Organisation, die bei Hilferufen aus dem Ausland stets sofort aus eigenen Mitteln Beistand gewährt und notwendige weiter geh ende Maßnahmen zur Hilfeleistung ergreift. Der Hilfsverein hat angesichts des Elends, das in Bessarabien herrscht, da es gilt, die dortig« jüdische Bevölkerung vor bitterster Not und völliger Perelendung zu bewahren, beschlossen, unter seinen Mitgliedern und in breiten Kreisen der deutschen Iudenheit eine Sammelaktion für die schwer leidenden bessarabischen Juden «inzuleiten. DaS Präsidium des Hilfsdereins der Deutschru Jude» Vorsitzender: Dr. James Simon. Stellvertretend« Vorsitzende: Eugen Landau Max M. Marburg Willy Drehfus Gütige Spenden bitten wir mit der Bezeichnung „Für das VessarableuhilsSwerk des Hilfsdereins der Deutschen Juden" auf unser Bankkonto: Deutsch« Bank, Dep-Kasse C, Berlin WS, Potsdamer Str. 127/8 oder auf unser Postscheckkonto, Berlin NW 7, Nr. 33126, zu überweisen. Bekanntmachung über den Reichsverband. Der im Verwaltungsblatt vom 1. September 1928 zum Abdruck gelangte Entwurf einer Verfassung des Reichsverbandes der deutschen Juden ist Gegenstand der Beratung des Verbandstages unseres Verbandes am 3. und 4. Februar 1929 gewesen. Di« Vorlage des Rates, die die Zustimmung der Verbandstagung zu der Verfassung und damit zum Beitritt des Preußischen Landesverbandes jüdischer Gemeinden zum Reichsverbande erbat, wurde mit 46 gegen 45 Stimmen bei 7 Stimmenthaltungen abgelehnt. Berlin, den 10. Februar 1929. Preußischer Landesverband jüdischer Gemeinden. Wolfs. Bericht über den 5. Berbandstag des Preußischen Landesverbandes jüdischer Gemeinden. In der 5. Tagung des Perbandstages, die am 3. und 4. Februar 1929 in Berlin stattfand, wurden außer dem in der obigen Bekanntmachung erwähnten noch die folgenden Beschlüsse gefaßt: 1. Der vom Rate vorgelegte Rechnungsabschluß für das Rechnungsjahr 1927/28 wurde genehmigt und dem Rat« Entlastung ertellt. 2. Der Haushaltsplan für das Rechnungsjahr 1929/30 wurde in der gleichzeitig zum Abdruck gelangenden Fassung festgestellt und fand noch während der Tagung die Zustimmung des Rates, so daß er in Kraft tritt. Ferner wurde ebenfalls unter Zustimmung des Rates beschlossen, durch Vermittlung der Jüdischen Gemeinde zu Berlin eine Anleihe bis zum höchstbetrage von 1 000 000 RM. aufzunehmen. Diese Anleihe soll dazu dienen, um den Anleihebedarf solcher Derbandsgemeinden und sonstiger bedeutender jüdischer Organisationen zu beftiedigen, die nach ihrem Vermögen und nach chrer Struktur nicht nur ausreichend« Sicherheit für das Darlehen zu gewähren in der Lage sind, sondern die auch genügend« Gewähr für Zinsen und Amortisationsdienst bieten. Der Rat wird ferner ermächtigt, aus zur Verfügung stehenden Mitteln des laufenden Haushalt? den Betrag von 15000 RM. zur Verbilligung der Zinsen dieser Anleihe zu verwenden. 3. Zum stellvertretenden Ratsmitglied für den verstorbenen Herrn Rabbiner Dr. Loewenthal wurde Herr Handelsgerichtsrpt Felix Struck gewähft. 4. Gemäß einer Vorlage des Rates wurde folgende Bestimmung als ß 37s in die Verfassung des Landesverbandes ausgenommen: „Die Dauer der Wahlperiode für den am 1. Februar 1925 - gewählten Berbandstag endet am 30. September 1930." 5. Der Rat wurde ersucht, «ine Gesamtrevision der Verfassung in die Weg« zu letten und dem nächsten Berbandstag« «in« entsprechende Porlage zu machen. 6. Schließlich wurde ein Anttag angenommen, der die Errichtung von bezttkSmäßigen oder provinziellen SchiedSstellen vorsieht, die persönlich« Differenzen zwischen einzelnen Gemeinden, Gemeinden und chren Beamten, Vorstehern und den Beamten sowie ehrenamtlichem Berwaltungspersonal regeln sollen.

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